SURF
· 20.05.2026
Der zweite Wettkampftag der iQFOiL Open Europameisterschaft 2026 in Portimão brachte den 192 Athleten aus 42 Nationen deutlich andere Herausforderungen als der Eröffnungstag. Vor Praia da Rocha entwickelte sich die thermische Brise erst ab etwa 16:30 Uhr und erreichte Werte zwischen acht und elf Knoten. Im Vergleich zum ersten Tag wehte der Wind westlicher, schwächer und weniger stabil. Diese Bedingungen erforderten präzises Handling in den Manövern und ein gutes Gespür für die besten Druckfelder auf dem Wasser.
Die Männer absolvierten vier Wettfahrten im Course Racing Format. Diese Disziplin testet das gesamte Spektrum taktischer und technischer Fähigkeiten auf klassischen Luv-Lee-Kursen mit mehreren Auf- und Abwindschenkeln. Der niederländische Olympia-Bronzemedaillengewinner Luuc Van Opzeeland übernahm die Gesamtführung nach einem äußerst konstanten Tag mit zwei Tagessiegen. Johan Søe hielt sich auf dem zweiten Gesamtrang, während Grae Morris aus Australien nach einer soliden Leistung in den leichteren thermischen Bedingungen auf Rang drei vorrückte. Finn Hawkins aus Großbritannien, der nach dem ersten Tag noch die Wertung anführte, fiel trotz weiterhin guter Geschwindigkeit auf den vierten Gesamtrang zurück. Nach einem Verstoß gegen die Startregeln musste er eine Strafe hinnehmen.
Der italienische U23-Athlet Federico Alan Pilloni bestätigte seine starke Form mit einem weiteren Tagessieg und liegt nach acht absolvierten Rennen auf dem fünften Gesamtrang. Italien platziert mit Nicolò Renna und Luca Di Tomassi zwei weitere Athleten in den vorläufigen Top Ten. Nach einer Entscheidung der Jury wurde das erste Rennen der Männerserie vom Vortag offiziell in die Gesamtwertung aufgenommen und fließt nun ins Ranking ein. Lenny Friemel kletterte ein wenig auf Rang 71, Max Körner stieg um zehn Plätze auf Rang 78 und Finley Evans konnte sich mit Rang 85 ebenfalls leicht verbessern.
Auf einem anderen Kurs traten die Frauen im Upwind Sprint Format an, einer deutlich kürzeren und dynamischeren Disziplin als das Course Racing. Die Rennen dauerten zwischen zwei und fünf Minuten und ließen kaum Raum für Fehler. Tamar Steinberg aus Israel festigte ihre Gesamtführung mit einer nahezu perfekten Leistung. Die 19-jährige fuhr auf die Ränge 1, 1, 1 und 19 und baute ihren Vorsprung dank ihrer Konstanz und Geschwindigkeit komfortabel aus.
Maya Gysler aus Norwegen schob sich nach einem sehr soliden Tag mit drei Siegen in ihrer Gruppe auf den zweiten Gesamtrang vor. Sie bestätigte damit ihre starke Form während der gesamten Meisterschaft. Zheng Yan aus China kletterte nach einer hochkonstanten Serie in den Nachmittagsrennen auf den dritten Gesamtrang. Sophia Meyer rutschte um einen Rang auf Platz 57 ab, Emma Schleicher liegt auf Rang 71.