Finnen-NeuheitSchließt TRUDIFIN die Lücke zwischen Finnen-Surfen und Foilen?

SURF

 · 22.04.2026

Bei der TRUDIFIN handelt es sich um eine Finne mit Auftrieb-produzierendem horizontalen Flügel, der ausgewechselt werden kann.
Foto: TRUDIFIN
Der österreichische Entwickler Rudolf Schwerma präsentiert mit TRUDIFIN ein patentiertes Finnen-System, mit dem er die technologische Lücke zwischen Finnen-Surfen und Foilen schließen möchte. Das bereits für die industrielle Fertigung vorbereitete System soll 2027 in den Markt eingeführt werden. Die Zielgruppe laut Entwickler: Einsteiger, Aufsteiger und Leichtwind-Freerider, die früher ins Gleiten kommen wollen.

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“Um die Effizienz im Leichtwindbereich zu steigern, ohne das klassische Fahrgefühl einer Finne aufzugeben, habe ich mit der TRUDIFIN ein neues, modulares Finnen-System entwickelt”, schreibt Erfinder Rudolf Schwerma. Es handelt sich um eine Finne mit Auftrieb-produzierendem horizontalen Flügel, der ausgewechselt werden kann. Damit lässt sich der Board-Trimm individuell auf Körpergewicht, Surfbedingungen und Fahrstil abstimmen. Die Technologie ist durch ein erteiltes österreichisches Patent geschützt. Das Design liegt in vollständigen Datensätzen vor und ist für Spritzguss-Werkzeuge sowie CNC-Bearbeitung optimiert. Mehrjährige Testreihen mit G10- und Hybrid-Carbon-Varianten laufen seit 2024.

Modularer Aufbau für individuellen Trimm

„Mein Ziel war es, die physikalischen Vorteile des zusätzlichen Lifts zu nutzen und trotzdem das vertraute Finnen-Gefühl zu erhalten. Durch den modularen Aufbau kann nun jeder Surfer sein Board erstmals individuell auf das eigene Körpergewicht, die Surfbedingungen und den persönlichen Fahrstil feinjustieren", erklärt Rudolf Schwerma. Das System kombiniert eine klassische Finne mit einem horizontalen Flügel-Element. Die Flügel-Geometrie lässt sich über austauschbare Module variieren und ermöglicht so eine Anpassung des Lifts an unterschiedliche Anforderungen. Die Konstruktion zielt auf maximale Effizienz im unteren Windbereich ab, ohne die Kontrolle bei zunehmendem Wind zu verlieren.

Technische Umsetzung und Kompatibilität

Die Finnen werden in Längen zwischen 28 und 40 Zentimetern angeboten, die Flügelgrößen variieren modellabhängig zwischen 150 und 500 Quadratzentimetern. Als Materialien kommen Hybrid-CFK-GFK oder G10-Hochdrucklaminat zum Einsatz. Die Fertigung erfolgt als Presslaminat aus CNC-Formwerkzeug, die Oberfläche ist feinrau und hydrodynamisch optimiert. Das System passt auf alle handelsüblichen Windsurf-Boards und ist kompatibel mit gängigen Finnenboxen wie Powerbox, Tuttlebox und Deeptuttlebox.

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Zielgruppen und Marktpositionierung

Das System richtet sich laut des Entwicklers an drei Hauptgruppen: Einsteiger und Aufsteiger, die schneller ins Gleiten kommen wollen, sowie Freerider, die ihr Setup effizient auf Leichtwind trimmen möchten. Im B2B-Bereich adressiert TRUDIFIN Surfschulen, sowie Board- und Finnenhersteller als potenzielle Lizenznehmer. Das Konzept sieht Co-Branding-Lösungen vor: Über das Label „Powered by TRUDIFIN" können etablierte Marken ihr Portfolio erweitern. Die Vision: Windsurfen soll einfacher und individueller werden. Die TRUDIFIN soll dabei die Lücke zwischen dem Wunsch nach frühem Angleiten und der notwendigen Kontrolle bei zunehmendem Wind bieten.


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