Am vierten Tag bei der iQFoil-WM vor Lanzarote wurde das Feld in Gold- und Silver-Fleet aufgeteilt. Wind zwischen 14 und 15 Knoten aus Ost, der zeitweise unter zehn Knoten fiel, sorgte für knifflige Bedingungen. Theresa Steinlein zeigte ein bärenstarke Leistung, sie kletterte Dank Top-Platzierungen auf drei, vier und sieben im Gesamtranking bis auf Platz elf nach vorne. Damit ist sie in Schlagdistanz zum Einzug in die Medal Races, wenn sie heute daran anknüpfen kann und unter die ersten zehn kommt.
Die Bronzemedaillengewinnerin von Tokio, Emma Wilson, zeigt einmal mehr, dass sie in Topform ist. Obwohl sie ein schlechtes Rennen hatte - einen 33. Platz, den sie als Streicher nahm - konnte sie in den übrigen Rennen ihren Vorsprung mit zwei weiteren Siegen, einem zweiten und einem achten Platz halten.
Von den 15 Rennen bei den Damen hat die Britin elf gewonnen. Trotzdem sie ihren Platz für Paris 2024 bereits gesichert hat, lässt Wilson nicht nach. “Wenn man sie in der Nähe hat, weiß man, dass es ein guter Kampf werden wird”, sagt die Zweitplatzierte Pilar Lamadrid. Die Spanierin verbessert sich um einen Platz und rückt mit einem sehr konstanten Tag (4-7-6-5 in den ersten vier Rennen) auf den zweiten Platz vor. Es war auch ein guter Tag für die Israelin Katy Spychakov, die auf den dritten Platz vorrückt und die Führung in der nationalen Auswahljagd für die Olympischen Spiele übernimmt. Auch Alisa Engelmann fuhr sehr stark und gewann zwei Rennen in der Silver Fleet, sie liegt nun auf Rang 49. Sophia Meyer konnte ebenfalls einmal in die Top Ten fahren und ist jetzt 65.
Bei den Männern bleibt Luuc van Opzeeland in Führung, er gewann ein Rennen und ergänzte diesen Sieg mit mehreren Top-Platzierungen. Am konstantesten jedoch war heute der Italiener Nicolo Renna, der hinter dem niederländischen Spitzenreiter auf den zweiten Platz vorrückte. Dritter ist der Israeli Tom Reuveny, der sich für die Olympischen Spiele qualifizieren will, um sein Land in diesem Sommer in Marseille zu vertreten. Der Überflieger von Mittwoch, Nico Goyard, liehgt nun auf Platz acht.
Sebastian Kördel hingegen fuhr mit den Plätzen 25, 37, 43, 36 und 47 weit entfernt von der Spitzengruppe und seinem Ziel WM-Titel. Damit rutschte er auf Platz 31 ab, der Einzug in die Medal Races ist damit wohl nicht mehr drin. Warum Kördel nach dem guten Start in die WM so eingebrochen ist, dazu hat er sich bislang nicht geäußert. Fabian Wolf liegt auf Platz 68, er konnte in der Silver Fleet zweimal als Fünfter ins Ziel fahren. Jonne Heimann liegt auf Platz 98.
Heute sollen ein Marathon und weitere Kursrennen gestartet werden. Dabei entscheidet sich dann, welche zehn Fahrerinnen und Fahrer in die Medal Series am Samstag einziehen, wo die Entscheidung über die Weltmeister-Titel fällt. Die Rennen werden live auf dem YouTube-Kanal der iQFOiL-Klasse übertragen.
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