Wette unter FreundenDie Pushloop-Challenge, oder: Nudelsuppe zum Frühstück

Manuel Vogel

 · 08.08.2026

Wer beim Pushloop loslässt, kann viel besser die Aussicht genießen.
Foto: Marius Gugg
Dies sollte eine Heldengeschichte über die „Mission Pushloop“ werden. Herausgekommen ist eine Story über Schleudertraumata, kaputtes Material, und ja, Nudelsuppe. Wie konnte das passieren?

Themen in diesem Artikel

Da sitzt er nun, mein Kumpel Matze, und löffelt schweigend kalte Nudelsuppe vom Vortag aus einem großen Topf. An uns zieht die Landschaft vorbei und die Sonne macht sich langsam auf den Weg Richtung Horizont. Zwei Tage lang waren wir in Hanstholm im Norden Dänemarks unterwegs, um das zu Ende zu bringen, was wir vor über einem Jahr begonnen hatten: die Mission Pushloop. Aber irgendwie scheint die Sache zur endlosen Geschichte zu werden.

Einige Monate zuvor

Die Bustür fällt mit einem lauten Knall ins Schloss – nächster Halt: Rømø/Dänemark. Müsste ich wetten auf ein Thema, welches auf unserer zweistündigen Fahrt von Kiel an die Nordsee mit 100 prozentiger Sicherheit zur Sprache kommt, wäre es der Pushloop. Meine Mitstreiter Klaus und Matze haben diesen Move schon lange auf der Wunschliste und hundert Mal von A bis Z durchgekaut. Aber ernsthaft geübt haben sie ihn noch nie. Zu stürmisch, zu kleine Wellen, zu auflandig, zu kalt – die Liste an Ausreden war stets lang. Aber angesichts von zwei windigen Tagen, die uns bevorstehen, ist das Thema schnell wieder auf der Agenda: „Heute mach‘ ich ihn!“, wirft Klaus seinen Hut in den Ring. Mir entkommt ein provokantes „Schon wieder?“, was folgt, ist die 101. Diskussion über Rotationsachsen, Blickrichtungen und Absprungwinkel. „Mach‘ dir nicht zu viele Gedanken – einfach Kopp‘ in Nacken und rum das Ding“, entgegne ich, wohl wissend, dass ihm solche Tipps nicht wirklich helfen. Letztlich ist die Sache doch klar: Was die beiden brauchen, ist eine Gruppen-Challenge. Das funktioniert bei Kleinkindern genauso wie bei Erwachsenen: „Wer als erstes einen Pushloop steht, bekommt eine Kiste Bier von mir“, verkünde ich. Deal!


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Der Pushloop ist reine Kopfsache

Zwei Stunden später stehen wir am Strand von Rømø: Der Südwestwind feuert, das bedeutet sideshore, zwei Meter Welle. Wir riggen 3,8 bis 4,2 qm. Kurz bevor Klaus mit Scheuklappen Richtung Wasser losrennen kann, verdonnere ich auch ihn zu einer kurzen Theorieeinheit an Land. Die wichtigsten Knackpunkte: steiler Absprung, während des Steigens Mast zum Körper ziehen und Kopf in den Nacken werfen. Alles klar? Während Klaus hektisch zum Wasser sprintet und erstmal einen Backloop zum Warmwerden raushaut, geht Matze offensichtlich etwas bedachter an die Sache ran: Aus einer alten Ikeatüte zieht er einen Helm sowie eine Prallschutzweste und geht hinter dem Bus nochmal die Bewegung durch. „Fährst du mir hinterher und hast eine Auge auf mich?“, fragt er. Auf jeden Fall!

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Matze rotiert, Manuel kontrolliertFoto: Marius GuggMatze rotiert, Manuel kontrolliert

Wir wassern gerade unsere Boards, da peilt Klaus schon eine Rampe an: Er springt ab, wirft im Scheitelpunkt den Kopf in den Nacken – und lässt sein Rigg los. In vier Metern Höhe hängt er eine Sekunde lang kopfüber in den Schlaufen, sein Rigg propellert derweil unkontrolliert im Kreis. Uns bleibt kurz das Herz stehen und wir sind froh, als er wenige Sekunden später wieder unversehrt auf dem Board steht.

Durchziehen statt rantasten

Matze brettert unterdessen nach draußen, ich hinterher. Der erste Schlag vergeht ohne Sprung. Wir halsen vor dem Strand, holen dicht, beschleunigen, und dann sehe ich sie schon – die perfekte Rampe: „Pushloooooooop!“, brülle ich ihm hinterher. Und tatsächlich: Matze hebt ab, steil nach oben, schmeißt den Kopf nach hinten und rotiert sauber durch. Er landet in Wasserstartposition, zwei Sekunden später steht er, sichtbar verdattert, wieder an Deck. Sein Gesichtsausdruck schwankt irgendwo zwischen verdutzt und völlig euphorisiert. Gejohle, Gebrüll – erstaunlich, was Adrenalin aus Menschen machen kann. In den nächsten 20 Minuten vergeht kein Schlag, ohne das Matze nicht einen Pushloop versucht. Er rotiert dabei erstaunlich gut, landet regelmäßig in den Wasserstart. Dass er noch keinen richtig stehen kann – geschenkt. Der Druck ist weg, die Euphorie grenzenlos, schließlich war das weit mehr als erhofft: „Das Ding ist gar nicht so schwer und der Moment, wenn du über dem Segel liegst, der ist echt der Hammer!“

Klaus hingegen hängt etwas in der Luft, im wahrsten Sinne des Wortes. Auch er lässt sich nicht lumpen und versucht es tapfer weiter, aber er steigt immer wieder aus: „Sobald ich abspringe, ist alles weg, was ich mir vorgenommen hatte. Technisch ist es nicht so schwer, aber man kann sich nicht schrittweise reintasten.“ Nach all der Aufregung müssen alle erstmal etwas runterkommen. Wir hängen das Thema für heute an den Nagel und genießen die Bedingungen. Auch Klaus kann seine Enttäuschung schnell abschütteln, und bewegt sich mit seinen Front- und Backloops bald wieder auf bestens vertrautem Terrain.

Der Kater nach der Party

Einen großen Topf Nudeln später sind wir auf dem Weg entlang der Westküste gen Norden – Ziel Klitmøller. Hier soll die Pushloop-Party morgen weitergehen. Nach einer entspannten Nacht gehen wir gegen Mittag in Klitrosen aufs Wasser. Der Wind ist spürbar schwächer als am Vortag – es reicht für 4,7er Segel, die Welle erscheint recht rund. Matze hat natürlich Oberwasser: „Heute stehe ich einen!“. Klaus hält sich mit Ankündigungen erstmal zurück. Ich mache es mir wieder in meiner Rolle als Motivator und Einpeitscher bequem und folge den Jungs. Wir surfen einige Schläge gut angepowert, aber die richtige Rampe will nicht kommen. Es vergehen Minuten, ohne dass etwas passiert. Dann entdeckt Matze ein Objekt seiner Begierde. Als ich ihn mit Volldampf darauf zurasen sehe, denke ich noch, dass das Ding zu rund ist: „Matze, NEIIIIIIN! Tu‘s niiiiiiiiicht!“.

​Nein, tu‘s nicht, denke ich. Aber sein Körper ist scheinbar schon programmiert.”

Aber sein Hirn ist offensichtlich schon programmiert: Er springt ab, dreht ein und genießt einen kurzen Moment lang die Aussicht durch sein Segel aufs Wasser. Dann schlägt er ein. Als ich ihn wenige Sekunden später mit einem „Alles klar?“ erreiche, hängt er noch immer auf dem Rigg und schaut mich nur belämmert an: „Ich brauch‘ mal eine Minute“! Um ihn herum treiben Einzelteile seiner Carbongabel. Das Segel ist gerissen und er hat es (wie wir später an Land feststellen werden) tatsächlich geschafft, die Form seiner Nase im Monofilm zu verewigen. Von seiner Oberlippe tropft Blut. Weil die Gabel auf einer Seite noch intakt ist, kommt er zumindest aus eigener Kraft an Land. Aber aller Aufmunterungen zum Trotz – für ihn ist der Tag gelaufen.

Geschundenes Equipment und malträtierte Körper – der Weg zu neuen Moves ist manchmal steinig.Foto: Manuel VogelGeschundenes Equipment und malträtierte Körper – der Weg zu neuen Moves ist manchmal steinig.

Auch Klaus schafft es noch, Blut zu lecken – nur anders: Denn seine Versuche werden besser. Er steigt nun nicht mehr bei jedem Versuch komplett aus, sondern schafft es immer wieder, zumindest mit einer Hand an der Gabel zu bleiben und weiter durchzurotieren. Chapeau! Eine halbe Stunde geht das so, dann ist die Luft erstmal raus: „Nach ein paar Versuchen ist man vom Kopf her platt. Die Anspannung strengt echt an. Ich bin damit durch für heute und surfe jetzt lieber ganz normal, ohne Druck“, resümiert er hinterher am Strand.

Komfortzone adé

Die folgenden Monate vergehen, ohne, dass unsere Pushloop-Challenge wieder an den Start geht. Zu wenig Wind, zu kleine Wellen... Da ist sie wieder, die Liste mit den Ausreden. An einem Morgen im Spätsommer sitzen wir dann wieder bei einem Kaffee im Bus und schauen den Bedingungen beim Besserwerden zu. Ich bringe das Thema mal zurück in die Köpfe: „Heute Pushloop-Challenge, ihr wisst Bescheid!“

„Was machst du denn eigentlich heute, um mal aus deiner Komfortzone rauszukommen?“, entgegnet Klaus mit leicht vorwurfsvollem Unterton. Touché! Eigentlich hatte es mir in meiner Rolle als Coach, Antreiber und Schlaumeier ganz gut gefallen, aber die Sache nimmt jetzt eine unangenehme Wendung. „Wir probieren Pushloops und Manuel macht Pushloop-Forward! Oder einen einhändigen Pushloop“, schlägt Klaus vor. Ich bekomme kurz Schweißausbrüche, kann aber keine Argumente vorbringen, warum die Challenge für mich nicht gelten sollte (außer natürlich die Liste).

​​Es ist wie eine Achterbahn. Mal lernt man dazu, dann kommen wieder Rückschläge.”

Wir einigen uns auf eine Warmup-Session ohne Druck, um dann, nach einer Pause und mit besseren Bedingungen, die Sache geplant anzugehen. Matze knickt beim Einfahren gleich mal seinen Mast und muss schwimmen. Läuft! Ich will mich zur Vorbereitung auf den Push-Forward mit normalen Pushloops eingrooven, aber allein der Gedanke daran blockiert mich dermaßen, dass selbst das Standardprogramm nicht klappen will. Nach einer Stunde Minus-Performance treffen wir uns am Bus zum Essenfassen. Auf dem Smartphone laufen Clips vom letzten Pozo World Cup. Köster, Paré, Brawzinho wirbeln durch Doppelloops, Pushloops und Push-Forwards. Alles sieht so leicht aus, irgendwie wie von einem anderen Planeten. Auf Planet Erde ist die Stimmung derweil eher moll, was beflügeln soll, fühlt sich gerade ziemlich bleiern an.

Einen groben Plan von der Bewegung zu haben, kann nicht schaden.Foto: Marius GuggEinen groben Plan von der Bewegung zu haben, kann nicht schaden.

Die Versuche verursachen Gänsehaut bei den Zuschauenden

Mit kleinen Segeln geht es kurze Zeit später trotzdem los. Klaus wählt wieder seine alte Taktik: Bloß keine Zeit verlieren, Scheuklappen auf, raus aufs Wasser und rum das Ding. Tipps und Vorübungen werden aus seiner Sicht scheinbar komplett überbewertet. Das Ergebnis fällt heute wieder durchwachsen aus: Einige vielversprechende Ansätze werden immer wieder von Überkopf-Ausstiegen abgelöst, die den Zuschauenden kurze Gänsehautschauer bescheren. Als Klaus abwinkt, kann auch ich mich nicht mehr herausreden und trete mit Kloß im Bauch am Strand an. Das 4,0er Segel ist perfekt angepowert, die Wellen solide, die Hoffnung auf eine Ausrede schwindet.

Matze, das surfende Druckmittel, klebt an meinem Heck. Es dauert nicht lange, da kommt die erste gute Rampe auf mich zu und ich weiß: Jetzt oder nie. Take-off, Kopf zurück, Segel unter den Körper drehen. Die Höhe würde vielleicht Köster & Co reichen, um noch einen Forward dranzuhängen, bei mir dauert der Übergang von Rückwärts- zu Vorwärtsrotation viel zu lange. Ich ahne, was kommt, trotzdem ziehe ich im Sinkflug halbherzig dicht. Das reicht gerade noch, um die Brettspitze leicht Richtung Lee zu drehen, bevor der Einschlag kommt. Mit einem Push-Forward hatte das noch nicht viel zu tun. Trotzdem macht sich in diesem Moment ein Glücksgefühl breit. Ich habe mich getraut, der Bann ist gebrochen.

​Auf Wiedersehen Euphorie, hallo Zweifel

Einen Run später wage ich nochmal einen Versuch – auch diesmal fehlt es an Höhe und der letzten Überzeugung, den Forward anzuhängen. Krachend verewigt sich der Mast auf dem Deck meines Boards und ich scheppere auf die Seite. Als ich hustend auftauche, weiß ich, dass es kein Fehler war, eine Prallschutzweste zu tragen. Auf Wiedersehen Euphorie, hallo Zweifel. Erstmal zurück zum Strand, vielleicht kann ich anhand der Bilder erkennen, woran es mangelt. Kurze Zeit später weiß ich: Es mangelt an fast allem. Der Weg zum Push-Forward wird lang und schmerzhaft. Und ich bin gerade nicht sicher, ob ich ihn überhaupt noch gehen will.

Zum Glück ist da der Plan B – der einhändige Pushloop. Auch diesen Move habe ich schon lange im Hinterkopf, aber noch nie probiert. Bislang erschien das ein unbequemer Schritt nach vorn, jetzt fühlt es sich an wie ein Step zurück Richtung Komfortzone. Zwar ist es durchaus angsteinflößend, mitten in der Steigphase die Segelhand loszulassen und das Segel mit dem Topp nach unten zu drehen. Aber der Moment, wenn man einhändig über dem Segel schwebt und hinunter Richtung Wasser blickt, ist einfach unvergesslich. Nach einigen Versuchen nimmt die Sache tatsächlich langsam Formen an, und auch wenn die Landung noch nicht sauber klappen will, frage ich: „Warum nicht schon früher!?“

Das Knacken im Nacken

Jetzt muss Matze ran. Aber der ist derweil auffällig still und sogar etwas blass um die Nase. Aufregung? Die Erinnerungen an den letzten Crash in Klitrosen? Oder sind es vielleicht die Nudeln vom Vortag? Ich schiebe es auf die Aufregung und schlüpfe wieder in die Rolle des Schleifers. Die bewährte Taktik: Kurze Vorübungen an Land, ein Sicherheits-Schlag zum Einfahren und dann Attacke! Schon auf dem ersten Run geht der Wind etwas runter, von angepowertem Surfen keine Spur. Dümpeln, Warten, Kopfschütteln. Matze ist immer noch blass.

Nach 20 Minuten kommt der Wind zurück. Eine kleine Rampe läuft herein und ich sehe bereits anhand der Anfahrt, dass Matze programmiert ist und den Bock umstoßen will. Die Welle ist klein, eigentlich zu klein. Vor meinem inneren Auge sehe ich ihn schon wieder umgeben von Carbonsplittern durch die Nordsee treiben. Er springt ab, schmeißt beherzt den Kopf in den Nacken, dreht durch und landet mit dem Gesicht voran – zum Glück diesmal neben seinem Rigg. Nach dem letzten Versuch von vor einigen Monaten bin ich froh, dass diesmal alles ohne Bruch abgelaufen ist. Das Wichtigste aber ist, dass er es, trotz der schlechten Erfahrung beim letzten Mal, wieder probiert hat – auch er verbucht das zurecht als Erfolg: „Die Welle war mickrig, aber es ging eigentlich überraschend gut rum.“

Danach schwächelt der Wind wieder, wir gehen erstmal vom Wasser. Während wir loben und labern, steht Matze irgendwie neben sich. Er schafft es noch bis hoch zur Düne, bevor ihm sein Nudelgericht aus dem Gesicht springt. Beim Anblick seiner Gesichtsfarbe ist schnell klar: Surfen wird der heute nicht mehr. Den Rest des Tages verbringt Matze im Bus und vegetiert vor sich hin. Immerhin: Er will schauen, ob er bis zum nächsten Tag wieder fit wird. Eine sehr tapfere Entscheidung, die Klaus und mir statt einer verfrühten Heimfahrt nochmal eine ziemlich gute Session auf dem Wasser beschert, ganz ohne Druck.

Guten Appetit!Foto: Manuel VogelGuten Appetit!

Wunderheilung beim Nudel-Frühstück

Am Abend kann unser Patient zumindest Nudelsuppe und Kamillentee zu sich nehmen, aber die Frage, was ihn so umgehauen hat, lässt uns nicht los. Die Nudeln vom Vortag? Unwahrscheinlich. Der Hinweis eines anderen Surfers bringt uns auf eine neue Spur: „Vielleicht ein Schleudertrauma?“ Das könnte sein. Hat er etwa den Kopf so wild in den Nacken geworfen, dass ihm jetzt die Wirbel aus der Reihe tanzen?

Erst traut man sich lange nicht und hinterher fragt man sich: Warum nicht schon früher?”

Der nächste Morgen begrüßt uns mit Wind, Sonne und Wellen. Klaus und ich futtern Müsli, Matze Nudelsuppe mit Schmerztablette. Dann passiert, was wir nie für möglich gehalten hätten: Er erlebt eine Wunderheilung. Vielleicht, weil sich die Blockade im Nacken gelöst hat, vielleicht aus anderen Gründen. Jedenfalls steht er eine Stunde später vor dem Bus und krempelt seinen Neo um. „Bist du sicher?“, fragt Klaus stirnrunzelnd. Nicken. Immerhin: Pushies will er heute sein lassen.

Die Gruppen-Challenge ist perfekt, um sich zu motivieren

So kommen wir unverhofft nochmal in den Genuss einer Session zu dritt – herrlich! Hierbei wird klar: Manchmal ist eine Gruppen-Challenge perfekt, um sich zu motivieren und Neues zu versuchen. Aber man muss aufpassen, dass man durch den selbst auferlegten Druck nicht den Spaß verliert. Am besten ist es wohl, sich Zeitvorgaben zu machen. 30 bis 60 Minuten reichen. In dieser Zeit geben alle Gas. Danach macht man den Haken dran und die Sache ist raus aus dem Kopf – Zeit zu genießen.

Einige Stunden später sitzen wir im Bus auf dem Weg nach Hause. Die dänische Landschaft zieht an uns vorbei und Matze löffelt den letzten Rest Nudelsuppe. Auch diesmal fahren wir zurück, ohne unsere selbst gesteckten Ziele erreicht zu haben. Aber letztlich ist das egal. Wir alle haben uns getraut, sind raus aus der Komfortzone und wieder zurück. Wieder mal haben wir Geschichten, Eindrücke und Erlebnisse, die in unseren Köpfen bleiben werden. Und irgendwann werden wir auch die nächste Challenge starten. Hoffentlich ohne Nudelsuppe.


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Manuel Vogel

Manuel Vogel

Redakteur surf

Manuel Vogel (Jg. 1981) lebt in Kiel und stand bereits mit sechs Jahren auf dem Windsurfboard in der Surfschule seines Vaters. Nach über 15 Jahren als Windsurflehrer und seit 2003 im surf-Testteam arbeitet er seit 2013 als Redakteur für Test und Fahrtechnik. Seit 2021 ist er zudem begeisterter Wingfoiler – vor allem an der Ostsee und in den Wellen Dänemarks.

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