Kostenlose medizinische BeratungSurfmedizin e.V. berät und betreut die PWA-Profis

SURF Redaktion

 · 17.03.2026

Kostenlose medizinische Beratung: Surfmedizin e.V. berät und betreut die PWA-ProfisFoto: Carter/pwaworldtour.com
Auf Sylt gab es bereits das “Surfers Hospital” von der Surfmediziner für kostenlose Versorgung - jetzt wird die Kooperation ausgebaut.
Die PWA kooperiert ab sofort mit Surfmedizin, einem gemeinnützigen Verein von Ärzten und Medizinern. Alle registrierten PWA-Athleten erhalten kostenlosen Zugang zu sportmedizinischer Beratung – 365 Tage im Jahr, ohne Verträge oder Gebühren. Das Team aus aktiven Wassersportlern bietet Hilfe bei Verletzungen, Rehabilitation und Prävention.

Die PWA hat eine Zusammenarbeit mit Surfmedizin gestartet, die allen registrierten Athleten kostenlose medizinische Unterstützung bietet. Der gemeinnützige Verein wurde von Ärzten und medizinischen Fachkräften gegründet, die selbst aktiv im Wassersport unterwegs sind. Thomas Gangl, einer der Gründer, erklärt die Motivation: „Surfmedizin ist ein gemeinnütziger Verein, der von Ärzten und medizinischen Fachkräften gegründet wurde, die nicht nur eine Leidenschaft für Medizin haben – sondern auch für Wassersport. Wir alle sind selbst aktive Windsurfer, Kitesurfer, Surfer oder Segler, daher verstehen wir wirklich die Anforderungen des Sports, das Reisen, den Wettkampfdruck und natürlich die typischen Verletzungen, die damit einhergehen können.” Das Ziel sei klar definiert: sportfokussierte, praktische und zugängliche medizinische Unterstützung speziell für Wassersportathleten bereitzustellen – von ambitionierten Amateuren bis hin zu World Tour Profis. Die Kombination aus medizinischer Expertise und praktischer Erfahrung auf dem Wasser mache einen großen Unterschied.

Direkter Zugang ohne Bürokratie

Die Kontaktaufnahme kann unkompliziert per E-Mail oder über Social Media erfolgen. Nach einer kurzen Erstaufnahme mit grundlegenden Details wie Name, Disziplin, aktuellem Standort, medizinischem Problem und relevanter Krankengeschichte verbindet das Team die Athleten mit dem passenden Spezialisten aus dem Netzwerk. „Es gibt keinen komplizierten Prozess. Keine Bürokratie. Der Fokus liegt auf schneller, praktischer Hilfe – egal ob sie sich am Veranstaltungsort befinden oder irgendwo abgelegen zwischen den Stopps”, betont Gangl.

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Die Motivation für dieses kostenlose Angebot wurzelt in der eigenen Erfahrung als Athleten. Das Team weiß, wie schwierig der Zugang zu qualitativ hochwertiger, sportspezifischer medizinischer Beratung sein kann, wenn man ständig unterwegs ist – besonders im internationalen Wettkampfumfeld. Durch das Angebot kostenloser Unterstützung sollen Barrieren beseitigt werden. Wenn ein Athlet zögert, Hilfe zu suchen, weil es um Kosten, Komplexität oder Unsicherheit geht, sei das bereits ein Problem. Die Botschaft lautet: Wenn sich etwas falsch anfühlt, meldet euch. Frühe Beratung verhindere oft langfristige Probleme.

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Prävention immer effektiver als Rehabilitation

Die Unterstützung beschränkt sich nicht auf Verletzungsbehandlung. Das Surfmedizin-Team hilft bei akuten Verletzungen, Rehabilitationsstrategien, Rückkehr-zum-Sport-Entscheidungen und Zweitmeinungen. Prävention sei jedoch genauso wichtig. Athleten können sich zu Trainingsplanung, Ernährung, Regenerationsstrategien oder biomechanischen Optimierungen beraten lassen. Je früher Experten eingebunden werden, desto besser. Prävention sei immer effektiver als Rehabilitation.

Das Team plant, bei ausgewählten Events im Worldcup persönlich präsent zu sein, wann immer möglich. So gab es beispielsweise zuletzt beim Worldcup Sylt immer eine feste Anlaufstation, die viele Athleten besucht haben. Unabhängig von physischer Präsenz bleibt die medizinische Fernunterstützung jedoch immer verfügbar – bei jedem Event und zwischen den Events. Auch wenn das Team nicht am Strand steht, ist es nur eine Nachricht entfernt.

​Schmerz ist Information, keine Schwäche.” (Thomas Gangl, Surfmedizin e.V.)

Beratung, um Verletzungen zu vermeiden

Die wichtigsten Präventionsmaßnahmen sind laut Gangl relativ einfach, aber äußerst effektiv. Dazu gehören ein angemessenes Aufwärmen, besonders für Schultern und unteren Rücken, sowie Krafttraining zur Stabilisierung von Schultergürtel und Rumpf. Regeneration spiele eine zentrale Rolle – Schlaf, Flüssigkeitszufuhr, strukturierte Ruhetage und angemessene Ernährung seien entscheidend. Athleten sollten auf frühe Warnsignale hören: „Schmerz ist Information, keine Schwäche", betont Gangl.

Die häufigsten Probleme bei Windsurfern umfassen Überlastungsverletzungen der Schulter wie Muskelzerrungen und Instabilität, Schmerzen im unteren Rücken, Kniezerrungen sowie akute Aufprallverletzungen bei Stürzen, insbesondere Verletzungen des Mittelfußes, bekannt als Lisfranc-Verletzungen. Diese spezifische Kenntnis typischer Wassersportverletzungen unterscheidet Surfmedizin von allgemeiner Sportmedizin. Das Team versteht die biomechanischen Belastungen und kann gezielt beraten, wie Athleten ihre Körper auf die spezifischen Anforderungen des Windsurfens vorbereiten können.

Mehr Infos unter surfmedizin.org


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