FoilstylePushloop into Shaka – neuer Move? Drei Fragen an Dudu Levi

Julian Wiemar

 · 08.07.2026

Foilstyle: Pushloop into Shaka – neuer Move? Drei Fragen an Dudu LeviFoto: @dudu_levi_isr421
​Dudu Levi hat auf dem Windsurf-Foil einen blitzsauberen Pushloop into Shaka hingelegt – und damit die Szene kurz rätseln lassen, ob hier ein neuer Move geboren wurde. Ganz neu ist die Rotation wohl nicht: Auf Finne soll der Europameister aus dem Jahr 2008, Antxon Otaegui, den Trick schon vor Jahren als „el garbanzo“ gelandet haben.

​Auf dem Foil wirken bekannte Freestyle-Moves plötzlich anders – leichter, höher, manchmal fast unwirklich. Genau diesen Effekt nutzte Dudu Levi, als er bei kopfhohen Mittelmeerwellen und 15 bis 18 Knoten einen Pushloop into Shaka in Perfektion hinlegte. Ob Neuschöpfung oder Foil-Weiterentwicklung eines alten Finnen-Tricks: Der Move zeigt, wie viel Potenzial im Foilstyle steckt. Im Interview erklärt Dudu, wie der Trick entstanden ist und warum das Foil sein Windsurf-Leben verändert hat.

Dudu, wie kam es zu diesem perfekten Pushloop into Shaka auf dem Foil?

Seit ich mit Foilstyle angefangen habe, hat sich für mich mit dem Pushloop eine neue Welt eröffnet. Er ist zu meinem Lieblingstrick geworden – ich mache ihn jedes Mal, wenn die Bedingungen stimmen, und beim Foilen kommt das ziemlich häufig vor. Bei höheren Wellen habe ich angefangen, den Trick aggressiver anzugehen, was zu dem Gefühl führte, dass ich vielleicht die anschließende Shaka-Drehung hinbekommen könnte. Nachdem ich dieses Gefühl hatte, wusste ich, dass ich so lange daran arbeiten würde, bis ich den Trick beherrsche.

Wie waren die Bedingungen an dem Tag, als der Move klappte?

Im Sommer haben wir im Mittelmeer einige Wellen, die von den Winden aus Griechenland und Italien kommen und fantastische Bedingungen fürs Foilen schaffen; für normalen Freestyle ist der Wind etwas zu schwach. Am Tag, an dem der Trick gefilmt wurde, betrug die Windstärke 15 bis 18 Knoten und die Wellen waren circa kopfhoch.

Das Windfoilen hat dir jede Menge neue Begeisterung beschert. Wie hat es dein Leben verändert und wie kombinierst du es mit dem klassischen Finen-Freestyle?

In Israel weht fast das ganze Jahr über leichter Wind, natürlich gibt es auch starken Wind, aber nicht so oft. Das Foil hat mir die Möglichkeit eröffnet, dreimal so viele Tage im Wasser zu nutzen – und zwar für hochwertiges Training auf hohem Niveau. Mein ganzes Leben als Sportler hatte ich immer das Gefühl, nicht genug Trainingstage zu haben, und ich musste um die ganze Welt reisen, um mich zu verbessern. Jetzt nutze ich die Bedingungen vor Ort, um mehr Spaß denn je zu haben und Fortschritte zu machen. Ich habe immer die gesamte Ausrüstung im Auto – solange der Wind unter 20 Knoten liegt, baue ich das Foil auf, ab 20 Knoten schraube ich die Finne drunter. So einfach ist das. Ich fühle mich im Vergleich zu früher nun immer zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

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Julian Wiemar

Julian Wiemar

Redakteur surf

Julian, 1996 in Köln geboren, zählt zu den besten deutschen Freestyle-Windsurfern und trainiert bis heute regelmäßig auf dem Rhein. Nach deutschem Meistertitel und mehreren Jahren an internationalen Top-Spots mit Weltcup-Ambitionen fand er über Reise- und Revierberichte den Weg zum surf-Magazin. Dort absolvierte er ein Volontariat und arbeitet heute als Redakteur, der seine Erfahrungen und Leidenschaft für den Windsurfsport mit den Lesern teilt.

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