SURF Redaktion
· 10.02.2026
Nach zwei Tagen mit Sprint-Formaten und wechselnden Bedingungen markierte der dritte Tag der iQFOiL International Games in Lanzarote einen klaren Wendepunkt. Stärkerer Wind und das klassische Course Racing Format veränderten die taktischen Anforderungen grundlegend und wirbelten die Rankings durcheinander. Der Wind drehte weiter nach rechts und stabilisierte sich im Norden. Die Bedingungen lagen zwischen zwölf und 16 Knoten, mit Spitzen nahe 18 Knoten - Vollgas-Racing! Die Strategie konzentrierte sich fast ausschließlich auf die rechte Seite der Bahn, was die taktischen Optionen reduzierte und das Feld in einen engen Korridor zwang. Die Starts und ersten Kreuz-Kurse wurden zu entscheidenden Momenten, bei denen kaum Fehler erlaubt waren - immer wieder gab es intensive Duelle!
Auch der Swell entwickelte sich im Vergleich zu den Vortagen deutlich anders. Während die kurze, steile Welle nachließ, mussten die Athleten mit langen Dünnungswellen zurechtkommen. Besonders auf den Raumwindkursen erwiesen sich die Bedingungen als herausfordernd. Die Wahl der richtigen Linie und präzise Foilkontrolle wurden zu entscheidenden Faktoren für schnelle Zeiten. Die veränderten Bedingungen spielten einigen Athleten in die Karten, während andere ihre Stärken nicht ausspielen konnten. Das klassische Course Racing Format belohnte Konstanz und taktische Disziplin stärker als die Sprint-Formate der ersten beiden Tage. Die Athleten mussten ihre Strategie komplett anpassen und zeigen, dass sie in verschiedenen Formaten konkurrenzfähig waren.
Im Damenfeld setzte Emma Wilson aus Großbritannien ihren Lauf fort und verteidigte die Gesamtführung nach drei Wettkampftagen. Die Britin zeigte sich in allen Bedingungen stark und sammelte konstant Punkte. Sharon Kantor aus Israel hielt sich ebenfalls stabil auf dem zweiten Platz und bestätigte ihre Leistungsfähigkeit über verschiedene Formate hinweg. Die größte Bewegung im vorderen Feld kam von Marta Maggetti. Die Italienerin kletterte auf den dritten Platz des provisorischen Podiums und profitierte vom Course Racing Format. Tamar Steinberg aus Israel, die nach dem ersten Tag noch Zweite war und nach dem zweiten Tag auf Rang drei lag, rutschte am Ende des dritten Tages knapp vom Podium und belegte nun Position vier. Theresa Steinlein liegt mit den Platzen 8, 12 und 10 in den drei Kursrennen des Tages nun auf Platz sechs, während Sophia MEyer mit einem starken siebtan Platz im letzten lauf des Tages auf Rang 15 klettert. Die Abstände im Damenfeld blieben eng, sodass die kommenden Rennen noch deutliche Verschiebungen bringen konnten.
Bei den Herren gab es durch das Course Racing viel Bewegung im Ranking. Finn Hawkins aus Großbritannien kehrte an die Spitze zurück und zeigte starke Form in Bedingungen, die Konstanz und taktische Disziplin belohnten. Nicolas Goyard aus Frankreich lieferte eine solide Leistung ab und rückte auf den zweiten Gesamtrang vor. Der Franzose schien geduldig auf das Course Racing gewartet zu haben und nutzte seine Stärken in diesem Format konsequent aus. Sein Landsmann Yun Pouliquen hielt seinen Schwung und verteidigte den dritten Platz in der Gesamtwertung. Federico Pilloni aus Italien, der nach dem zweiten Tag noch die Gesamtwertung anführte, erlebte einen schwierigen Tag. Der Italiener fiel auf den neunten Platz zurück und musste in den kommenden Rennen um eine Rückkehr aufs Podium kämpfen. Lenny Friemel liegt als bester Deutscher nun auf Rang 38.