Lüderitz Speed Challenge 2025“Eine kleine Enttäuschung” - Björn Dunkerbecks Lüderitz-Bilanz

SURF Redaktion

 · 02.12.2025

Enttäuschen wegen zu wenig Wind, Zufriedenheit über die dennoch erzielten GEschwindigkeiten - Björns Lüderitz-Bilanz 2025
Foto: Peter Davis/LSC
​Pete Davis traf Björn Dunkerbeck an seinem letzten Tag in Lüderitz, bevor dieser zu seinem vollen Terminkalender in Europa zurückkehrte. Wie seine Bilanz ausfällt, was seine weiteren Pläne sind.

Björn, wie war Lüderitz 2025 dieses Jahr für dich?

Ich muss sagen, dass dieses Jahr sehr ruhig war. Wir hatten ein paar Sessions auf dem Kanal, die ziemlich viel Spaß gemacht haben, aber mit Höchstgeschwindigkeiten von 90 km/h waren sie nicht besonders schnell. Aber ich muss sagen, dass der Kanal wirklich gut aussieht, die Linie ist sehr gerade und es gibt viel Wasser im Kanal. Leider war es eine sehr regnerische Saison, und das beschleunigt die Winde hier unten in Lüderitz nicht gerade. Der Wind war nicht so stark, wie wir uns alle gewünscht hätten. Ich fahre also mit einer kleinen Enttäuschung nach Hause, weil ich etwas mehr Wind erwartet hatte. Ich habe tatsächlich nur mein 45-Zentimeter-Speedboard gefahren, das normalerweise mein Warm-up-Board ist. Ich hatte vier verschiedene 40er-Boards dabei, die ich aber nicht im Kanal fahren konnte. Nicht ein einziges Mal! Ich habe ein paar Starts mit meinem neuen 40er gemacht; das ist etwas dicker, aber es reichte einfach nicht aus, um mit 5.7 den ganzen Kanal hinunter zu kommen. Mit dem serienmäßigen Starboard Isonic Speed 45 habe ich eine Höchstgeschwindigkeit von fast 90 km/h erreicht, das ist eigentlich sehr positiv. Aber ich hätte mir etwas mehr Wind gewünscht.

​ Ich fahre mit einer kleinen Enttäuschung nach Hause, weil ich etwas mehr Wind erwartet hatte.”

Bist du nach deinen Operationen wieder komplett fit?

Ja, das würde ich sagen. Letztes Jahr war ich nach meiner Genesung noch ziemlich frisch und ich spürte, dass meine rechte Hüfte nbeim Surfen heiß wurde. Und dieses Jahr muss ich sagen, dass ich überhaupt keine Probleme hatte, weder bei der Vorbereitung auf Gran Canaria noch hier nach den Trainingseinheiten. Natürlich fühlt man sich nach ein paar Stunden auf dem Speedboard ein wenig steif, aber das ist das normale, gesunde Gefühl nach dem Windsurfen. Aber ich bin wirklich glücklich. Meine linke Hüfte hält nach sechs Jahren immer noch sehr gut, und die rechte ist seit zwei Jahren topfit, und ich hatte mich auf ein paar richtig starke, spaßige Tage auf dem Kanal gefreut, aber leider ist es nicht dazu gekommen.

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Du hast neben deinem 100-Stundenkilometer-Projekt noch viele andere Dinge auf dem Plan. Was liegt in der nächsten Zeit an?

Nun, zunächst einmal werde ich eine Woche zu Hause sein, dann fahre ich nächste Woche zur ISPO. Es ist die letzte ISPO in München, nach 44 Jahren zieht sie nach Amsterdam um. Danach fahre ich nach Österreich, um mich mit den Leuten vom Red Bull-Hauptquartier zu treffen und ein bisschen über die Saison und die Pläne für nächstes Jahr zu sprechen. Vom 16. bis 21. Dezember findet dann zum fünften Mal in Folge das Stand-up-Paddle-Wave-Event auf Gran Canaria statt. Kurz danach ist Weihnachten, also wird alles ziemlich schnell gehen. Und dann werde ich auf der boot in Düsseldorf sein, am 17., 18., 19. und 20. Januar, wo wir mit unserer Saltwater Kids Academy ein Kindercamp am Pool veranstalten werden. Und dann natürlich die Vorbereitung des World Cups in Pozo vom 4. bis 12. Juli 2026!

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Du hast die Waterspeed App ziemlich intensiv beworben, erzähl uns ein bisschen was darüber!

​GPS ist sehr wichtig für das Speed-Windsurfen und Speed-Segeln im Allgemeinen. Man kann sehr gut und präzise Höchstgeschwindigkeiten messen und ein Live-Tracking integrieren, und Waterspeed ist wirklich die beste App für alle Wassersportarten, ich arbeite bereits seit drei Jahren mit ihnen zusammen. Inzwischen gibt es die App auch für Android, man kann Challenges durchführen oder seine eigenen persönlichen Veranstaltungen ansetzen. Es funktioniert nicht mehr nur auf dem Smartphone, wie es am Anfang der Fall war, sondern die App wurde verbessert und kann nun mit jeder Smartwatch kombiniert werden: Apple Watch, Ultra, Garmin, Coros, Suunto. Das macht es sehr einfach und benutzerfreundlich.

Vielen Dank!

Interview: Peter Davis


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