SURF
· 26.05.2026
Nach sechs intensiven Wettkampftagen krönte sich Luuc Van Opzeeland zum iQFOiL-Europameister 2026. Der niederländische Olympia-Bronzemedaillengewinner setzte sich in der entscheidenden Medal Series gegen die Top-Ten der Final Series durch. Bei den Frauen triumphierte Tamar Steinberg aus Israel. Die Neuseeländerin Aimee Bright belegte Platz zwei, Shahar Tibi komplettierte als zweite Israelin das Podium. Bei den Männern sicherte sich der Däne Johan Søe Silber, während Italiens U23-Athlet Federico Alan Pilloni Bronze holte. Der vom Clube Naval de Portimão ausgerichtete Wettbewerb bot den 192 Startern aus 42 Nationen das komplette Spektrum des iQFOiL-Formats. Von taktischem Course Racing über explosive Sprints bis hin zu thermischen Brisen, Levante-Winden und atlantischem Swell erlebten die Athleten sämtliche Facetten. Die Medal Series am Samstag wurden live auf dem offiziellen iQFOiL YouTube Channel übertragen.
Das Viertelfinale der Frauen lieferte bereits packende Duelle. Die Spanierin Pilar Lamadrid erwischte einen starken Start, doch Shahar Tibi und Frankreichs Hélène Noesmoen rundeten die erste Tonne an der Spitze. Noesmoen übernahm kurzzeitig auf der Kreuz die Führung, bevor Tibi mit überlegener Downwind-Geschwindigkeit die Kontrolle übernahm und den Sieg einfuhr. Lamadrid sicherte sich im Sprint gegen Noesmoen den zweiten Qualifikationsplatz. Im Halbfinale dominierten Lamadrid und Tibi von Beginn an. Beide Athletinnen führten ihre Rennen vom Start bis zum Ziel und qualifizierten sich für das große Finale. Das entscheidende Rennen entwickelte sich zum Höhepunkt der EM. Lamadrid traf den Start perfekt, doch Gesamtführende Steinberg fand schnell zu ihrer Geschwindigkeit und erreichte als Erste die obere Tonne. An der unteren Boje verdichtete sich das Feld wieder, während Tibi stetig aufholte und an der zweiten Kreuzmarke vollständig in den Kampf um den Sieg zurückkehrte.
In den entscheidenden Manövern behielt Steinberg die Nerven und sicherte sich den Rennsieg, der ihr den Europameistertitel 2026 einbrachte. Aimee Bright profitierte vom Vorteilspunkt, den sie als Zweitplatzierte der Final Series ins Grand Final mitbrachte, und wurde Zweite der Gesamtwertung.
Das Viertelfinale der Männer startete für Israels Yoav Omer holprig. Nach schwachem Start entschied er sich früh für einen anderen Kurs als der Rest des Feldes. Diese taktische Entscheidung zahlte sich aus und verschaffte ihm einen komfortablen Vorsprung bis ins Halbfinale. Frankreichs Tom Arnoux qualifizierte sich als Zweiter. Das Halbfinale war bereits beim Start chaotisch, gleich drei Athleten überquerten die Linie zu früh. Federico Alan Pilloni, Tom Reuveny und Yoav Omer mussten mit einer Fünf-Sekunden-Verzögerungsstrafe neu starten. Trotz des Rückschlags beurteilte Reuveny die Kreuz-Layline perfekt, arbeitete sich zurück und sicherte sich gemeinsam mit Pilloni den Platz im Grand Final.
Das entscheidende Männerfinale begann mit perfekten Starts von Luuc Van Opzeeland und Johan Søe in seinem ersten Event nach seinem Rückzug aus dem PWA- Worldcup. Beide trugen bereits einen Match-Point-Vorteil in das Rennen. Auf der ersten Raumschot griff Federico Alan Pilloni aggressiv an und übernahm kurzzeitig die Initiative. Van Opzeeland reagierte sofort auf der folgenden Kreuz, gewann die Kontrolle zurück und rundete die obere Marke vor Pilloni. Auf der finalen Raumschot verlor der Niederländer beinahe die Kontrolle über sein Board, behielt jedoch die Fassung und überquerte als Erster die Ziellinie. Damit krönte er sich zum iQFOiL-Europameister 2026. Johan Søe sicherte sich dank seines Match-Points aus dem Grand Final den zweiten Gesamtrang. Federico Alan Pilloni krönte seine Durchbruchsregatta mit der Bronzemedaille gegen eines der stärksten Felder des olympischen Zyklus. Nach sechs Tagen hochklassigen Racings in sämtlichen atlantischen Bedingungen bestätigte die Meisterschaft Portimão als erstklassigen Austragungsort für Olympic Windfoiling und unterstrich die außerordentliche Tiefe der iQFOiL-Klasse auf dem Weg nach Los Angeles 2028.
Die deutschen Starterinnen und Starter waren in den Medal Series nicht dabei. Sophia Meyer beendete die EM auf Rang 72, sie war nach den ersten beiden Tagen nicht mehr angetreten. Emma Schleicher holte Rang 61. Bei den Herren fuhr Max Körner auf Platz 78, Lenny Friemel holt Rang 83, Fionley Evans wurde 96.
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