Die GWA Youth & Junior Championship 2026 brachte vom 27. bis 30. August im Rahmen des California Windsurf Cups den Saisonhöhepunkt für Nachwuchs-Windsurfer nach Pelzerhaken. Mehr als die Hälfte aller Starter des DWC-Saisonfinales war unter 21 Jahre alt. Die Junioren-Titel wurden in drei Altersklassen vergeben: Junior U17, Youth U19 und Youth U21. Jesse Richter aus Kiel dominierte die U21-Klasse, Paul Regber aus Kiel triumphierte bei den U19 und Mika Henning setzte sich bei den U17 durch. Die Nachwuchsfahrer profitierten von der professionellen Organisation und konnten gleichzeitig Punkte für die Jahresrangliste der deutschen Spitzenserie sammeln.
Jesse Richter aus Kiel zeigte sich in beiden Disziplinen überlegen. Im Fin Slalom gewann er den U21-Titel, Maximilian Niclaas Damm wurde Vizemeister vor dem Berliner Pelle Bo Behrendt. Auch im Foiling ließ Richter seinen Konkurrenten keine Chance, Behrendt musste sich erneut mit Platz zwei begnügen, während Thies Johnsen das Podium komplettierte. Durch die Siege in beiden Disziplinen sicherte sich Richter auch den Overalltitel bei den U21. In der Gesamtwertung werden die Ergebnisse aller Wettfahrten beider Disziplinen kombiniert, um den besten Allround-Racer zu ermittelt.
Paul Regber aus Kiel gewann den GWA Youth U19 Foiling-Titel mit einer Besonderheit: Er trat nicht mit offenem Funboard-Equipment an, sondern mit dem vorolympischen iQFOiL-Youth-Material. Der Däne Gustav Permin stand zwar am Ende ganz oben auf dem Podium, konnte aber durch seine Nationalität nicht den GWA Championship-Titel gewinnen. Regbers Trainingspartner Tom Franke wurde GWA Youth U19 Foiling Vice Champion, ebenfalls auf iQFOiL-Material. Noah Schmäh komplettierte das Podium als dritter Athlet des SVSH-Landeskaders. Im Fin Slalom holte sich der Flensburger Jesper Mo Thomsen den U19-Titel vor Felix Rhode und Philip Köhlert. Köhlert surft ansonsten im iQFOiL-Landeskader des Segler-Verbandes Schleswig-Holstein. In der Overallwertung setzte sich Regber durch und wurde GWA Youth U19 Champion vor Noah Schmäh und Felix Rhode.
Mika Henning surfte bei den Junioren U17 in einer eigenen Dimension. Er dominierte sowohl im Fin Slalom als auch im Foiling und sicherte sich damit alle drei möglichen Titel in seiner Altersklasse. Im Fin Slalom wurde Mika Lievens als Rookie direkt Vizemeister. Loris Freund gelang ebenfalls als Rookie der Sprung aufs Podium. Im Foiling setzte sich Henning erneut durch. Der Kieler Julian Ahrens vom SVSH-Landeskader wurde GWA Junior U17 Vice Champion. Til Klöpping schaffte als Rookie den dritten Platz. In der Overallwertung stand Henning mit seinen Titelgewinnen in beiden Einzeldisziplinen an der Spitze. Sensationell gelang Lena Schmäh aus Kiel als Dame der Gewinn des GWA Junior U17 Vice Champion Titels. Tom Bruch schaffte als Rookie überraschend den Sprung auf Platz drei
Das vorolympische iQFOiL Youth & Junior Equipment ist bei der International Funboard Class Association zugelassen. Die iQFOiL-Fahrer müssen in Menge und Größe limitiertes One-Design-Equipment einsetzen, während ihre Konkurrenten in der offenen Wertung auf mehr, unterschiedlicheres und moderneres Equipment zugreifen können. Trotz dieses Nachteils setzten sich einige iQFOiL-Athleten auch in der Gesamtwertung stark in Szene. Um diesem Nachteil Rechnung zu tragen und eine starke nationale Plattform für die vorolympische Klasse zu bieten, gab es im Foiling eine Sonderwertung. Bei den iQFOiL Youth triumphierte Paul Regber vor Tom Franke und Philip Köhlert. Der Landeskader des SVSH sicherte sich damit alle drei Podiumsplätze in der älteren Nachwuchsdivision. Bei den iQFOiL Junior gelang Til Klöpping als Rookie direkt der Sprung an die Spitze. Mit Lena Schmäh aus Kiel und Smilla Petersen aus Flensburg sicherten sich zwei Athletinnen aus Schleswig-Holstein die weiteren Podiumsplätze.
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