Der vierte Wettkampftag der iQFOiL International Games auf Lanzarote stellte sowohl Athleten als auch Rennleitung vor eine Geduldsprobe. Nachdem die Flotte zunächst auf vielversprechende, aber schnell nachlassende Windböen traf, verlegte die Rennleitung das gesamte Feld zum Pechiguera North, wo stabilere Bedingungen herrschten. Dort konnte bei etwa 15 Knoten Nordwind das Programm fortgesetzt werden. Die direkt aus Norden kommende Windrichtung und die neue Position des Renngebiets eröffneten den Athleten deutlich mehr taktische Möglichkeiten als an den Vortagen. Die Starts waren lebhaft und ausgeglichen. Es wurde sowohl auf Backbord- als auch auf Steuerbordbug gestartet. Insgesamt konnten zwei Course Races für Männer und Frauen erfolgreich abgeschlossen werden.
Nach dem zweiten Rennen änderten sich die Bedingungen abrupt. Der Wind ließ plötzlich nach und bot keine Grundlage mehr für faire Wettkämpfe. Die Rennleitung entschied daraufhin, den Wettkampftag zu beenden. Mit dem Abschluss der beiden Rennen ist nun auch die Qualifikationsserie offiziell beendet. Der Fokus richtet sich jetzt auf die für morgen angesetzten Medal Series, bei denen die jeweils acht besten Athletinnen und Athleten um die Endplatzierungen kämpfen werden.
Das Format der Medal Series verspricht Hochspannung: Die auf den Plätzen fünf bis acht liegenden Segler starten im Viertelfinale. Die beiden Erstplatzierten des Viertelfinals rücken ins Halbfinale vor, wo sie auf die Athleten treffen, die nach der Qualifikationsserie die Plätze drei und vier belegen. Aus dem Halbfinale qualifizieren sich wiederum die beiden Besten für das große Finale gegen die beiden Erstplatzierten der Qualifikationsserie. Diese nehmen einen Matchpunkt mit ins Finale, das fortgesetzt wird, bis ein Athlet zwei Matchpunkte erreicht hat und damit den Sieg sichert.
In der Damenkonkurrenz führt die Britin Emma Wilson die Qualifikationsserie an, gefolgt von den Israelinnen Sharon Kantor und Tamar Steinberg auf den Plätzen zwei und vier. Die Italienerin Marta Maggetti konnte sich auf Position drei platzieren. Die Top 8 komplettieren Palma Čargo (Kroatien), Medea Falcioni (Italien), Theresa Marie Steinlein (Deutschland) und Islay Watson (Großbritannien). Bei den Männern dominiert ebenfalls ein Brite: Finn Hawkins führt vor dem Franzosen Nicolas Goyard und dem Niederländer Luuc Van Opzeeland. Auf Platz vier folgt Johan Søe aus Dänemark. Die weiteren Finalplätze sicherten sich Nacho Baltasar Summers (Spanien), Adrien Mestre (Frankreich), Yun Pouliquen (Frankreich) und Duncan Monaghan (Großbritannien).
Top 8 Damen:
Top 8 Herren: