Der “erste große Bruchversuch der Test-Geschichte”: im surf-Labor werden 70 (!) Masten so weit geboben, bis sie in einem ohrenbetäubenden Knall bersten. Eine Woche lang zerstört Tester Helmut Schellinger im Service-Auftrag Masten am Fließband - und ist fix und fertig: “Man müßte schon ein Sadist sein, um von dieser Prozedur nicht angegriffen zu werden”, stöhnt er. Denn ein Mastbruch ist normalerweise für jeden Surfer ein Albtraum: lange Schwimmeinlage, kaputtes Material, Urlaub hinüber, Ersatz-Kauf. Als Hauptursache für brechende Masten werden “Killergabeln” identifiziert: Die Schnellverschlüsse waren Ende der achtziger noch nicht so ausgereift, die Fasern der Masten wurden reihenweise gequetscht und so zur Sollbruchstelle gemacht. Und noch eine Erkenntnis: ein mängelfreier Mast bricht bei normalem gebrauch nicht auf Flachwasser - nur bei Waschgängen in der Welle sind die Kräfte so groß, dass die Bruchfestigkeit überschritten wird.
Beim Test widmete sich surf im Sommer 1988 den Mauerblümchen: Kaum jemand kaufte damals noch die Serien-Riggs der Brett-Hersteller (nur das Board zu kaufen wurde noch als “semi-komplett” bezeichnet), sondern separate Segel. Wieso eigentlich? surf testete sieben vermeintliche Notlösungen und kam zum Schluss: “Die Zeiten, in denen die traditionellen Segelmacher ihr Know-how ausschließlich in ihre eigenen Kollektionen steckten und die Tücher für die Serienbretter nur zur Kapazitätsauslastung im Billigstil schneiderten, sind vorbei.”
“Billig und schwer”, so lautete die wenig schmeichelhafte, aber perfekt getroffene Headline für einen weiteren Test. Neben den Top-Marken gab es noch mehrere Hersteller, die günstige Low-Tech-Boards für Gelegenheits-Windsurfer anboten. “Narbiges PE oder schlichtes ABS und ein Gewicht von bis zu 20 Kilo erinnern an historische Surfgeräte”, so der ungeschönte erste Eindruck - auch wenn die Shapes selber durchaus modern sind. Passenderweise wird ein Test-Kandidat für den Fotografen mit einem Bootskran ins Wasser gehievt. Und auch in der Praxis können die meisten nicht wirklich überzeugen, der Bic Calypso (”nach ersten Schätzungen eines der meistverkauften Bretter auf dem Weltmarkt”) fällt ohne moderne Mastschiene, nicht funktionierendem Schwert und gebremsten Fahrverhalten komplett durch.
“Mit schwarzen, traurigen Knopfaugen schauen die sterbenden Robben in die Fernsehkameras” - der Artikel über die Verschmutzung der Nordsee startet gleich mit einer Keule. Schon die wenig zimperliche Headline lautet “Die Nordsee-Mörder sind unter uns”. So brachial das Stück daherkommt, so ernst ist der Hintergrund: Neben dem von einem Virus beschleunigten Robbensterben leidet die Nordsee unter massiver Belastung durch Umweltgifte. Deswegen soll gezeigt werden, was jeder Surfer tun kann, um die Umwelt zu entlasten: Reinigungsmittel ohne Schadstoffe verwenden, Müll vermeiden, bewusst einkaufen.
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