Windsurf ClassicsDer Film zum North King of the Lake 1996

Julian Wiemar

 · 29.03.2026

Windsurf Classics: Der Film zum North King of the Lake 1996
​Paul van Bellen hat den Film zum North King of the Lake 1996 digitalisiert: 28 Minuten Oldschool-Freestyle mit Spinloop, Willy Skipper & Co. – bevor Vulcan und Spock überhaupt erfunden waren. Leicht, lebendig, legendär!

28 Minuten Oldschool Freestyle vom feinsten. Paul van Bellen hat einen weiteren Klassiker digitalisiert: Den Film zum North King of the Lake 1996. Die Disziplin Freestyle steckt hier noch in den Kinderschuhen und es liegt eine gewisse Leichtigkeit kombiniert mit großen Enthusiasmus in der Luft: Ian Boyd verpennt das Superfinale, einhändige Spinloops werden von jubelndem Publikum gefeiert und Abends werden bei Pizza und Wein die Gläser klingen gelassen. Es mag absurd klingen, doch die Moves, mit denen sich Profis wie Kevin Pritchard, Robby Seeger oder Josch Stone bei dem prestigeträchtigen King of the Lake zu Stars tricksten und zugleich ihren Lebensunterhalt bestritten, springt heute jeder ambitionierte Hobbyfreestyler während der Feierabendsession: Spinloop, Willy Skipper, Backwindjibe und Aerialjibe zählten zu den angesagtesten Tricks - in diesem Fundstück von 1996 waren noch nicht einmal Vulcan und Spock erfunden.

Freestyle entstand in den Neunzigern an den europäischen Flachwasser-Revieren im Prinzip aus einer Notsituation heraus, denn die Jungs aus Hawaii wie Robby Seeger vermissten im Gegensatz zu ihren Racing-Kollegen die Wellen, um ihren Fans während Festivals oder Händlermeetings vor Ort eine Show auf dem Wasser bieten zu können und die Bretter ihrer Sponsoren in Szene setzen zu können. Kurz gesagt: Sie langweilten sich. Also schnappten sie sich einfach ihr großes Wave-Zeug und fingen an, Loops und Kreisel auf Flachwasser direkt vor dem Publikum zu drehen. Die Leute am Ufer drehten durch – Freestyle war geboren.

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Julian Wiemar

Julian Wiemar

Redakteur surf

Julian, 1996 in Köln geboren, zählt zu den besten deutschen Freestyle-Windsurfern und trainiert bis heute regelmäßig auf dem Rhein. Nach deutschem Meistertitel und mehreren Jahren an internationalen Top-Spots mit Weltcup-Ambitionen fand er über Reise- und Revierberichte den Weg zum surf-Magazin. Dort absolvierte er ein Volontariat und arbeitet heute als Redakteur, der seine Erfahrungen und Leidenschaft für den Windsurfsport mit den Lesern teilt.

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