SURF
· 03.02.2025
Die iQFOil Games auf Lanzarote markierten in gewisser Hinsicht einen Neustart für alle iQ-Fahrerinnen und -Fahrer. Der Event in der Marina Rubicon war der erste Wettkampf im neuen Olympia-Zyklus, der mit den Spielen in Los Angeles seinen Höhepunkt finden wird. Außerdem hatten zwei zentrale Neuerungen ihre Feuertaufe zu bestehen: Die neuen Segel und der neue Modus für die umstrittenen Medal Races.
Bei den Olympischen Spielen in Marseille war Emma Wilson aus Großbritannien noch die tragische Figur der Medal Races: Nach den Vorläufen souverän in Führung, versagten im Finale die Nerven und sie rutschte auf Platz drei ab, wegen eines einzigen verpatzten Rennens. Auf Lanzarote war sie wieder das Maß der Dinge und führte vor dem letzten Tag das Feld an, entsprechend der neuen Regeln ging sie mit einem Sieg als “Polster” in die Medal Races. Doch das hätte es dieses Mal gar nicht gebraucht, Wilson führte das Finale von Anfang bis Ende an und bewies damit ihre Beständigkeit und ihr Können bei schwierigen Bedingungen. Shahar Tibi aus Israel wurde Zweite, gefolgt von der Britin Islay Watson auf dem dritten Platz. „Es war eine unglaubliche Woche hier auf Lanzarote“, sagte Wilson nach dem Rennen. „Die Medal Series war sehr anstrengend. Ich bin in der Medal Series noch nie gut gewesen, aber das neue Format hat mich irgendwie weniger gestresst. Ich bin begeistert, die Saison mit einem Sieg zu beginnen. Normalerweise bin ich kein Starkwindtyp, aber das neue Segel ist zweifellos eine gute Abwechslung!”
Theresa Steinlein schaffte es ebenfalls bis in die Medal Series und kam am Ende auf einen starken siebten Rang. Mit einem Sieg und zwei zweiten Plätzen in den Vorläufen zeigte sie, dass sich zu den Top-Leuten gehört. Sophia Meyer beendete die iQFOiL Games auf Platz 18, Alica Stuhlemmer wurde 32.
Bei den Herren waren alle Augen auf Johan Søe gerichtet: Der Däne war zuletzt in der PWA nahezu unschlagbar und konzentriert sich 2025 zunächst aufs iQFOil, um bei der WM in seiner Heimat Aarhus den Titel zu holen. Wie stark ist Søe auf dem langsameren iQ-Material, wie gut kommt er mit dem neuen Patrik-Equipment zurecht? Die Antwort lieferte das wortkarge “Beast” mit mehreren Siegen und der souveränen Führung in den Vorläufen, die ihn direkt ins große Finale brachten. Dort kam dann das neue Regelwerk bestens zum Tragen: Søe stürzte auf dem ersten Schlag, Renna sicherte sich den ersten Sieg. Früher wäre der Däne damit auf Platz drei abgerutscht, nun bekam er die Chance, seinen Sieg zu verteidigen. In der entscheidenden zweiten Wettfahrt behielt Søe die Ruhe und übernahm an der Luvtonne die Führung, die er bis ins Ziel behielt. Modena wurde in der letzten Wettfahrt Zweiter, Renna Dritter und Badloe Vierter, da er dieses Mal unterwegs stürzte.
„Diese ganze Woche war sehr gut für mich“, kommentierte Søe. „Und auch das große Finale war ein Erfolg. Das erste Rennen war schlecht für mich, da ich kurz nach dem Start in einer Halse stürzte, zum Glück ohne Schaden an der Ausrüstung. Ich konnte das Rennen beenden und das folgende gewinnen. Es ist toll, das Jahr mit einem Sieg zu beginnen!“
Die deutschen Starter Lenny Friemel und Max Körner beendeten die iQFOil Games als Doppelpack auf den Plätzen 48 und 49.