Der Schutz und die Wiederherstellung von mariner Biodiversität, das ist das Ziel der gestern gestarteten Kampagne von Patagonia. Mit einer Petition, einer Reihe von Filmen und Veranstaltungen in ganz Europa möchte Patagonia möglichst viele Menschen mobilisieren und die Regierungen auffordern, die Grundschleppnetzfischerei zu beenden. Erster Schritt soll ein sofortiges Verbot in Meeresschutzgebieten und küstennahen Zonen sein.
Zu den Kampagnenpartnern in Europa gehören die NGOs Bloom, Blue Ventures, ClientEarth, Environmental Justice Foundation, Oceana und Seas At Risk Scotland.
“Die Grundschleppnetzfischerei ist eine der schädlichsten Praktiken, die der Mensch unseren Meeren zufügt. Sie zerstört die Ökosysteme des Meeresbodens, verursacht Überfischung und tötet wahllos alles Leben, von Schildkröten und Rochen bis zu Haien”, erklärt Patagonia. “Zudem hat sie enorme Auswirkungen auf das Klima. Das Schleppen von Netzen über den Meeresboden verbraucht mehr Treibstoff und verursacht viermal mehr Emissionen als andere Arten der Fischerei. Sie stört das kohlenstoffbindende Sediment und vernichtet die Meerespflanzen und -tiere, die den Kohlenstoff aus der Atmosphäre aufnehmen.”
Anstelle dieser zerstörerischen Praxis wirbt Patagonia mit der Kampagne und den zugehörigen Filmen für regenerative Alternativen wie 3D-Meeresfarmen und die Wiederherstellung von Seegraswiesen. Etwa die Hälfte der Beschäftigten in der europäischen Fischerei, die häufig von der Grundschleppnetzfischerei betroffen sind, sind Kleinfischer:innen. Die Kampagne gibt ihnen eine Plattform und fordert, dass sie bei der notwendigen Umstellung unterstützt werden.
Zudem organisiert Patagonia eine Reihe von Veranstaltungen mit Kurzfilmen, Musik und Expert:innen- Gesprächen. Die acht kurzen Dokumentarfilme erzählen die Geschichten von Menschen auf der ganzen Welt, von Südkorea und dem chilenischen Patagonien bis Portugal und Wales, die die Dinge selbst in die Hand nehmen und zeigen, wie die Menschen mit und nicht gegen das Meer arbeiten können.
Zu den Filmen gehören unter anderem:
Mehr zur Kampagne unter eu.patagonia.com/oceans

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