SURF Redaktion
· 12.02.2026
Am fünften und letzten Tag der iQFOiL Games auf Lanzarote standen die Medal Series auf dem Plan. Doch die Top-Acht-Athleten beider Flotten mussten Geduld aufbringen, denn der Wind ließ lange auf sich warten. Race Committee Officer Cesar Sans und sein Team suchten über Stunden nach geeigneten Bedingungen, bevor sie schließlich nahe der Playa de Papagayo fündig wurden. Die leichte Brise erreichte aber nur durchschnittlich sieben Knoten und stellte hohe Anforderungen an die taktische Disziplin der Athleten in den entscheidenden Knockout-Rennen. Die Männer eröffneten die Medal Series mit ihren Viertelfinals, während die Frauen unmittelbar danach an die Reihe kamen. Nach einer weiteren Wartezeit auf dem Wasser konnten noch die Halbfinals der Männer absolviert werden, bevor der Wind endgültig zusammenbrach und das Racing für den Rest des Tages abgesagt wurde.
In den Viertelfinals der Männer setzten sich die beiden französischen Athleten Yun Pouliquen und Adrien Mestre durch und qualifizierten sich für die Halbfinals. Sie eliminierten dabei Nacho Baltasar Summers aus Spanien und Duncan Monaghan aus Großbritannien. Bei den Frauen zeigten Theresa Steinlein und Medea Falcioni aus Italien starke Leistungen und sicherten sich ebenfalls den Einzug in die nächste Runde. Islay Watson aus Großbritannien und Palma Čargo aus Kroatien schieden dagegen aus dem Wettbewerb aus.
Nach einer erneuten Wartezeit auf dem Wasser kehrten die Bedingungen kurzzeitig auf ein fahrbares Niveau zurück. Die Halbfinals der Männer konnten dadurch noch abgeschlossen werden. Erneut bewiesen Pouliquen und Mestre ihre Stärke und sicherten sich die Plätze im Finale, wo sie auf Finn Hawkins aus Großbritannien und Nicolas Goyard aus Frankreich treffen sollten. Johan Søe aus Dänemark, Sieger der Games 2025, musste sich ebenso geschlagen geben wie der Bronze-Medaillengewinner der Olympischen Spiele in Paris 2024, Luuc Van Opzeeland aus den Niederlanden. Kurz nach Abschluss der Halbfinals brach der Wind jedoch endgültig zusammen, sodass keine weiteren Rennen mehr möglich waren.
Da die Finals nicht mehr ausgetragen werden konnten, wurde die Gesamtwertung auf Basis der über die gesamte Woche gesammelten Ergebnisse festgelegt. Finn Hawkins aus Großbritannien krönte sich zum Gesamtsieger bei den Männern, während Emma Wilson ebenfalls für Großbritannien den Titel bei den Frauen holte. Die Silbermedaillen gingen an Nicolas Goyard aus Frankreich bei den Männern und Sharon Kantor aus Israel bei den Frauen. Bronze sicherte sich Yun Pouliquen aus Frankreich in der Männerflotte, während Italiens Olympiasiegerin Marta Maggetti den dritten Platz bei den Frauen belegte. Neben Theresa Steinlein auf Rang fünf zeigte auch Sophia Meyer als 17. starke Leistungen, die Berlinerin stieß auch einige Male in die Top Ten vor. Bei den Herren war Lenny Friemel auf Platz 41 bester Deutscher. Max Körner belegte Rang 46, Finley Evans 48, Siddartha Hummler Platz 57, Bastian Weber Rang 59.
Emma Wilson zeigte sich zufrieden mit ihrer Leistung: „Ich hatte eine wirklich gute Woche und ich denke, ich war immer konstant und an der Spitze, worüber ich ziemlich glücklich bin, weil es Januar ist, der Beginn der neuen Saison." Sie bedankte sich bei ihrem Coach und ihren Trainingspartnern. Finn Hawkins kommentierte seinen Sieg: „Ich hatte eine ziemlich verrückte Woche, wir haben mit einigen Sprint-Slaloms begonnen, dann ging es am nächsten Tag in Sprint-Upwinds, und dann haben wir die Woche mit einigen windigen Course Races beendet und über die Woche hinweg habe ich es geschafft, in allen verschiedenen Formaten und allen verschiedenen Bedingungen gute Ergebnisse zu liefern." Obwohl er bedauerte, dass das Finale nicht stattfinden konnte, zeigte er sich sehr zufrieden mit dem Gesamtsieg.