SURF
· 10.03.2025
Nach dem erfolgreichen Debüt im vergangenen Jahr geht die European Pro Windsurfing Tour (EPWT) 2025 in ihre erste vollständige Saison. Den Auftakt macht vom 13. bis 18. Mai ein Event im dänischen Hanstholm. Richtig gelesen: Hanstholm, einer der radikalsten Wavespots Nordeuropas, wird Schauplatz von Foil-Rennen - gleichzeitig ist der Ort im Herzen Cold Hawaiis und Heimat von Organisator Finn Noer naheliegend. “Mächtige Wellen und die unberechenbare Natur der Nordsee versprechen einen spannenden Saisonstart, bei dem nur die besten Wettkämpfer an die Spitze kommen werden”, heißt es in der Ankündigung.
Das Programm in Hanstholm sieht zwei Aufwärmtage am 13. und 14. Mai vor, an denen die Teilnehmer die Bedingungen testen und sich mit dem Spot vertraut machen können. Von 15. bis 18. Mai folgen dann die offiziellen Wettkampftage. Die EPWT-Rennen in Hanstholm bilden damit den Auftakt zur Foil-Saison 2025 und könnten für viele Top-Fahrer ein gutes Form-Barometer darstellen.
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Die EPWT möchte damit an den erfolgreichen Auftaktevent in Ebeltoft anknüpfen. Im Fokus stehen dabei faire Bedingungen für alle Teilnehmer sowie eine attraktive Präsentation des Sports für Zuschauer und Sponsoren.
“Wir haben von Anfang an versucht, den Event aus Sicht der Teilnehmerinnen und Teilnehmer zu denken”, erklärte Finn Noer nach dem Debüt in einem surf-Interview. “Es gibt ein breites Windfenster für die Rennen und keinerlei Materialbeschränkungen, solange es sich um Serienmaterial handelt. Auch Gewichtswesten sind erlaubt, wodurch auch leichtere Fahrer eine Chance haben, vorne mitzufahren.”
Ein weiterer Vorteil des EPWT-Konzepts: Die Rennen sind auch für Außenstehende leicht verständlich. “Wer zuerst ins Ziel kommt, hat gewonnen. Das macht die Sache auch außerhalb der Surf-Szene interessant”, so Noer. Um die Action auch abseits des Wassers erlebbar zu machen, soll es auch in Hanstholm wie schon in Ebeltoft einen Livestream mit Kommentatoren sowie eine Videowall am Strand geben - in der Ankündigung werden jedenfalls auch Ben Proffitt, Kameramann Alfie Hart und PWA-Fotograf John Carter gezeigt. Das Set-Up wird demnach also wieder erstklassig sein.
Der Event in Hanstholm könnte der Auftakt zu einer größeren Tour werden. Im vergangenen Jahr war die Rede von mindestens vier Veranstaltungen, die zwischen April und Oktober 2025 stattfinden sollen. Neben Dänemark waren damals auch Stopps in Deutschland, Italien und den Niederlanden angedacht.
“Wir wollen an guten Spots fahren, die aber mit relativ geringem Reiseaufwand zu erreichen sind”, erklärt Noer die Philosophie hinter der Tourplanung. “Am Wittensee bei Kiel gibt's ein überraschend gutes Setup, auch am Gardasee oder dem Brouwersdam wäre es ideal. Wir hoffen, dass wir dort im Laufe des Jahres Events veranstalten können.”
Um Planungssicherheit für Teilnehmer und Sponsoren zu gewährleisten, müssen alle Austragungsorte im Vorfeld eine Anzahlung leisten. Kann ein Event nicht wie geplant stattfinden, wird ein Großteil dieser Summe an die bereits registrierten Teilnehmer ausgezahlt.
Die EPWT versteht sich dabei nicht als Konkurrenz zu etablierten Serien wie der PWA World Tour. “Wir achten sehr darauf, dass wir keine Terminüberschneidungen mit anderen professionellen Veranstaltungen haben”, betont Noer. “Unser Ziel ist es vielmehr, das Budget von außerhalb der Windsurf-Industrie zu bekommen und unabhängige Entscheidungen treffen zu können.”
Mit Spannung wird auch erwartet, ob 2025 erstmals ein Damen-Feld integriert werden kann. “Sobald wir acht Starterinnen hätten, würden wir das auf jeden Fall machen”, sagt Noer.
Mehr Infos unter epwtour.com