Zank auf Funktionärsebene: F2 ist aus dem Worldcup-Pool ausgetreten und hat einen eigenen “Verein zur Förderung des Surfports” gegründet in dem sieben deutsche Hersteller vertreten sind. Fanatic hingegen weigert sich beizutreten. Peter Brockhaus und Udo Schütz teilen in separaten surf-Interviews gegeneinander aus - sehr unterhaltsam zu lesen, auch wenn die Streitpunkte nicht mehr aktuell sind. Brockhaus prangert an, dass der Worldcup sich nicht um die Basis kümmere, es seien “mehrere sehr dumme Beschlüsse” gefasst worden. Sein Vorschlag waren weniger Werksfahrer, sondern dafür Amateure und Qualifikanten aus darunter angesiedelten Regatten wie dem Euro Funboard Cup. Fanatic- Boss Schütz hingegen wirft Brockhaus “kleinkarierte Kirchturmpolitik” vor, der neugegründete Verein repräsentiere wegen der Zugangsbeschränkungen nicht die Surfindustrie, sondern nur einen kleine Teil davon. F2 hingegen wolle “den Erfolg von Robby Naish nicht mehr mitfinanzieren” und zweifle daran, dass aus dem Worldcup marktgerechte Bretter kommen, fasst surf in einer Frage zusammen. Schütz kontert: “Dann frag ich mich, warum er den ganzen Sommer die Racy Cat zum Vergleichstest gebraucht hat, um seinen Lightning zu tunen!”
Bis heute eine der mysteriösesten Geschichten der Windsurf-Historie: Wenige Wochen vor dem Erscheinen war Arnaud de Rosnay verschwunden. Der französische Baron wollte bekanntlich auf Friedensmission von China nach Taiwan surfen und verschwand kurz nach dem Start spurlos. surf-Autorin Angelika Schäfer rekonstruiert die letzten Tage und Stunden vor dem Verschwinden. Rosnay startet ohne Genehmigung, er reist als Tourist ein und wählt seinen Startpunkt so, dass er außer Reichweite der Kriegsschiffe des nächsten Militärhafens ist. Deswegen muss er auch ohne Begleitboot starten. Seine zwei Begleiter, ein Fotograf und ein Material-Spezialist von NeilPryde, reisen sofort nach dem Start nach Hongkong zurück. Eigentlich sollte der Baron am späten Nachmittag ankommen, doch der vereinbarte Anruf aus Taiwan bleibt aus. Dafür treffen drei Tage später die offiziellen Genehmigungen der chinesischen und taiwanesischen Regierung doch noch ein. Kurz darauf wird Rosnay als vermisst gemeldet, es startet eine umfangreiche Suchaktion auf dem Meer und hunderten unbewohnten Inseln. Weder Board noch Rigg noch sonstige Hinweise werden gefunden. Doch im Februar 1985 herrscht immer noch Hoffnung, dass Rosnay wieder auftaucht, das wird auch in einem persönlichen Text eines Wegbegleiters deutlich. Heute wissen wir: Es wird dabei bleiben, dass Arnaud de Rosnay spurlos verschwand - ohne Happy End für seine Frau Jenna de Rosnay und Tochter Alizé.
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Redakteur
Tobi verantwortet alles Digitale – von der surf-Webseite bis zu den Social-Media-Kanälen – und sorgt täglich für frischen Bild- und Videocontent. Seine Surf-Wurzeln reichen vom Münsterland über Ijsselmeer, Brouwersdam und Sylt bis nach Kiel und Heidkate. Heute lebt er seit über zehn Jahren in Hamburg als „Weekend Warrior“ und ist so oft wie möglich mit Campingbus und Familie unterwegs – bevorzugt an Ostsee, SPO, Dänemark sowie in Finnland, Schweden oder Sardinien.