Der surf-Test ist seit jeher knallhart, objektiv und ein zentraler Baustein des Magazins. Neben Noten und Fahreindrücken, die dabei naturgemäß im Fokus stehen, tragen aber auch die Bilder maßgeblich zum Gesamteindruck des Testes (und auch der Produkte) bei. Deswegen wird früher genau wie heute viel Wert auf die Test-Fotos gelegt. Der damalige Chefredakteur Gerd Kloos würdigt deswegen in seinem Editorial einen Test-Fotografen, der den Look über viele Jahre prägte: Heinz Endler ließ sich alleine für den 1997er Test auf fahrenden Lastwagen festschnallen, stellte einen Haufen Statisten mit Rum so lange ruhig, bis das gewünschte Bild im Kasten war, und ließ zehn Hühnchen als Requisite grillen und anschließend an Passanten verteilen. Heute sind die Motive für Titelbilder oftmals etws näher am Windsurfen, aber nicht weniger aufwendig: Bei jedem Test stehen lange Fotosessions aus dem Wasser, von Land, mit der Drohne oder von einem Gerüst auf dem Plan.
“It can’t be roses and Weißbier all the time!” antwortet Robby Naish auf die Frage, warum er sich immer noch das kalte Wasser beim Worldcup auf Sylt antut. Die surf-Leser konnten ihre Fragen an die Legende einreichen und Robby lieferte Antworten. Zum Beispiel, ob man eines seiner Board kaufen könne (ja, wenn man nach Hawaii kommt), ob er noch den Van aus “RIP” fährt (nein, an Ant Baker verkauft), ob auch er manchmal an Moves verzweifelt (ja, etwa am Doppelloop und der Landung beim Goiter) und was er als PWA-Manager anders machen würde (viel). Spannend ist unter anderem die Geschichte, wie der heutige Multimillionär seine erste Ausrüstung finanziert hat: Mit Babysitting, dem Verkauf von bemalten T-Shirt, dem Erlös aus dem Verkauf eines geschenkten Hobie-Cats und einer aufgelösten Lebensversicherung. Und am Ende stellt Robby noch klar, dass trotz der vielen Party-Geschichten die meisten Worldcupper echte Profis seien: “Das Problem ist, dass die Surfmedien gerade die, die am lautesten schreien und durch ihre Partygewohnheiten auffallen, glorifizieren!” Die Mehrzahl seien echte Profi-Sportler, die entsprechend leben würden, betont Robby. Übrigens: Eine ähnliche Frage-Antwort-Aktion gab es vor Kurzem anlässlich Robbys 60. Geburtstag noch einmal: King Robby wird 60: Karriere, Erfolge, Rückschläge – Robby Naish antwortet ehrlich wie nie
Sonnenuntergänge sind immer wieder faszinierend, wenn man sie live miterlebt. Im besonderen, orange schimmernden letzten Licht des Tages selber auf dem Wasser zu sein, ist dabei die Krönung für jeden Windsurfer. Und es hat sogar praktische Vorteile, wie surf in einer Art Essay aufzeigt: Der Spot ist leer, die Nachmittagssurfer sind ausgelaugt, der Wind eventuell sogar etwas besser. Doch während man in Nordeuropa ganze Regatten im Sonnenuntergang durchziehen kann, ist das Vergnügen in der Karibik nur kurz. Und wenn es dann plötzlich dunkel wird, lässt sich der Strand kaum noch erkennen, dafür kommen möglicherweise andere, hungrige Locals an die Oberfläche... Begleitet wird die Schwärmerei von kunstvoll-verwischten Bildern einer Hookipa-Session im Sonnenuntergang von Jason Polakow.
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