In 46 Tagen von New York nach Frankreich: Stephane Peyron ist 1987 als erster alleine über den Atlantik gesurft, und das ohne Begleitboot. Der Franzose hatte eine Spezial-”Brett” unter seinen Füßen, dass eher einer Segelyacht als einem Board glich, und ihm einen Schutzraum bot. Den hatte der 27-Jährige auch nötig: Vom Sturm vor Neufundland über Flaute bis hin zum engen Kontakt mit Riesen-Frachtern gab es so manch brenzlige Situation. Einmal blickte Peyron sogar geradewegs in den Propeller eines Container-Riesen - nur mit Glück blieb sein Gefährt unbeschädigt. Doch zwischendurch machte er gut Strecke, teils fast 300 Kilometer am Tag. Technisch läuft alles soweit einwandfrei, doch Peyron kämpft mit Einsamkeit und Depressionen. “Ich erkenne, dass ich für Derartiges nicht geschaffen bin”, vertraut er seinem Tagebuch an. Zugleich hat er gesundheitliche Probleme durch einen länger zurückliegenden Leistenbruch und eine Verletzung an der Hand, die er unter ärztlicher Anleitung per Funk selbst behandelt. Auf Höhe der Azoren trifft sich Peyron mit einem portugiesischen Marine-Schiff, um seine Vorräte aufzufüllen und von seiner Freundin aufgemuntert zu werden. Noch einmal wird er von einem Sturm gebeutelt, bevor er nach 46 Tagen in Frankreich an Land geht - körperlich am Ende, aber gefeiert. “Ich bin kein Held”, sagt er, und fügt später hinzu: “Ich habe Glück gehabt. Doch ich glaube, diesmal habe ich den Bogen etwas zu weit gespannt.” Er habe gespürt, dass seine Freunde Angst um ihn gehabt hätten. Er habe aber kein Recht, mit den Gefühlen anderer Menschen zu spielen.
“Die Stars von Hookipa tragen jetzt Kopfschutz!” staunt die surf. Angesichts immer radikaler werdender Sprünge und einiger Verletzungen - gebrochene Schlüsselbeine und Nasen, Platzwunden - greifen schon damals einige Stars zu Helmen. “Die Fahrer probierten alle Versionen: Fahrradhelme, Kajakhelme, Polohelme, Skihelme... Obwohl keiner dieser Kopfschützer speziell fürs Windsurfen entwickelt wurde, taten sie doch alle ihren Dienst”, schreibt Autor Sun Star. Die Zahl der Verletzungen habe sich deutlich reduziert. Nach anfänglichen Spötteleien und “Macho-Gehabe der starken Männer” seien die Surf-Helme inzwischen akzeptiert - und gelten sogar als “Zeichen des Muts”: “Helm plus radikale Manöver ist gleich weniger Verletzung und deshalb noch mehr radikale Manöver.” Und während es erste Modelle mit Kopfhörer und Radio gibt, bieten die Helme sogar noch mehr Fläche für die Sponsoren der Profis!
Ein Jahr um die Welt, mit Stopps auf Hawaii, Neuseeland, Fidschi und Australien! surf-Leser Jogi März hat sich mit einem Round-The-World-Ticket “bei irgend so ‘ner ‘Never-Come-Back-Airline’” einen Traum erfüllt. Extra für den Trip hat sich Jogi sogar ein extra leichtes Board gebaut, einen dreiteiligen Mast von North bekommen und ein Boardbag selber geschneidert. Doch der erste Flug Richtung Honolulu startet in London, Jogi aber sitzt in Schwaben. Um budget-schonend nach Gatwick zu kommen, soll es per Anhalter nach Großbritannien gehen. Was er dabei erlebte, hat Jogi äußerst unterhaltsam für surf aufgeschrieben. Die erste Etappe geht bis kurz vor die niederländische Grenze in einem Wohnmobil mit sehr viel Platz - auf der Hinreise nach Italien hatte der Fahrer noch deutlich mehr Gepäck, wie er andeutet... Der nächste Fahrer erweist sich als Glücksgriff, per LKW geht es bis auf die Insel, sogar mit Koje und Frühstück auf der Fähre. Der Wiener Fahrer (”Hast a Läächn drin oda wos?”) organisiert sogar noch per CB-Funk die Weiterfahrt Richtung Flughafen. Nach einem Zwischenstopp in Dover (”Die englischen Mädels sehen immer noch so schlimm aus...”) wird Jogi schließlich kurz vor dem Flughafen abgesetzt - mitten auf der Autobahn. Der letzte Schritt in einem klapprigen Transport samt äußerst zweifelhaftem Fahrer ist dann zum Glück auch schnell geschafft. Was für eine Story!
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