SURF Redaktion
· 09.02.2026
Der zweite Tag der iQFOiL Games in Lanzarote brachte bedeutende Veränderungen im Klassement mit sich. Nach einem intensiven Auftakt, der bereits den Grundstein für eine hochkarätige Wettkampfwoche gelegt hatte, erlebten die Teilnehmer am Folgetag veränderte Bedingungen und taktische Herausforderungen. Besonders bemerkenswert: Der Italiener Federico Pilloni übernahm die Führung im Männerfeld, während die Britin Emma Wilson ihre Dominanz bei den Frauen weiter ausbaute. Die Rennen wurden näher an den Leuchtturm verlegt, wo die Athleten mit etwas größerer Dünung als am Vortag konfrontiert waren. Die Windrichtung blieb im Nord/Nordwest-Quadranten, zeigte sich jedoch in den frühen Stunden schwächer als erwartet.
Die Rennleitung reagierte auf die Bedingungen und eröffnete den Tag mit einem einzelnen Sprint Slalom Rennen für die Männer. Mit zunehmendem Wind wechselte das Programm zu Upwind Sprint Races – drei für die Männer und vier für die Frauen. Diese kurzen, schnellen Rennen mit geteiltem Feld in verschiedenen Heats und Upwind-Start stellten eine zusätzliche Herausforderung dar. Sie verlangten von den Athleten absolute Präzision und eine saubere Ausführung bereits ab der Startlinie. Das Format erwies sich als selektiv und führte zu deutlichen Verschiebungen im Klassement, besonders im Männerfeld, wo der Italiener Federico Pilloni einen herausragenden Tag erlebte und vorübergehend die Gesamtführung übernahm.
Im Männerfeld kam es zu einer signifikanten Neuordnung der Spitzenplätze. Der italienische U23-Athlet Federico Pilloni zeigte eine beeindruckende Leistung auf dem Wasser und eroberte die Gesamtführung, indem er den bisherigen Spitzenreiter Finn Hawkins aus Großbritannien verdrängte. Der Franzose Yun Pouliquen behauptet den dritten Gesamtrang, während ein weiterer U23-Fahrer, der Spanier Nacho Baltasar, auf dem vierten Platz folgt und damit ebenfalls aussichtsreich im Rennen bleibt. Die Leistungsdichte im vorderen Feld unterstreicht die Qualität des Teilnehmerfelds und verspricht spannende Wettkämpfe für die kommenden Tage. Besonders bemerkenswert ist die starke Präsenz junger Athleten aus der U23-Kategorie in den Spitzenpositionen.
Bei den Frauen baute die Britin Emma Wilson, Siegerin des Vorjahres, ihre Führungsposition weiter aus. Mit drei Rennsiegen und einem dritten Platz am zweiten Wettkampftag vergrößerte sie ihren Vorsprung an der Spitze der Gesamtwertung deutlich. Die Israelin Sharon Kantor zeigte ebenfalls einen hervorragenden Tag auf dem Wasser und verbesserte sich auf den zweiten Gesamtrang, womit sie ihre Landsfrau Tamar Steinberg auf den dritten Platz verwies. Die amtierende Olympiasiegerin Marta Maggetti aus Italien hält den vierten Platz, wobei der Abstand zum Podium noch durchaus überbrückbar erscheint. Wilson setzt damit ihre beeindruckende Form fort und etabliert sich als klare Favoritin für den Gesamtsieg.
Die wechselhaften und anspruchsvollen Bedingungen am zweiten Wettkampftag unterstrichen, dass Konstanz, Anpassungsfähigkeit und präzise Starts entscheidende Faktoren für den Erfolg auf Lanzarote sein werden. Mit der Verlagerung des Rennkurses näher an den Leuchtturm mussten sich die Teilnehmer auf eine größere Dünung einstellen, was besonders bei den Upwind-Starts eine zusätzliche Herausforderung darstellte. Die Windverhältnisse im Nord/Nordwest-Quadranten blieben zwar stabil, schwankten allerdings in der Stärke. Diese Variabilität verlangte ein hohes Maß an taktischem Verständnis und technischer Anpassungsfähigkeit.
Mit den deutlichen Verschiebungen im Klassement nach dem zweiten Wettkampftag verspricht der Wettkampf spannend zu werden. Besonders im Männerfeld bleibt die Situation an der Spitze offen, während Emma Wilson bei den Frauen ihre Dominanz unter Beweis gestellt hat. Die kommenden Tage werden zeigen, ob Pilloni seine neu gewonnene Führungsposition verteidigen kann und ob die Verfolgerinnen von Wilson eine Strategie finden, um die Britin noch einzuholen. Mit der Hälfte des Wettkampfes noch vor sich, bleibt für alle Teilnehmer die Chance auf Verbesserungen bestehen. Entscheidend wird sein, wer mit den wechselnden Bedingungen am besten zurechtkommt und konstant Spitzenleistungen abrufen kann.
Die iQFOiL Games auf Lanzarote laufen noch bis Mittwoch, alle Ergebnisse unter 2026iqgameslanzarote.sailti.com