El Cabezo bot am vierten Tag des PWA World Cups auf Teneriffa richtig spaßige Bedingungen, die es ermöglichten, die Single Elimination der Herren bei bis zu kopfhohen Wellen und 20-25 Knoten Wind auszufahren. Die besten Wave-Windsurfer der Welt zeigten was in solchen Bedingungen möglich ist, und das man keine Scheu haben sollte, auch mal zu größerem Wave-Material zu greifen, um das meiste aus den gegebenen Bedingungen rauszuholen. Nach dem Ende der Single Elimination der Männer ging die Master-Flotte zum ersten Mal in dieser Woche aufs Wasser, wo der 46-Jährige PWA-Kommentator Ben Proffitt mit einem Sieg an sein Ergebnis in Pozo Izquierdo anknüpfen konnte.
Marc Paré brach sich Anfang des Jahres beim Training auf Maui den Fuß – dies machte seine Ambitionen auf den Weltmeistertitel für ein weiteres Jahr zunichte. Doch die große Enttäuschung konnte er gestern wieder gut machen, indem er eine Meisterleistung hinlegte und die Single Elimination vor Julian Salmonn, Victor Fernandez und Liam Dunkerbeck gewann. Der Spanier lieferte im Halbfinale und im Finale nahezu perfekte Double Forwards ab, auch seine Wellenritte waren astrein und er steht nun kurz vor seinem ersten Sieg auf der World Tour. Was für ein großartiges und schnelles Comeback nach solch einer biestigen Verletzung (Lisfranc-Bruch).
El Cabezo ist die Heimat von Salmonn, und der 26-Jährige sah während der gesamten Single Elimination wie der Mann aus, den es zu schlagen gilt, denn er zeigte sein typisches, stylisches Waveriding, zu dem auch viele Manöver wie Air Takas gehören. Im Finale fehlten dem Deutschen nur 1,66 Punkte auf Paré. Aber nach seinem ersten Podium in Pozo ist ihm nun hier auf Teneriffa ein weiterer Podiumsplatz sicher, egal was noch passiert.
Victor Fernandez mag mittlerweile vierzig sein, aber er zeigt keine Anzeichen, dass er langsamer wird, da er weiterhin mit der neuen Generation in der Welle mithalten kann. Fernandez zeigte seinen gewohnt mühelosen Flow auf der Welle und landete dazu hohe, einfüßige Backloops, um sich den letzten Platz auf dem Podium in der Single Elimination zu sichern.
Liam Dunkerbeck konnte sich in der gestrigen Single Elimination für sein erstes Finale auf der World Tour qualifizieren, wobei der junge Spanier mit seinen Double Forwards, zu denen auch ein 8,10-Punkte-Double im Finale gehörte, viel Schaden anrichtete, aber er fand nicht ganz die Wave-Scores, um im Finale um den Sieg zu kämpfen, während er das Podium um nur 0,02 Punkte verpasste.
Dieter van der Eyken, der auf Gran Canaria mit Platz vier sein bisher bestes Ergebnis auf der PWA Wave World Tour erreichte, nutzte seine Ortskenntnis und sicherte sich in der Single Elimination zusammen mit Ricardo Campello den fünften Platz. Der Belgier verletzte sich kurz nach dem Event in Pozo, erholte sich aber rechtzeitig zu seinem Heim-Event mit Bravour.
Hayata Ishii und Miguel Chapuis beeindruckten in der Single Elimination und zogen beide ins Halbfinale ein, wo sie gemeinsam den siebten Platz belegten.
Die Top Ten werden derzeit komplettiert von Mike Friedl, der seinen bisher besten Tag auf der World Tour erlebte, dem aktuellen Tour-Führenden Marino Gil, der in den letzten Sekunden von Dunkerbeck vom Einzug ins Halbfinale abgehalten wurde, dem 18-jährigen Tobias Bjørnaa, der ebenfalls seinen bisher besten Tag hatte, und Takuma Sugi.
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