Der vierte Wettkampftag der iQFOiL-Europameisterschaft in Sferracavallo bei Palermo stellte die über 140 Teilnehmer vor wechselnde Herausforderungen. Bei kühleren Temperaturen und zunächst leichtem Wind starteten zunächst nur die Damen, während die Herren geduldig auf stabilere Windbedingungen warten musste. Das zahlte sich aus, fünf Slalom-Rennen konnten in südwestlichen Winden zwischen 6 und 11 Knoten absolviert werden. Vor dem finalen Tag der Opening Series am Freitag haben sich Emma Wilson und Nicolas Goyard an die Spitze der Wertung gesetzt.
In der Damenflotte dominierten die großen Namen das Geschehen: Die amtierende Weltmeisterin Emma Wilson, Daniela Peleg und die Olympiasiegerin Marta Maggetti sicherten sich jeweils drei Siege in ihren Feldern und belegen aktuell die ersten drei Plätze der Gesamtwertung. Wilson zeigte sich nach ihrem erfolgreichen Tag zufrieden mit ihrer Leistung.
“Ich hatte bereits am Dienstag einen wirklich guten Tag mit fünf Course Races und begann, mich an den Ort zu gewöhnen... es erinnerte mich an zu Hause. Ich war seit der WM zu Hause und habe trainiert, da ich mich in diesem Jahr entschieden habe, mehr zu Hause zu bleiben und mit dem Komfort der Heimat hart zu trainieren”, sagte Emma Wilson. “Heute haben wir fünf Slalom-Rennen absolviert und es war wieder super knifflig, aber ich habe mich an das gehalten, was ich weiß: 'Versuche, von der Startlinie wegzukommen, nutze meine Geschwindigkeit' - und es hat gut funktioniert!”
Theresa Steinlein kletterte in der Gesamtwertung wieder auf Platz elf nach oben, nachdem sie vorgestern eine Disqualifikation hinnehmen musste. Mit den Plätzen 3, 5 und 7 fuhr sie mehrfach in die Top Ten, ein 25. Platz war ihr zweiter Streicher. Mit derzeit nur zwei Punkten Rückstand auf Rang zehn gibt es aber noch eine gute Chance, in die Medal Races einzuziehen.
Die Herren mussten zunächst etwas warten, da der Wind am frühen Tag weniger kooperativ war. Nach der Wartezeit stabilisierten sich die Bedingungen jedoch, sodass drei Slalom-Rennen in zwei Heats durchgeführt werden konnten. Das erste Rennen fand bei 7-8 Knoten statt, während bei den zweiten und dritten Läufen Böen von 13-14 Knoten mit Windrichtungsänderungen von bis zu 30 Grad für typisch mediterrane Wechselhaftigkeit in den kalten Monaten sorgten.
Nico Goyard zeigte konstant starke Leistungen und übernahm die Gesamtführung. Finn Hawkins rückte nach zwei Rennsiegen in den letzten Heats auf den zweiten Platz vor, während der Olympiasieger Tom Reuveny derzeit den dritten Rang belegt. Hawkins zeigte sich begeistert von den anspruchsvollen Bedingungen. “Der Wind war heute wechselhaft, und wir sind Downwind-Slalom bei ordentlich Wind am Ende gefahren”, erklärte der Brite. “Es war knifflig mit den Wellen, jeder ist die Wellenberge hinuntergerast, das hat viel Spaß gemacht! Ich konnte zwei Siege einfahren, also bin ich insgesamt begeistert! Es ist ein schwieriges Revier, es ändert sich ständig, aber genau das macht es spannend.”
Der heutige Freitag markiert den letzten Tag der Opening Series, bevor am Samstag die Medal Series ansteht. Dort werden nur die zehn besten Athleten jeder Flotte um den Europameistertitel kämpfen. Die Spannung steigt, da sich die Favoriten in Position bringen und die letzten Qualifikationsplätze hart umkämpft sein werden.
Die Live-Übertragung des heutigen Tages kann auf dem YouTube-Kanal der Klasse nachträglich angesehen werden. Für die Entscheidungen am Freitag und die Medal Series am Samstag wird es ebenfalls Live-Streams geben, die den Fans die Möglichkeit bieten, die entscheidenden Rennen in Echtzeit zu verfolgen.