Der achte Tag des Playa Surf CBbC Hotel Tenerife El Médano Windsurf Grand Slam entwickelte sich zum bisher intensivsten Wettkampftag des Events. Von 10:00 bis 19:30 Uhr Ortszeit gab es Action auf dem Wasser, die Bedingungen in El Cabezo präsentierten sich zeitweise hervorragend mit meterhohen Wellen.
In der U21-Mädchenklasse setzte sich Alexia Kiefer Quintana souverän durch - wenig überraschend, nachdem sie am Vortag bereits Sarah-Quita Offringa im Pro-Women-Finale stark herausgefordert hatte. Wie schon in Gran Canaria sicherte sich Quintana den Sieg vor Maria Morales, die an ihrem Homespot den zweiten Platz belegte. Lisa Wermeister und Helena Lale komplettierten das Finale auf den Plätzen drei und vier.
Ähnlich dominant präsentierte sich Sol Degrieck in der U18-Mädchenklasse. Die Belgierin, die im gestrigen Single Elimination-Finale der Damen den dritten Platz belegt hatte, zeigte eine herausragende Performance mit zwei Wellen im exzellenten Bewertungsbereich und einem gelungenen Forward Loop. Mit dieser überzeugenden Leistung verwies sie Trine Gobisch, Lizzlotte Schilling Andrew und Natsuki Wakasa auf die Plätze.
In der U18-Jungenklasse machte Javier Escribano diesmal kurzen Prozess. Nachdem er in Gran Canaria noch den Umweg über die Double Elimination nehmen musste, sicherte sich der 16-jährige Spanier diesmal direkt den Sieg. Escribano legte einen starken Start hin, indem er schnell einen exzellenten Pushloop landete, was ihm ermöglichte, sich für den Rest des Heats auf die Wellenwertung zu konzentrieren. Peter Gobisch wurde Zweiter vor Ryoma Sugi und Bjørn Olesen, der in Gran Canaria noch Dritter geworden war.
Bei den U15-Jungen setzte sich Vasily Zakharko mit überlegener Wellenperformance durch. Ramon Barutell dominierte zwar in der Luft, konnte aber keine zweite Wellenwertung erzielen, die er für den Sieg benötigt hätte. Dennoch sicherte er sich den zweiten Platz vor Anton Gobisch und Daniel Dunkerbeck, dem jüngsten Spross der Dunkerbeck-Dynastie.
Als die Bedingungen immer besser wurden, ging es in die Double Elimination der Profis. Nach ihrem überraschenden Ausscheiden im Viertelfinale des Vortags - auch wegen eines gebrochenen Mastes - startete die Titelverteidigerin Lina Erpenstein erfolgreich in ihre Aufholjagd. Nach ihrer schweren Fußverletzung Anfang des Jahres in Chile gewann Lina gestern beide ihrer Heats. Diese Wettkampfpraxis dürfte für Erpenstein besonders wertvoll sein, um wieder vollständig in den Rhythmus zu finden.
Maria Behrens qualifizierte sich im gleichen Heat für die nächste Runde, ihr gelang ein anständiger Forward Loop sowie zwei solide Wellenwertungen, was in ihrem Heat ausreichte. Zuvor hatte sie in einem rein deutschen Heat bereits den ersten Platz vor Sybille Bode, Maike Lang und Nadia Jablonski belegt. Für Bode war dann in der zweiten Runde Schluss, dort gewannen Cori McFarlane und Milanka Linde. Cori McFarlane beeindruckte mit kraftvollen Manövern auf den Wellen, darunter ein Turn, bei dem sie die Finnen komplett aus dem Wasser brachte und dennoch die Kontrolle behielt, was ihr 5,75 Punkte einbrachte.
Bei den Herren erwischte Dieter van der Eyken die Welle des Tages. Der Belgier erzielte die erste exzellente Wellenwertung des Events mit einer beeindruckenden Kombination aus einem kraftvollen ersten Turn und einem perfekt ausgeführten Frontside 360. Van der Eyken, der bereits in der Single Elimination dynamisch auftrat, setzte seine starke Form fort und qualifizierte sich für die fünfte Runde der Double Elimination.
Moritz Mauch gelang ebenfalls der Einzug in die nächste Runde, obwohl er zugab, sich mit dem größeren Material nicht ganz so dynamisch zu fühlen. Dennoch zeigte der Deutsche eine exzellente Vielfalt an Turns. Mauch und van der Eyken beendeten damit die Aufholjagden von Arthur Arutkin und Jules Denel, die sich beide von der ersten Runde an durch mehrere Heats gekämpft hatten. Henri Kolberg und Laurin Schmuth kamen beide in die zweite Runde, schieden dort jedoch beide relativ knapp aus. Für Nick Spangenberg, Anton Richter und Marlon Maethner war bereits in Runde eins wieder Schluss.
Heat 41 wurde erst am späten Abend abgeschlossen, nachdem er zuvor aufgrund nachlassenden Windes abgebrochen werden musste. Die Bedingungen waren äußerst schwierig, da bei Ebbe der Wasserstand extrem niedrig war - das Risiko, die Finnen an den Felsen zu verlieren, war allgegenwärtig. Local Julian Salmonn sicherte sich einen knappen Sieg vor Alessio Stillrich, während die Combeacks von Baptiste Cloarec und Hayata Ishii hier zu Ende waren. Ishii hatte zuvor die zweithöchste Wellenwertung des Tages erzielt, nachdem er einen der besten Frontside 360s des Tages gelandet hatte. Sein Landsmann Takuma Sugi hatte weniger Glück in Heat 37 - er schied trotz Punktgleichheit mit Cloarec aus, da der Franzose die höhere Einzelwellenwertung von 5,12 Punkten vorweisen konnte.
Die Vorhersage für Samstag hat sich verbessert, da die nordöstlichen Passatwinde anhalten könnten - während frühere Prognosen von WindGuru noch Südwinde anzeigten. Mit etwas Glück werden wir entweder weitere Wave-Action oder Slalom-Rennen sehen, da heute der letzte Tag der Slalom X-Wettkampfperiode ist.
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