GalleryBye-bye, Winter - die besten Bilder des Winters 2025/2026

SURF

 · 06.04.2026

Der Winter 2025/2026 hatte es in sich. Er brechte teils außergewöhnliche Surf-Bedingungen
Foto: Bulgenslag
​Eiszeit an der Ostsee, Föhnsturm in den Alpen und springende Delfine im Mittelmeer – dieser Winter war für viele ein besonderer. Während die einen sich wünschen, er hätte nie aufgehört, sind die anderen froh, dass er endlich vorbei ist.

Themen in diesem Artikel

​Ostsee / DE

​Frithjof Blaasch: “Der letzte Herbst blieb überraschend zahm: keine großen Tiefdruckgebiete, keine legendären Tage. Doch Anfang Januar stellte sich eine stabile Ostwindlage ein und blieb. Mit jedem Tag sanken die Temperaturen, mit jedem Tag wuchs die Eisschicht. Was nach einer schlechten Prognose klingt, bescherte uns den intensivsten Winter seit Langem und erweckte vergessene Spots zum Leben. Dieser Winter hat wieder einmal gezeigt: Windsurfen bei Minusgraden ist möglich und die Grenze des Machbaren wurde erneut verschoben. Es ist schön zu sehen, wie im norddeutschen Raum eine neue Generation heranwächst, mit echtem Hunger, starkem Level und offensichtlich hoher Kältetoleranz. Aus unseren Erfahrungen resultiert eine Bitte an die Windsurfindustrie für den nächsten Winter: Wir brauchen beheizbare Gabelbäume und einen eisabweisenden Monofilm.”

surf/100199001_5048424faf7f6cabb4df302cf427ebc0Foto: Bulgenslag
​Windsurfen bei Minusgraden ist möglich und die Grenze des Machbaren wurde erneut verschoben.”

​Urnersee / CH

​Balz Müller: “Schon als kleines Kind war ich beeindruckt von der Energie der Natur, ihren Farben und, na ja, einfach unserer Existenz im Allgemeinen. Ich war nie eine ruhige Seele; die Schule war immer eine Herausforderung. Ich brauchte Bewegung. Ich träumte davon, wie ein Pegasus zu fliegen, und habe stets alles mit meiner Einhorn-Sonnenbrille erkundet. Ich wollte anders sein – und ich bin es immer noch. Ich finde Ruhe im wildesten Sturm, so wie am 3. Februar 2026, als sechs bis 60 Knoten den Urnersee in einen Albtraum für Windsurfer – oder in einen herausfordernden Spielplatz – verwandelten. Nirgendwo fühle ich mich besser, als wenn ich die rohe Kraft der Natur zähmen möchte und erkenne, dass es keine Chance gibt, gegen die Elemente zu kämpfen, und ich nur mit dem Flow gehen kann.”

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surf/100199009_98db81541f87a369fdcbb0e4beb9060bFoto: Boris Ackermann
​Nirgendwo fühle ich mich besser, als wenn ich die rohe Kraft der Natur zähmen möchte.”

​Isle of Wight / UK

​John Carter: “Ein seltener Tag in Kimmeridge (K-Bay) mit Südostwind und großem Swell. Ich habe dieses Foto von den Klippen aus aufgenommen, von denen aus man den Break überblicken kann. Der Surfer, der gerade einen Bottom Turn macht und auf die Lippe zusteuert, ist Timo Mullen. Einer der Locals, der dort seit 30 Jahren surft, meinte, es seien die besten Bedingungen gewesen, die er bei dieser Windrichtung je gesehen habe. Sogar die Sonne kam für eine Weile heraus! Wir waren diesen Winter noch auf weiteren kernigen Heimat-Missionen, zum Beispiel auf der Isle of Wight und in Bigbury in Devon.”

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surf/100199026_5048424faf7f6cabb4df302cf427ebc0Foto: John Carter
​Einer der Locals meinte, es seien die besten Bedingungen gewesen, die er bei dieser Windrichtung je gesehen habe.”

​Mittelmeer / FR

​Jean Souville: “In Südfrankreich gab es in diesem Winter einige Stürme, besonders heftig war Sturm Nils, der vom Atlantik her mit bis zu 160 Stundenkilometern herangerauscht kam. Auch die Mittelmeerküste bekam einiges ab und ich war wieder rund um Marseille unterwegs, um die Geschehnisse abzulichten. Am Spot Carro zeigten sich sogar seltene Gäste, vier oder fünf große Delfine waren zu Gast, machten Luftsprünge und stahlen für knapp 20 Minuten den Windsurfern die Show. Das war ein tolles Erlebnis und das erste Mal seit 35 Jahren, dass ich hier wieder große Delfine beobachten konnte.

surf/100202376_faec95c34ecda47c19f0ae50864d562eFoto: Jean Souville
In Carro waren vier oder fünf große Delfine zu Gast, machten Luftsprünge und stahlen für knapp 20 Minuten den Windsurfern die Show.”

​Bretagne / FR

​Jean Souville: “Einen der letzten starken Atlantik-Stürme in diesem Winter brachte ein mächtiges Tief namens Pedro, das von Norden nach Süden über das Land fegte. Julien Flechet, ein junger Local, liebt diese rauen, schwierigen Bedingungen zu Hause. Wenn die Wellen groß sind und ein Nordwest- bis Westwind weht, wird es an seinem Heimatspot Kersiny in der Nähe von Audierne besonders interessant. Die Welle ist schnell und kraftvoll und räumt auch die Besten mal ab.”

surf/100199265_5048424faf7f6cabb4df302cf427ebc0Foto: Jean Souville
​Die Welle ist schnell und kraftvoll und räumt auch die Besten mal ab.”

​Kapstadt / SA

​Graham Ezzy: “In Kapstadt spielt die Musik vor allem an den Spots der Tafelbucht, nördlich des Stadtzentrums. Sunset Beach, Big Bay oder Melkbos ziehen jedes Jahr um die Weihnachtszeit unzählige Wassersportler an. Ich persönlich liebe die Strände der Kap-Halbinsel weiter im Süden. Die Bedingungen hier sind nicht so verlässlich wie im Norden, aber bei mir geht Schönheit vor Konstanz. Das Blau des Wassers und des Himmels ist hier so intensiv, dass man denken könnte, es wäre fake. Und wenn es auf dem Wasser mal nicht läuft, wenn ich unzufrieden mit meiner Performance bin, dann reicht ein kurzer Blick auf meine Umgebung und meine Session ist gerettet.”

surf/100199278_0e39b46276921b3a98021cbf3e48652aFoto: Samuel Tomé
​Das Blau des Wassers und des Himmels ist hier so intensiv, dass man denken könnte, es wäre fake.”

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