Wenn es in Mitteleuropa noch kalt ist, lockt das Versprechen auf warme Temperaturen zur Osterzeit viele Wassersportler an die kroatische Adriaküste. Auch die Windsicherheit ist um diese Jahreszeit hoch, denn vor allem die Bora sorgt regelmäßig für gute Belüftung an der Küste. Kroatien-Kenner aber wissen, dass die Bora auch manchmal richtig zornig werden kann - so auch Anfang April.
Mehrere Tage lang herrschte an Kroatiens Küste Ausnahmezustand - bei einer Messstation auf der Insel Rab wurden Windgeschwindigkeiten bis zu 192 Stundenkilometer gemessen. Aber auch auf der bei Wassersportlern beliebten Insel Krk feuerte die Bora aus allen Rohren. Glück hatten Diejenigen, die noch rechtzeitig die Brücke über den Tihi-Kanal überqueren konnten. Denn als der Sturm zuschlug, war die Zufahrt über mehrere Tage gesperrt. Eine zwischenzeitliche Öffnung der Brücke wurde sofort wieder rückgängig gemacht, nachdem ein Gespann von einer Orkan-Böe umgeworfen wurde und beinahe von der Brücke gestürzt wäre - nur die Leitplanke verhinderte hier Schlimmeres.
Chris Sammer war mit einer Gruppe Wassersportler während des Sturms auf Krk und berichtete von einem absoluten Ausnahmetag mit dem kleinsten Segel bzw. Wing am Anschlag. Gesurft wurde an diesem Tag in der Lagune von Punat. In der Bilderstrecke am Anfang des Artikels bekommt ihr einen Eindruck von den Bedingungen.

Redakteur surf