SURF
· 24.03.2026
Die World Windsurf Tour startet 2026 mit einem Paukenschlag: Der Quatro Maui Pro kehrt nach über zwei Jahrzehnten als kleinerer Event vom 30. März bis zum 4. April wieder als Fünf-Sterne-Major zurück. Letztmals fand im April 2005 der Auftakt der World Tour auf Maui statt. Jetzt gibt es wieder maximale Punkte für die Rangliste, viele Favoriten möchten gerne mit einem guten Ergebnis in die Saison starten. Über 100 der weltbesten Waverider sind schon gemeldet und treffen an dem legendären Break aufeinander, der als spirituelle Heimat des Windsurfens gilt. Mit dem Sloha Classic im Herbst (geplant für den 19. - 30. Oktober) erlebt Maui gleich zwei Fünf-Sterne-Events in einer Saison.
Marc Paré aus Spanien reist als amtierender World Wave Champion an und will seinen Titel verteidigen. Marcilio Browne, viermaliger Weltmeister aus Brasilien, gewann 2025 den Maui Pro und kennt Hoʻokipa wie seine Westentasche. Philip Köster bringt fünf Weltmeistertitel mit und zählt zu den explosivsten Wave-Seglern der Gegenwart, auch wenn Hookipa nicht zu seinen Lieblingsspots gehört. Víctor Fernández, dreimaliger Weltmeister aus Spanien, komplettiert das Quartett der Titelanwärter mit der Erfahrung und Power, die vor Hoʻokipa den Unterschied machen. Die Starterliste liest sich wie ein Who's who des Sports, jeder Name steht für Weltklasse. Ein starkes Ergebnis hier prägt die gesamte Saison, niemand kann sich einen Fehlstart leisten.
Traditionell treffen die Allrounder aus dem Worldcup auf herausragende Locals: Morgan Noireaux und Bernd Roediger bringen zusammen sieben Aloha Classic Titel mit – vier und drei. Beide kennen jeden Riff-Abschnitt, jeden Swell-Winkel, jede Verschiebung der Passatwinde. Camille Juban aus Guadeloupe, der für Frankreich startet, holte zweimal den Aloha Classic. Antoine Martin, ebenfalls aus Guadeloupe, gewann 2019 den Aloha Classic und gilt als eines der explosivsten Talente der Tour. Diese Locals nutzen ihre Ortskenntnisse als taktische Vorteile, die internationale Konkurrenz muss sich auf fremdem Terrain behaupten.
Kai Lenny, einer der gefeiertsten Watermen seiner Generation, steht vor einer besonderen Situation: Erstmals finden zwei WWT-Fünf-Sterne-Majors in seinem Heimatrevier statt. Da die Saisonwertung aus den besten vier Resultaten berechnet wird, können auch die Down-the-Line-Spezialisten strategisch punkten. Auch Morgan Noireaux, der Sieger des Aloha Classic 2025, gehört zu den Favoriten
Marine Hunter aus Frankreich ist als Titelverteidigerin des Maui Pro 2025 dabei und trifft unter anderem auf Lina Erpenstein, die nach ihrer Verletzung im vergangenen Jahr wieder voll dabei ist. Top-Favoritin ist natürlich Sarah-Quita Offringa, die letztes Jahr ihren vierten Sieg beim Aloha Classic holte. Angela Cochran aus Hawaii, viermalige Aloha Classic Siegerin, vertritt die Masters. Die junge Generation klopft laut an: Sol Degrieck aus Belgien war im vergangenen Jahr lange im Rennen um den WM-Tiel mit dabei und holte auf Sylt ihren ersten Event-Sieg. Sarah Kenyon aus Australien ist frisch gekrönte Junior-Weltmeisterin.
„Maui ist das Herz dieses Sports", sagt WWT Commissioner Simeon Glasson. „Zwei Fünf-Sterne-Events 2026 auf Maui zu haben, ist ein Statement dazu, wohin sich professionelles Windsurfing bewegt.” Livestream-Kommentator Kai Katchadourian ergänzt: „Maui hat seit dem PWA-Worldcup im April 2005 kein Frühjahrs-Event mehr gesehen, zwei volle Jahrzehnte. Es ist großartig, es zurück im Kalender zu haben. Wenn man in die Geschichte der Wave-Events in Hoʻokipa zurückblickt, fanden einige der denkwürdigsten Wettbewerbe im Frühling während des langjährigen O'Neill Invitational statt, das von den frühen Achtzigerjahren bis Mitte der Neunzigerjahre lief. DaKine, Chiemsee und sogar Unternehmen wie Jeep sponserten Events auf Hoʻokipa im Frühling. Maui erwacht immer mit reichlich Energie zum Leben, wenn wir die weltbesten Windsurfer sehen, wie sie aufs Wasser gehen und die Elemente herausfordern.”
Alles zum Quatro Maui Pro unter worldwindsurftour.com