Der Stopp der Freestyle Pro Tour (FPT) in Porto Pollo, Sardinien, lieferte drei Tage voller Action: Von leichten Winden zu Beginn bis hin zu perfekten Bedingungen am letzten Tag erlebten Zuschauer und Teilnehmer ein wahres Freestyle-Spektakel. Die Elite des Freestyle-Windsurfens zeigte ihr Können in verschiedenen Disziplinen und Altersklassen, wobei sowohl etablierte Stars als auch aufstrebende Talente glänzten.
Die ersten beiden Tage des Events waren von sehr leichtem Winden geprägt, was die Veranstalter zu kreativen Lösungen zwang. Am zweiten Tag nutzten die Athleten die aufkommende Brise für eine Foilstyle-Super-Session. In diesem innovativen Format traten vier Top-Rider gegeneinander an: Yentel Caers, Leander Halm, Steven van Broeckhoven und Maaike Huvermann. In einem spannenden Finale setzte sich schließlich der sechsfache Weltmeister Steven van Broeckhoven durch, indem er einen beeindruckenden Kono Diablo landete und damit seinen Konkurrenten Yentel Caers auf den letzten Metern noch überholte.
Der dritte Tag brachte die lang erwartete Tow-In-Action: In zwei Qualifikationsrunden kämpften zwölf Rider um den Einzug ins Finale. Maaike Huvermann, Jacopo Testa und Lokalmatador Rossel Bertoldo sicherten sich in der ersten Runde ihre Finaltickets. In der zweiten Gruppe qualifizierten sich Yentel Caers, Maarten Molenaar und der junge Ercole Rosso-Chioso für das Finale bei Sonnenuntergang. Im Finale zeigte Yentel Caers einmal mehr, warum er zu den besten Freestyle-Windsurfern der Welt zählt. Mit zwei perfekt ausgeführten Double Air Burnern, die mit 10 und sogar 10,5 Punkten bewertet wurden, setzte er sich an die Spitze. Rossel Bertoldo sicherte sich den zweiten Platz, gefolgt von Jacopo Testa auf Rang drei.
Der letzte Tag des Events brachte endlich die langersehnten Windverhältnisse für volle Eliminations in allen Klassen. Mit Windstärken von über 25 Knoten konnten die Junioren, Frauen und Männer am letzten Tag ihr volles Potenzial zeigen. In der Juniorenklasse lieferten sich Cosmo Pezetti und Pier Bongianni ein packendes Finale. Pezetti sicherte sich mit einem spektakulärem No-Handed Burner den Sieg, während Bongianni sich trotz beeindruckender Moves wie Burners und Culos knapp mit dem zweiten Platz zufriedengeben musste.
Bei den Frauen dominierte einmal mehr Maaike Huvermann. Mit perfekt ausgeführten Spock Konos und Shove-It Spocks ließ sie der Konkurrenz keine Chance. Ziva Batis zeigte mit Grubbies, Flakas und Spocks ebenfalls eine starke Leistung und sicherte sich den zweiten Platz vor Newcomerin Bijou Shahmirian.
Das Männer-Finale bot Freestyle auf höchstem Niveau. Yentel Caers und Jacopo Testa lieferten sich ein spannendes Duell. Der einheimische Testa, angetrieben vom Heimvorteil, zeigte Double Culos, einen Air Kabikuchi und weitere Moves mit höchstem Schwierigkeitsgrad. Doch Caers konterte mit einem nahezu perfekten Heat, der mit 40 Punkten bewertet wurde. Seine Kombination aus Air Funnel Burner, Double Culos und einem 7,4 Punkte Air Bob Culo sicherte ihm den verdienten Sieg.
Das Event in Sardinien zeigte eindrucksvoll die Entwicklung des Freestyle-Windsurfens. Sowohl etablierte Stars als auch junge Talente bewiesen, dass die Disziplin lebendig und innovativ bleibt. Mit dem nächsten FPT-Stopp auf Paros in nur drei Wochen verspricht die Saison weiterhin spektakuläre Action.
Junioren:
1. Cosmo Pezetti
2. Pier Bongianni
3. Ercole Rosso-Chioso
Frauen:
1. Maaike Huvermann
2. Ziva Batis
3. Bijou Shahmirian
Männer:
1. Yentel Caers
2. Jacopo Testa
3. Steven van Broeckhoven
Tow-In:
1. Yentel Caers
2. Rossel Bertoldo
3. Jacopo Testa
Foilstyle Supersession:
Gewinner: Steven van Broeckhoven (Kono Diablo)
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