Rum statt Champagner: Justine Lemeteyer und Matteo Iachino bekamen beim bei der Siegerehrung des PWA Foil Slalom World Cup auf Guadeloupe regional passende Getränke. Die hätten sie auch schon vorher genießen können, denn auch zum Abschluss reichte der Wind nicht mehr für weitere Rennen. Somit blieb es beim Stand nach dem dritten Wettkampftag, an dem beide das Geschehen dominierten.
Auch für die deutschen Starter änderte sich demensprechend nichts mehr: Lars Poggemann startet die Saison mit einem guten 13. Platz, während Nico Prien mit Rang 18 etwas enttäuscht sein dürfte.
Justine Lemeteyer zeigte sich nach ihrem Sieg vor Lina Erzen und Blanca Alabau überglücklich: "Der Event war großartig, und ich wollte unbedingt in der französischen Karibik gewinnen, deshalb fühlt es sich noch besser an, hier zu siegen." Für die Weltmeisterin von 2024 hat sich der Sponsoren-Wechsel ausgezahlt: "Es hat im Winter einige Zeit gedauert, mich nach vier Jahren mit der gleichen Ausrüstung umzugewöhnen, aber jetzt bin ich schneller als zuvor." Die Siegerin blickt bereits gespannt auf die kommenden Wettkämpfe.
Bei den Herren dominierte Matteo Iachino das Geschehen, hinter ihm landeten Pierre Mortefon und Alexandre Cousin. Der Italiener gewann jeden einzelnen Heat, in dem er antrat - eine Leistung, die er selbst als einzigartig in seiner Karriere beschrieb: "Ich glaube, ich habe noch nie jeden Heat gewonnen, in dem ich gestartet bin. Es fühlt sich unglaublich an!”
Iachino betonte die Bedeutung der Wintervorbereitung für seinen Erfolg: “Wir zeigen nie die Höchstleistung. Vielleicht haben wir wirklich gutes Material, aber wenn man dieses magische Setup finden, will man es während des Trainings nicht einsetzen.” Zudem habe er Board und Segel verbessern können, das Foil sei unverändert geblieben.
Ein wichtiger Faktor für Iachinos Dominanz war die Anpassung seiner Renntaktik. Er erklärte: "Ich habe eine andere Strategie auf dem Kurs gewählt. Vorherhatte ich mich noch an die Taktik für Finnen-Rennen orientiert, jetzt haben ich es angepasst. Es hat funktioniert, also bin ich glücklich." Der Italiener betonte, dass es oft die kleinen Dinge sind, die den großen Unterschied ausmachen.
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