SURF
· 23.06.2025
Der zweite Tag der iQFOiL International Games 2025 in Kiel entschädigte Athleten und Zuschauer für den windstillen Auftakt. Bei auffrischendem Wind konnten in allen Klassen mehrere Rennen absolviert werden. Die Senioren absolvierten fünf Läufe, während die Junioren vier Rennen aufs Wasser brachten.
Bei den Herren setzte sich der Pole Tomasz Romanowski an die Spitze des Feldes. Mit zwei Laufsiegen und konstant starken Platzierungen in den übrigen Rennen segelte er sich an die Tabellenspitze. Romanowski zeigte sich zufrieden mit seiner Leistung: “Fünf Rennen bei etwa 8 Knoten Wind heute, dazu etwas Seegras und hohe Temperaturen. Ich habe es geschafft, ziemlich gut abzuschneiden und führe im Moment, freue mich aber schon auf die nächsten Rennen an den kommenden Tagen mit starkem Wind.” Auf den Plätzen folgten Lokalmatador Fabian Wolf und der Koreaner Gunhak Choi, die ebenfalls überzeugende Leistungen zeigten. Wolf profitierte dabei sichtlich von seiner Vertrautheit mit den Bedingungen auf der Kieler Förde.
Max Körner liegt nach den ersten Rennen auf Platz vier, Lenny Friemel ist Neunter. Die weiteren Deutschen im Hauptfeld sind Jakob Ditzen auf Platz 22, sowie Levin Rosken und Bastian Weber auf 37 und 38.
Bei den Damen dominierten die Französinnen das Geschehen. Lucie Belbeoch fuhr mit starken und konstanten Ergebnissen an die Spitze der Wertung. Ihre Teamkollegin Marion Couturier und Sophia Meyer komplettierten die Top 3. Belbeoch blickte bereits voraus: “Fünf Slalom-Rennen bei wechselhaftem Wind, wir hatten viele schöne Kämpfe unter uns Mädels. Aber morgen und Dienstag wird es windig, das wird eine ganz neue Regatta – ich kann es kaum erwarten!” Foil-Weltmeisterin Jutine Lemeteyer liegt auf Platz sechs, Alica Stuhlemmer ist vorerst Zwölfte.
In der U19-Wertung zeigte der Norweger Henrik Løset Eriksen eine taktisch kluge Vorstellung und sicherte sich die Führung nach dem zweiten Wettkampftag. Er freute sich über die guten Bedingungen: „Heute hatten wir einen sehr schönen Tag, es war windig bei 30 Grad, wir sind um 11:30 Uhr gestartet und haben alle fünf Rennen absolviert. Für heute Nacht ist ein großer Sturm vorhergesagt, also müssen wir unser Material sichern und freuen uns auf einen sehr guten Tag morgen." Hinter ihm liegen Erik Wehkamp und Paul Regber auf den Platzen zwei und drei, insgesamt besteht das zehnköpfige Feld aus sieben deutschen Nachwuchs-Fahrern.
Besonders spannend verliefen die Rennen in der gemischten U17-Klasse. Hier konnten die Mädchen durchaus mit den Jungen mithalten. Die Niederländerin Anna Korevaar beeindruckte mit einem zweiten Platz in einem der Läufe. Am konstantesten segelte in dieser Altersklasse die Italienerin Ginevra Giunti. Sie zeigte sich zufrieden mit ihrer Leistung: „Heute war so ein guter Tag für mich, die ersten drei Rennen waren gut, dann bin ich im letzten an der letzten Boje gefallen, aber ich bin ziemlich zufrieden mit meinen Starts und den Halsen. Ich muss an den Vorwindkursen arbeiten, das ist etwas, worin ich mich wirklich verbessern möchte im Hinblick auf die Weltmeisterschaft in Brest in einem Monat. Mir gefiel es, mit den Jungs zu fahren, und ich freue mich auf mehr davon morgen."
Bei den U17-Jungen stach der Schwede David Bleistein heraus, der alle Rennen des Tages für sich entscheiden konnte – eine beeindruckende Leistung in diesem stark besetzten Feld. Mit Julian Ahrens und Gustav Poeschke liegen zwei GER-Starter direkt hinter ihm auf den Podiums-Rängen.
Für die kommenden Tage ist deutlich mehr Wind vorhergesagt, was die Rennen noch einmal deutlich anspruchsvoller machen dürfte. Besonders das Course Racing, das nun auf dem Programm steht, wird die Athleten vor neue Herausforderungen stellen. Die Junioren starten am Dienstag um 12:00 Uhr, die Senioren folgen um 14:30 Uhr. Die Rennen werden live auf www.kielerwoche.tv übertragen.