Alle schauten beim Fly! ANA Windsurfing World Cup auf den Montag, der die Entscheidung bringen sollte. Nach zwei spannenden Renntagen mit viel Leichtwind sollte es laut den Vorhersagen heute etwas mehr Wind geben. Doch nix da: Der gesamte Tag - aufgrund der Zeitverschiebung für uns Europäer die Nacht von Sonntag auf Montag - war ein einziges Wartespiel, der Wind kam nicht über ein paar Knoten hinaus, nur die “stärksten” Böen erreichten höchstens zehn Knoten. Zu wenig für faire Rennen, zumal wenn eine WM-Entscheidung ansteht.
Da für den morgigen Dienstag in den Vorhersagen noch weniger Wind angekündigt ist, sind weitere Rennen vor dem Mount Fuji eher unwahrscheinlich. Das bedeutet, dass sich an den Rankings vermutlich nichts mehr ändern wird und die WM entschieden sein könnte.
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Pierre Mortefon und Justine Lemeteyer haben also die besten Aussichten, morgen um diese Zeit in einer Champagner-Dusche zu stehen und Weltmeister zu sein. Mortefon macht damit das Racing-Double perfekt, er holte bereits den ersten Slalom X-Titel der Geschichte. Der Franzose fuhr bei den Rennen in Japan äußerst konstant und gewann die erste Elimination - danach jedoch fand Johan Søe in den “Beast Mode” und ließ dem Rest keine Chance mehr. Platz zwei in Yokosuka reicht für Mortefon, um die WM knapp vor Daniele Benedetti zu holen.
Justine Lemeteyer hingegen fuhr in Japan nicht ganz so überlegen wie in der bisherigen Saison. Der 22 Jahre alten Französin unterliefen am ersten Renn-Tag kleinere Fehler, gestern patzte sie dann im Finale gleich doppelt und liegt damit im Ranking hinter ihrer engsten Verfolgerin Marion Mortefon. Doch Dank zweier Siege auf Fuerte und Sylt ist das Polster für Lemeteyer dick genug, dass auch ein zweiter Platz in Japan für ihren ersten WM-Titel reicht!

Redakteur