SURF Redaktion
· 04.03.2026
Nie wieder Windsurfen, möglicherweise auch nicht richtig Gehen: Weronika Lato blickte in eine ungewisse Zukunft. Die Windsurferin aus Polen hatte eine aggressive Form von Knochenkrebs überlebt und eine Operation hinter sich, die sie fast die Hälfte ihres Beckens kostete. Der Ozean, einst ihr Element, schien unerreichbar. Das Board, auf dem sie Jahre verbracht hatte, wirkte wie ein Relikt aus einem anderen Leben. Der Film „Reborn on Water" von Ex-Freestyler Max Brinnich dokumentiert diesen Weg zurück, ohne dabei auf die üblichen Narrative von sportlichem Triumph zu setzen. Nach der Premiere Mitte Februar in Warschau ist die 13 Minuten lange Doku nun online zu sehen.
Die Produktion entstand komplett aus persönlichem Engagement, ohne externe Geldgeber. Statt Performance und Erfolg rückt der Film andere Themen in den Fokus: Verletzlichkeit, den fragilen Prozess des Wiederaufbaus und die Frage, wie man Vertrauen in den eigenen Körper zurückgewinnt, wenn dieser einen im Stich gelassen hat.
Statt sportlicher Action zeigt die Kamera die kleinen Schritte, die Rückschläge, die Momente des Zweifels. Weronika Lato muss ihren Körper neu kennenlernen, Bewegungen neu erarbeiten, die früher selbstverständlich waren. Die ersehnte Rückkehr aufs Board bedeutet nicht nur physische Rehabilitation, sondern einen mentalen Kraftakt. Der Film dokumentiert diesen Prozess ohne Beschönigung. Er zeigt eine Athletin, die mit Unvollkommenheit konfrontiert ist, die akzeptieren muss, dass ihr Körper nicht mehr derselbe ist. Neben Weronika Lato kommen auch enge Freunde, Familie und Ärzte zu Wort und beschreiben, wie sie den Weg erlebt haben.
Ein Interview zum Film ist in Vorbereitung - bald hier auf surf-magazin.de!