Knapp 70 Teilnehmer hatten sich am Wittensee zu den ersten „Wittensee Foiling Championships“ eingefunden, um vor allem im Jugendbereich bei einer Internationalen Deutschen Jugendmeisterschaft der Klasse Techno 293-U15 und einer Internationalen Bestenermittlung der Klasse Open Windfoil Youth ihre Meister zu ermitteln. Ergänzt wurde die Veranstaltung durch ein Erwachsenen-Feld der Formula Foil, die mit einer iQFoil-Unterwertung ebenfalls ihren Internationalen Deutschen Meister suchten. Ausgerichtet wurde das Event vom Wassersportclub am Wittensee und dem Windsurfing-Club Wittensee-Rendsburg.
„Das war eine ganz anspruchsvolle Veranstaltung auf diesem Binnenrevier“ – so das Fazit von Wettfahrtleiter Konrad Sagebiel vom Akademischern Segler-Verein in Berlin. „Wir hatten große Anstrengungen, für alle Klasse entsprechende Kurse auszulegen, da jeden Tag andere Windbedingungen herrschten. Dennoch war es ein gelungenes Event.“
Am erste Wettfahrttag wurden bei gutem Wind zwei getrennte Kurse ausgelegt, so dass alle Klassen ihre ersten Rennen fahren konnten. Allerdings stellte sich das als enig praktikabel heraus, weil auf dem Wittensee aus Naturschutzgründen nur eine begrenzte Anzahl an Booten eingesetzt werden durfte. An den beiden folgenden Tagen baute der Wettfahrtleiter ein anderes Kursschema auf, der für alle anwesenden Klassen verwendbar war. Dabei mussten sich die Gruppen dann jedoch auf der Regattabahn abwechseln.
Während der Wind immer an diesen beiden Tagen gerade etwas über 10 Knoten hatte, gab es am Schlusstag bereits in der Vorbereitungsphase zum ersten Start Westwind mit 12 Knoten unter Land und 22 Knoten in der Spitze auf der Seemitte. Es begannen die Techno 293 mit dem 12. Wertungslauf der Serie, ihnen folgten sofort die Open Windfoil Youth mit der 5. und 6. Wettfahrt. Als dann anschließend die Klasse Formula Foil auf die Regattabahn fuhr, nahm der Wind innerhalb weniger Minuten sehr stark zu, über den See peitschten Böen mit einer Geschwindigkeit von bis zu 70 km/h. Es bauten sich Wellen auf, die das Startboot überspülten und manövrierunfähig machten. Daher brach die Wettfahrtleitung eine Stunde vor der letzten Startmöglichkeit mit AP über A für alle Klassen die Veranstaltung ab. Das Startboot wurde mit den Sicherungsbooten und mit Unterstützung des Rettungsbootes der örtlichen Feuerwehr in den Hafen gebracht.
Bei der Siegerehrung waren Katrin Adloff, die Vizepräsidentin des DSV mit dem Geschäftsbereich Wettsegeln, der Vorsitzende des Seglerverbandes Schleswig-Holstein Jan-Dirk Tenge sowie die Kreispräsidentin des Kreises Rendsburg-Eckernförde Sabine Mues anwesend und überreichten Urkunden, Medaillen und Pokale. Die Kreispräsidentin bewunderte die Leistung der beiden Vereine und dankte „für das große Kino“ am Wittensee.
Gustav Grünbaum, der neue Deutsche Jugendmeister in der Klasse Techno 293-U15, eine weltweit anerkannte One Design Klasse, freute sich über seinen Sieg. Er wandte jedoch ein: „Die Wettfahrtleitung hat sich mit dem Kurs viel Mühe gemacht. Dennoch wäre ich noch gerne mehr Rennen gefahren. Das Warten auf den nächsten Start hat mir nicht so gefallen.“
Nicht ganz unerwartet stand am Ende mit dem Polen Pawel Dittrich, der für den Windsurfverein Werder/Havel startet, ein bekanntes Gesicht auf dem oberen Treppchenplatz. Immerhin wurde er in diesem Jahr Master-Weltmeister in der Formulaklasse: „Mir hat es an diesem Revier sehr viel Spaß gemacht, die Ausrichter haben sich viel Mühe gegeben, der Aufenthalt war angenehm hier.“
Die 4-tägige Meisterschaft wurde von zahlreichen Sponsoren unterstützt, darunter die . Harald Striewski Stiftung, der Windparkentwickler Dencker und Wulf sowie die VR Bank Schleswig-Mittelholstein. Für die Zuschauer dieses Events hatten die Ausrichter eine große Video-Leinwand aufgebaut, die von der Eckernförde Touristik und Marketing GmbH zur Verfügung gestellt wurde.
Text: Manfred Fritsche/WSCW
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