“Vor allem drei Fahrer” stechen in Hookipa heraus, dem unbestrittenen Herz des Windsurfsports. Neben Altmeister Mark Angulo sind das damals Levi Siver und Marcilio Browne. surf hebt die drei “Kings of Maui” auf eine Bühne und lässt die Facebook-Gemeinde lobhudeln. Mark Angulo ist inzwischen weitgehend von der Bildfläche verschwunden, Levi Siver rippt nach wie vor in Hookipa - und Brawzinho ist mit fünf WM-Titel und einem Allround-Talent von Down-the-line bis Mega-Sprüngen selbst eine Legende. Doch die Hookipa-Lorbeeren teilen sich beide heute mit einer Schar ebenbürtiger Style-Master wie Bernd Roediger, Camille Juban, Morgan Noireaux und vielen mehr!
Träume in Grün, gelb und rot, die werden in Kiel-Wik produziert. Dort sitzt Windfinder, einer der ersten digitalen Forecast-Anbieter und auch heute noch in den Top drei der Wind-Dienste für Wassersportler. Ideengeber war ein Anbieter von Echtzeit-Winddaten aus den USA, der jedoch keinerlei Interesse an einer Expansion nach Deutschland zeigte. Also machten sich Gründer Oliver König und drei Bekannte selbst ans Werk, starteten einen Live-Dienst in kleinem Umfang und integrierten schon bald auch Vorhersagen. Dass das nicht mehr nebenbei als Liebhaber-Projekt zu stemmen war, wurde bald klar, und mit Jonas Kaufmann kam ein professioneller Programmierer hinzu. Er sorgte dafür, dass aus den Daten-Mengen der Meteorologen die Angaben herausgelesen werden, die Surfer interessieren. Und der Rest ist Geschichte: Mit Apps, Super-Forecasts, animierten Strömungskarten und vielem mehr entwickelt sich Windfinder auch heute noch ununterbrochen weiter!
Niemand mag Leichtwind. Vor allem den Profis kann es eigentlich gar nicht windig genug sein. Wirklich? Das lebende und zaubernde Gegenbeispiel ist Cesar Finies, der beim allerkleinsten Hauch mit seinem Segel unfassbare Dinge anstellt und damit auch heute noch regelmäßig die Insta-Gemeinde begeistert. Sein “Flowstyle” war 2012 brandneu, surf hat Cesar auf Bonaire besucht und sich ein paar seiner Geheimnisse verraten lassen. Die Idee kam ihm beim BMX-Fahren, das Prinzpi des Schleuderns um die Lenk-Achse übertrug er dann aufs Windsurfen. Auch wenn manche Bewegung schnell sein muss “reicht es aus, zu wissen, wann man sich wo hinstellen muss.” Neue Tricks werden zunächst an Land trainiert, bevor es auf ein XXL-Board mit Mini-Finne - Cesars kleines Geheimnis - aufs Wasser geht. Die Basics seien Helitacks, Sail-Body-360er, Schothorn voraus fahren und back, fahren, damit könne man schon viel kombinieren. Auch wenn Cesar zugeben muss, dass er regelmäßig sein Equipment zerstört und schon mal ein Segel auf das Dach einer Strandbar geflogen ist, ist Flowstyle sein Ding. Beim Worldcup (ja, er führt auch bei viel Wind super!) hatte Finies sogar mal einen Segel-Wurf in seinen Heat integriert - wurde aber disqualifiziert, weil sein Board nicht angemeldet war...
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