Neunter bei den Herren im Freestyle auf Sylt, siebzehnter auf Fuerte, und den U 20-Jugend-Weltmeistertitel in der Tasche – dabei drückt der erst 17-Jährige Takumi noch die Schulbank in seiner Heimat am Lake Hamana in Japan.
Sein Stil: leichtfüßig präzise. Die Technik: Wie sie im Buche steht. In seinen Heats auf Sylt trickste er so nahe am Ufer (und Shorebreak) wie kein anderer, wofür er kräftigen Applaus bekam. Als er anschließend zufällig am surf-Stand vorbeihuschte, baten wir den schüchternen Jungspund zum Gespräch. Höchste Zeit, ihn vorzustellen.
Mit sechs Jahren habe ich angefangen. Jetzt bin ich 17. Das heißt, ich surfe schon seit mehr als zehn Jahren.
Ja, ich bin tatsächlich fast täglich auf dem Wasser und muss gar nicht weit an den Spot fahren. Nur habe ich mittlerweile immer öfter lange Schule – ich schaffe es daher leider nicht mehr jeden Tag wie früher.
Ich habe noch 1,5 Jahre. Der Plan ist anschließend auf die Universität zu gehen.
Das hoffe ich doch (lacht). Ich möchte Uni und Windsurfkarriere so gut es geht kombinieren.
Das wird sich zeigen...
In den nächsten fünf Jahren möchte ich mir den Weltmeistertitel im Freestyle holen.«
Ja, ich habe noch zwei lokale Sponsoren aus Japan, die mich bei meinen Reisen unterstützen.
Umso leichter und kleiner, desto besser. Ich bin bis letztes Jahr sogar noch das komprimierte Segelmodell namens Redback von Severne gefahren, bevor ich dieses Jahr auf die „großen“ Freeks umgestiegen bin. Dazu benutze ich die kleinsten Freestyle Boards zwischen 72 und 86 Litern.
Ich sag mal so: Das waren die schwierigsten Freestyle-Bedingungen in denen ich jemals gesurft bin.
Ja, aber leider nicht im Heat. Das war während des Warmups. Naja, beim nächsten mal werde ich einen im Heat landen!
Ein Top-10-Ergebnis – das habe ich knapp geschafft (grinst).
Ich wollte immer Jugendweltmeister werden, das habe ich erreicht. Jetzt steht als nächstes also der Weltmeistertitel bei den Herren an. So in den nächsten fünf Jahren möchte ich mir da gerne den Titel holen.
Ich bin gerade mit meinen Freund Takuma (Sugi, Anm. d. Redaktion) unterwegs. Meine Eltern sind nicht dabei. Auf den Kanaren im Sommer habe ich mit Dieter van der Eyken zusammen gewohnt.
Ja, hin und wieder schon (lacht). Dieter hat mir viel geholfen. Besonders in der Welle in Cabezo hat er mir einige hilfreiche Tipps geben können. Dafür bin ich sehr dankbar.
Ja, ich mag den Mix aus Freestyle und Wave. Auf Teneriffa geht beides, das ist super (grinst).
(Lacht) Takuma der macht echt alles... Ich denke, ich persönlich werde mich erstmal auf die Disziplin Freestyle konzentrieren. Wave fahre ich nebenbei.
Nach Bonaire werde ich fliegen – da freue ich mich riesig drauf. Als großer Freestyle-Fan habe ich schon so viel davon gehört und gesehen, aber war noch nie dort.
Danke!

Redakteur surf