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Eine Legende ist Josh Stone 2005 schon lange, viele Jahre hat der Prototyp des hawaiianischen Sunnyboys das Windsurfen geprägt und verkörpert. Dass es bei ihm nicht immer so sonnig zuging, wird in der Geschichte über Familie Stone deutlich: Vater Tom, ein beinharter und anerkannter Surfer an Oahus North Shore mit polynesischen Wurzeln, war noch sehr jung, als Josh zur Welt kam. Als Mitglied der gefürchteten Black Shorts und Danke dem einen oder anderen krummen Geschäft gab er hin und wieder mal ein Gastspiel in der Gefängniszelle, die Eltern trennten sich früh. Doch er gab seinen Söhnen Josh und dem später geborenen Jason auch eine tiefe Liebe zum Meer mit. Als Lifeguard in Kailua war er gemeinsam mit Robby Naish und Pete Cabrinha einer der ersten Windsurfer dort, später lebte die Familie nur ein paar Häuser von Naish entfernt. “Wann immer ich ihn surfen sah, wurde meine Leidenschaft stärker und der Ehrgeiz größer”, so Josh. Dessen Aufstieg zum weltweiten Windsurf-Star konnte Vater Tom jedoch nur aus der Ferne verfolgen - seine Söhne hatten den Kontakt zu ihrem Vater abgebrochen, nachdem dieser am Strand einen Homosexuellen verprügelt hatte. Doch irgendwann näherten sich die Stones wieder an, und für diese Reportage luden sie den kanadischen Journalisten Alex Jowett zu einem Opfer-Ritual am Haleakala, bei dem er in die Familiengeschichte eintauchte. Geopfert hat sich Jowett übrigens auch - indem er mit einer Art Schlitten den Abhang hinterraste.
Der Mann hat sich kaum verändert: Minipli und Pilotenbrille waren auch vor 20 Jahren schon die gleichen, als Atze Schröder der Shooting-Star der Comedy-Szene war. Entspannt hat sich der TV-Macho beim Windsurfen, nach ersten Schritten bei Paula Klemt und Fortgeschrittenen-Kurs bei surf-Tester Jonas Holzhausen hat er sich einen Bulli und eigenes Material zugelegt. Beim Surf-Trip nach Norderney traf sich Atze mit den surf-Redakteuren, hielt sich aber von den üblichen Kegelclub-Hotspots fern: “Da sieht man sehr viele hässliche Menschen, die viel zu viel getrunken haben.” Seine Idole sind - neben Bernd Flessner und Josh Stone - die Surf-Aussteiger: “Ich hab immer schon die Surfer bewundert, die am Gardasee oder in Südfrankreich von der Hand in den Mund leben und ihre Leidenschaft haben Das hat mich wach gemacht. Ich wollte wissen - was ist der Kick daran, wie kann man alles aufgeben und nur noch surfen wollen?” beschreibt Atze. “Mittlerweile kann ich das gut verstehen!” Auch wenn er die goldenen Achtziger, in denen er vermutlich optisch und vom Auftreten her nicht weiter aufgefallen wäre, verpasst hat, glaubt er fest an einen zweiten Windsurf-Boom. “Und dann bin ich in den Schlaufen und springe meine ersten Moves!”
Mehr als 15 Jahre nach den ersten Computer-Shapes (siehe surf 1/1989) hat Fanatic-Shaper Sebastian Wenzel die CAD-Technologie etabliert. In seiner Werkstatt in Portugal übernimmt eine computergesteuerte Fräse die Hobel-Arbeit, Wenzel selber sitzt im sauberen Büro. Die Hoffnung ist, Änderungen an Prototypen viel gezielter umzusetzen, denn “an die Genauigkeit einer computergesteuerten Fräse kommt der beste Shaper nicht heran.” Allein das Deck eines Waveboards bestehe aus 55.000 Koordinaten, erzählt Wenzel. Um das Programm zu bedienen, musste er “vier Leitzordner mit über 1000 Seiten” Anleitung pauken. Danach musste noch eine gebrauchte CNC-Fräse auf die Anforderungen angepasst werden - Wenzel lockte einen Experten mit einem kostenlosen Algarve-Urlaub in seine portugiesische Wahl-Heimat.
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