SURF
· 04.08.2023
Der amtierende Weltmeister Adrien Bosson zog ins große Finale ein, nachdem er sich in einem unglaublich engen Halbfinale gegen Yentel Caers durchgesetzt hatte. Der Franzose lag die meiste Zeit des Heats hinter Caers, doch schlug in der Schlussphase zu, um das Unentschieden auf den Kopf zu stellen – er gewann schließlich mit 46,5 zu 44,9 Punkten. Im Finale zeigte sich der 32-Jährige dann erneut in bestechender Form, denn seine Kombination von sauberen Power Moves war zu viel für Antony Ruenes. Bosson erzielte mit 47,8 Punkten seine persönliche Höchstpunktzahl des Wettbewerbs und gewann verdientermaßen die Single Elimination.
Wie Bosson erzielte auch Ruenes im Finale (mit 41 Punkten) seine persönliche Höchstpunktzahl des Wettbewerbs, nachdem er einen No-Handed Burner und einen No-Handed Ponch gelandet hatte – doch es reichte nicht, um seinen Freund und Landsmann zu besiegen. Zuvor hatte Ruenes im Halbfinale einen souveränen Sieg über Amado Vrieswijk errungen, der dem 34-Jährigen seinen ersten Podiumsplatz seit Sylt 2014 sichert, denn der schlechteste Platz, den er jetzt in der Rückrunde noch erreichen kann, ist der dritte. Ruenes wurde hier 2015 in der Single Elimination Dritter, verletzte sich dann aber am Fuß und fiel auf den sechsten Platz zurück.
Yentel Caers sicherte sich den dritten Platz auf dem Podium in der Single Elimination, nachdem er mit 51,1 Punkten den höchsten Heat-Score des Wettbewerbs erzielt hatte. Der Belgier war leicht frustriert, weil er den Einzug ins große Finale so knapp verpasst hatte. Denn im Halbfinale gegen Bosson fehlte Caers ein Shifty auf der Außenseite, aber gegen Vrieswijk in Heat 16, zeigte der Weltmeister von 2019 einen tadellosen Heat, in dem er nicht nur einen Shifty, sondern sogar einen Shifty-Shaka landete. Caers sah unglaublich gefährlich aus und wird auf seine Chance in der Double Elimination hoffen!
Vrieswijk war ein wenig frustriert, dass das Halbfinale in etwas leichterem Wind ausgetragen wurde. Das Kraftpaket, das sich mittlerweile auf die Racing-Disziplin konzentriert, wirkte auf seinem 4.8er Freestyle-Segel manchmal deutlich untermotorisiert. Er unterlag Ruenes um etwas mehr als vier Punkte. Doch der 27-Jährige fuhr trotzdem einen soliden Lauf im kleinen Finale um die Plätze drei und vier – mit einem Ergebnis von 46,2 Punkten – hatte aber gegen einen brandgefährlichen Caers das Nachsehen.
Mehrere Fahrer starteten am Nachmittag ihr Comeback, als die Double Elimination gestartet wurde.
Der bisher beeindruckendste Teilnehmer in den frühen Runden der Double war Lennart Neubauer, der die Enttäuschung über sein Ausscheiden in der ersten Runde der Single Elimination wohl schnell vergessen hatte. Der ehemalige Jugendweltmeister lieferte mit 41,3 Punkten den am höchsten bewerteten Lauf des gesamten Wettbewerbs ab (als noch drei anstatt vier Manöver pro Seite zählten) und ließ damit Dudu Levi hinter sich, der mit seiner Auslosung etwas Pech hatte – seine 30,1 Punkte hätten in den meisten anderen Läufen zum Weiterkommen gereicht. Anschließend schaltete Neubauer noch Bodhi Kempen mit einer weiteren Glanzleistung aus. Es wird nicht viele Fahrer geben, die es heute in den kommenden Runden der Double mit dem 19-Jährigen, der derzeit die European Tour anführt, aufnehmen wollen.
Mit einer sehr guten Vorhersage für die letzten beiden Tage des Events, ist mit weiterer explosiver Action zu rechnen. Schaltet also am Freitag und Samstag in den Live Stream ein, um zu sehen, ob Sarah-Quita Offringa und Adrien Bosson ihre Führung erfolgreich verteidigen können. Um 11 Uhr ist heute Skippers Meeting, die Action beginnt frühestens ab 11:30 Uhr (GMT+1). Viel Spaß.