Der Wind an der Ostsee zeigte sich launisch, doch die Wettfahrtcrew des Racer of the Sea schaffte es, am Samstag sieben gültige Rennen durchzuführen. Die Veranstaltung lockte ein ungewöhnlich breites Starterfeld nach Kellenhusen: Zehn Jugendliche und sechs Frauen gingen an den Start. Am Sonntag blieben weitere Wettfahrten aus, mehrere Startversuche scheiterten an zu wenig Wind. Die Ergebnisse vom Vortag galten damit als Endergebnis. Zwischen den Rennen entwickelte sich die Wassersportstation zum Testgelände für aktuelles Material. Foil Drive bot mehrere Sets zum kostenlosen Testen an, der Onlineshop foilit.de präsentierte die neuesten Code Foils, Sunova-Produkte und verschiedene Parawings. Das Rahmenprogramm reichte vom BBQ bis zum Live-DJ-Auftritt am Abend.
Kim Holste und Kjeld Hansen lieferten sich über alle sieben Wettfahrten ein enges Duell. Am Ende lagen die beiden Fahrer punktgleich in Führung. Die Tie-Break-Regelung musste die Entscheidung bringen und fiel zugunsten von Kim Holste aus. Felix Neuling komplettierte das Podium auf Rang drei. Marleen Fritz aus Sachsen fuhr auf Platz vier im Gesamtklassement und dominierte damit sowohl die Frauen- als auch die U-19-Wertung. Die Nachwuchsfahrerin setzte sich gegen die gesamte Konkurrenz durch und verwies zahlreiche männliche Starter hinter sich. Auf dem Frauenpodium folgten Marisa Roch auf Rang zwei und Svenja Spitzer auf Platz drei.
In der U-19-Wertung kamen Theo Eichhorst und Leo Neumann auf die Plätze zwei und drei hinter Marleen Fritz. Für Neumann war der Stopp in Kellenhusen die erste Regatta überhaupt. Der Debütant schaffte direkt den Sprung aufs Podium. Die Jugendwertung zeigte die Breite des Nachwuchsfeldes: Zehn Starter unter 19 Jahren gingen an den Start. Bei der abschließenden Tombola erhielt jeder U-19-Teilnehmer einen Preis aus den Goodies der Pool-Sponsoren. Kein einziger Nachwuchsfahrer ging leer aus. Die boot Düsseldorf hatte die kostenlose Teilnahme für alle Jugendlichen ermöglicht und damit einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsförderung geleistet.
Im Windsurfen fiel die Entscheidung wesentlich deutlicher. Giedrius Liutkus aus Litauen gewann sämtliche sieben Wettfahrten und ließ der Konkurrenz keine Chance. Dahinter entwickelte sich ein enger Kampf um die Podiumsplätze. Til Klöpping sicherte sich Platz zwei im Gesamtklassement und war zugleich bester U-19-Fahrer. Nur einen Punkt dahinter kam Pelle Behrendt auf Rang drei. Das U-19-Podium komplettierten Felix Rhode und Linus Klöpping auf den Plätzen zwei und drei hinter Til Klöpping. Der Flensburger Surfshop Surfpirates trat als Preisgeld-Sponsor auf und sorgte für zusätzliche Preise in der Jugendwertung.
Zwischen den Wettfahrten bot sich den Teilnehmern und Besuchern die Gelegenheit, aktuelles Material zu testen. Foil Drive war mit mehreren Sets vor Ort und ließ den E-Foil Assist kostenlos ausprobieren. Der auf Foiling spezialisierte Onlineshop foilit.de brachte die neuesten Code Foils, Sunova-Produkte und verschiedene Parawings mit. Die Mitarbeiter berieten zu Materialwahl und Setup. Am Abend trat der Wettkampf in den Hintergrund. Beim BBQ, unterstützt von EDEKA, wurde gegessen und gefachsimpelt. Für die Musik sorgte Kjeld Hansen, der wenige Stunden zuvor als Zweiter des Wingfoil-Rankings vom Wasser gekommen war. Der Athlet legte am Abend als Live-DJ auf und verwandelte die Veranstaltung in ein Event, das weit über die Ergebnisliste hinausreichte.
„Wir sind sehr stolz, diese Veranstaltung wieder in Kellenhusen durchführen zu können", sagt Veranstalter Oliver Tom Schliemann. „Teilnehmende, Gäste und Familien hatten an dieser tollen Location eine wundervolle Zeit. Danke an alle, die das möglich gemacht haben — und bis nächstes Jahr." Für das Team 1001grad geht es bereits im September weiter. Am 12. und 13. September steht die One Hour Edition am Wittensee auf dem Programm. Eine Woche später, am 19. und 20. September, folgt ROTS/WOTS Flensburg. Beide Veranstaltungen sind für alle Altersklassen offen und richten sich sowohl an Windsurfer als auch an Wingfoiler.
Infos und Anmeldung unter 1001grad-events.de
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