“Ich habe dieses Spiel auf einem Dachboden gefunden, wisst ihr da etwas drüber?” fragte uns Maurice Hesse per Mail. Tatsächlich war uns “Das surf-Spiel” in einem Heft von 1988 als Abo-Prämie mal begegnet und hatte uns damals schon neugierig gemacht. Kurze Zeit später schickte Maurice dann ein paar Bilder seines Fundstückes: Ein vom langjährigen surf-Cartoonisten Bernhard Förth liebevoll gezeichneter Spielplan mit etwas verwirrenden Laufwegen, die auf die vier Spielenden warten. “Das basiert natürlich auf ‘Mensch Ärgere Dich Nicht’”, erzählt uns Tommy Brandner am Telefon. Er hat sich das Spiel damals ausgedacht und gemeinsam mit Förth gestaltet. “Die Abteilung, die sich um die Abonnements kümmert, wollte gerne etwas Besonderes als Prämie für neue Leser haben”, erinnert sich Tommy. Im freien Verkauf habe es das Spiel seines Wissens nach nie gegeben.
Bei den Spielregeln haben die Macher aber im Gegensatz zum Vorbild auf Teamwork gesetzt: Immer zwei Spielende bilden ein Team, beide müssen ins Ziel kommen. Es wird mit einem Würfel gespielt, Züge gehen nur nach vorne und bei einer Sechs darf nochmal gewürfelt werden. Wenn jemand geschlagen wird, muss er oder sie 15 Felder zurück gehen. Das Ziel muss am Ende genau erreicht werden.
Auf dem Spielplan wird von einer Bucht um eine Halbinsel herum zum nächsten Starnd “gesurft”. Unterwegs geht um einige Tonnen, und an jeder Menge Hindernisse vorbei: Man kann von Wellen erwischt werden, es sind Haie unterwegs oder ein U-Boot kann gerammt werden. Dazu kommen typische Stolpersteine wie “Halse versaut”, “Finne verloren” oder “Trapez vergessen” (kurz vor dem Ziel), die jeweils die Spielfigur zurückwerfen. Auf der anderen Seite geben Ereignisse wie “Fuß in der Schlaufe”, “Sauberer Absprung” oder eine Böe zusätzliche Schritte nach vorne! Bei Materialschäden muss eine Ehrenrunde über das “Depot” gedreht werden. “Hat Spaß gemacht, sich das alles auszudenken”, erinnert sich Tommy Brandner.
Habt ihr auch noch spannende Prämien oder Unikate aus der surf-Geschichte zuhause? Schreibt uns gerne an redaktion@surf-magazin.de!

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