ProAm Windsurf CupFabian Wolf dominiert am Wittensee vor zwei Wingfoilern

SURF

 · 24.06.2024

Fabian Wolf gewinnt am Wittensee auf dem Foil und in der Gesamtwertung, Jonne Heimann liegt auf der Finne vorne
Foto: Henning Frenzel/Choppy Water
Mit einer Regatta in One Hour-Format ging es am Wochenende weiter beim ProAm Windsurf Cup. Am Wittensee waren auch Wingfoiler am Start. Neben Fabi Wolf fuhren auch Jonne Heimann und Yannick Holste ganz nach vorne

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­Der dritte ProAm Windsurf Cup in Folge führte Windsurf-Profis und Hobby-Fahrer am Wochenende an den Wittensee. Dort ging es im One Hour-Format um die Bojen: Wer innerhalb der Zeitlimits die meisten Runden auf dem Konto hat, liegt vorne. Am Samstag konnten drei Läufe durchgeführt werden, am Sonntag reichte der Wind leider nicht mehr für weitere Rennen.

Erstmals waren am Wittensee nicht nur Windfoiler und Windsurfer, sondern auch Wingfoiler am Start. Alle Rider gingen gemeinsam auf die Bahn, die Windsurfer mussten sich zwischen Finne und Foil entscheiden. Fabian Wolf dominierte, er gewann alle drei Wettfahrten am Samstag und sicherte sich so als Windfoiler überlegen den Gesamtsieg vor den beiden Wingfoilern Yannik Holste und Frank Rosin.

Fabian Wolf auf dem Windsurf-Foil unschlagbar

Fabian Wolf ließ von der ersten Wettfahrt an nichts anbrennen und beherrschte das Feld mit beeindruckender Sicherheit. Dreimal konnte er die meisten Runden bei den auf Zeit angesetzten Rennen einfahren. Damit führte der sonst in der olympischen iQFOiL Class aktive Athlet das Ranking mit der Idealpunktzahl von 0,0 an.

Auf Platz zwei folgt Alexander Neubert. Der Neumünsteraner, der aktuell auf dem dritten Platz in der Foiling Jahresrangliste liegt, wurde damit seiner Favoritenrolle gerecht. Mit drei zweiten Plätzen kommt er auf 6,0 Punkte und sichert sich so Platz zwei. Auf dem dritten Platz folgt der sechzehnjährige Paul Regber. Mit einem zweiten, einem dritten und einem fünften Platz summiert der aktuell beste Nachwuchsfahrer im California Windsurf Cup 10.0 Punkte. Er bestätigt damit seine hervorragenden bisherigen Saisonleistungen. Jesse Richter und Hauke Kallsen vervollständigen die Top fünf in der Disziplin Foiling.

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Durch seinen dritten Platz kann Paul Regber auch die Youth U21 Wertung des ProAm Windsurf Cup Wittensee für sich entscheiden. Auf Platz zwei der Youth U21 Wertung folgt Jesse Richter vor Pelle Bo Behrendt. Eva Lotte Grünbaum folgt als beste Dame nur einen Platz dahinter. Die Wertung für das vorolympische iQFOiL Youth&Junior Equipment konnte ebenfalls Paul Regber gewinnen. Eva Lotte Grünbaum sicherte sich Platz zwei vor Philipp Köhlert. Bei den Grandmastern (Ü50) siegte Michael Brozio vor dem Dänen Finn Noer und Michal Gerowski.

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Jonne Heimann siegt nach Schott-Crash im Fin Slalom

Aufgrund des insgesamt leichten Windes entschieden sich die meisten Fahrer, die normalerweise in beiden Disziplinen aktiv sind, für die Disziplin Foiling und gegen einen Start auf der Finne. Jonne Heimann jedoch lies sich die Chance nicht entgehen und gewann überlegen die Disziplin Fin Slalom am Wittensee. Nach einem zweiten Platz im ersten Lauf gewann Heimann die anschließenden beiden Wettfahrten. Oliver Schott startete mit einem Sieg und einem zweiten Platz, in Race 3 fiel er jedoch nach einem massiven Crash mit einem entgegenkommenden Wingfoiler aus. Zum Glück wurde keiner der beiden Sportler ernsthaft verletzt. Genügen Runden sicherten Schott aber einen zweiten Platz im Gesamt-Ranking. Auf Platz drei folgt Bernd Langbehn vor Hauke Drews und Robert Ahlborn.

Yannik Holste bei Wingfoiling-Premiere vorne

Im Rahmen des ProAm Windsurf Cups feierten auch die Wingfoiler ihre Contest-Premiere am Wittensee. Neun Winger bereicherten das Feld der Windsurfer und sorgten so für zusätzliche Spannung. Mit zwei Laufsiegen und einem zweiten Platz gewann Yannick Holste. Auf Platz zwei folgt der Topfavorit Frank Rosin vor Kim Holste. Malte Pries und Kjeld Hansen komplettieren die Top 5 im Wingfoiling.

Erfolgreiche Premiere des One Hour Formats

Peer Jensen war es als Organisator des ProAm Windsurf Cups Wittensee mal wieder gelungen, eine erfolgreiche Regatta auf die Beine zu stellen. Das One Hour Format bot als Zeitrennen eine interessante Abwechslung zu den sonst üblichen Slalomformaten. Aufgrund der Bedingungen und der Teilnehmerstruktur machte die Regattaleitung von der Option gebrauch, die Laufzeit zu verkürzen. Der Großteil der Fahrer begrüßte die Entscheidung, von einer Stunde auf 45 bzw. später sogar 30 Minuten zu verkürzen. Der Grundidee „einfach mal ballern“ tat dies keinen Abbruch.

“Ich bin absolut begeistert von diesem Wochenende. Die Bedingungen am Samstag waren einfach perfekt – besser hätte man es sich nicht wünschen können”, sagte Organisator Peer Jensen anschließend. “Der konstante Wind mit strahlender Sonne hat dafür gesorgt, dass alle Teilnehmer voll auf ihre Kosten gekommen sind und sichtlich Freude am Geschehen hatten, sowohl auf dem Wasser als auch an Land. Am Abend haben wir das Event mit Live-Musik abgerundet, was für eine tolle Stimmung und viele gute Gespräche gesorgt hat. Es war ein rundum gelungener Tag. Leider hatten wir am Sonntag nicht genügend Wind, um weitere Rennen durchzuführen. Trotzdem war das Wochenende insgesamt ein voller Erfolg und das Feedback der Teilnehmer war durchweg positiv. Ich freue mich schon auf das nächste Jahr!“

Am kommenden Wochenende steht dann der nächste Event des California Windsurf Cups in Pelzerhaken auf dem Programm.


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