Zu Beginn des Abschluss-Tages des Gran Canaria Gloria Windsurf World Cups wurde festgelegt, dass es nur eine weitere Elimination im Slalom X bei den Damen und Herren geben würde. Dadurch standen Sarah-Quita Offringa und Pierre Mortefon schon als Sieger fest, sie hätten gar nicht mehr antreten müssen. Beide gingen aber dennoch bei Hardcore-Bedingungen mit ihrem kleinsten Material an den Start.
Sarah-Quita Offringa beendete den Event mit Style, denn auch die letzte Elimination gewann sie überlegen, vom Start weg lag die Windsurf-Queen aus Aruba in Führung. Damit gewann sie sieben von insgesamt elf Eliminations. Nach dem Wave-Triumph Anfang der Woche holte Sarah-Quita damit das Double.
Jenna Gibson holte im letzten Lauf Platz zwei und fuhr damit zum ersten Mal auf ein PWA-Podium, ebenfalls auf dem zweiten Platz. Gibson konnte in Pozo ein Rennen gewinnen, während sie bei fünf weiteren Gelegenheiten Zweite wurde. Die ersten fünf Plätze bei den Damen blieben gegenüber dem Vortag unverändert: Marion Mortefon komplettiert das Podium als Dritte, während Justine Lemeteyer als Vierte nur knapp das Treppchen verpasst. Die Top Fünf werden von Femke van der Veen vervollständigt, die am Ende nur 2,3 Punkte von der Norwegerin Oda Brødholt auf Platz sechs lag.
Pierre Mortefon lieferte in den letzten neun Tagen eine Meisterleistung ab. Der Franzose kam in den zehn Eliminations kein einziges Mal außerhalb der Top drei ins Ziel. Als einziger Fahrer war er bei jedem Finale dabei. Der Weltmeister von 2019 dominierte das Geschehen und holte sich den Sieg mit einem Vorsprung von 15,9 Punkten auf seinen nächsten Verfolger Matteo Iachino.
Maciek Rutkowski war als Zweiter in den Abschluss-Tag gestartet, doch ein frühes Aus im letzten Finale öffnete Iachino die Tür. Der Italiener belegte den vierten Platz und verdrängte damit in der Gesamtwertung Rutkowski auf Rang drei. Rutkowski war zwar etwas enttäuscht, aber der dritte Platz hält ihn im Rennen um den Slalom-X-Weltmeistertitel, der in ein paar Wochen auf Fuerteventura entschieden wird.
Jordy Vonk hat sich im Laufe der Woche von einer schweren Grippe erholt, die ihm an den ersten Renntagen noch zu schaffen machte. Platz vier ist am Ende also eine beachtliche Leistung. Je fitter der Niederländer wurde, desto besser seine Resultate. Vonk gewann zwei der letzten vier Eliminations, so auch die letzte. Was wäre hier drin gewesen, wenn er topfit gewesen wäre?
Hinter der Spitzengruppe holten sowohl Benoit Merceur als auch Ingmar Daldorf ihre bisher besten Ergebnissen im World Cup - Platz fünf und sechs. Merceur verpasste nur im ersten Durchgang das Finale, danach war er immer unter den besten acht. Daldorf startete hervorragend in den Wettkampf, rutschte dann jedoch ein wenig nach hinten. Dennoch sollte er mit seiner Gesamtleistung zufrieden sein.
Die Top Ten werden vervollständigt durch Nico Prien auf Platz sieben, der in der letzten Elimination des Events schon wie der Sieger aussah, nur um von Vonk bei der letzten Halse überholt zu werden. Dahinter folgen Taty Frans auf Platz acht, Malte Reuscher auf neun und Amado Vrieswijk als Zehntem, nur einen Punkt vor Cedric Bordes.
Anschließend wurde auf Waveriding umgestellt, um dort noch die letzten Heats der “kleinen” Double Elimination fahren zu können. Durch den neuen Modus stehen die ersten acht Plätze bereits fest, nur die dahinter Fahrerinnen und Fahrer können ihr Ergebnis aus der Single Elimination noch verbessern. Bei den Damen gelang es Oda Johanne Brødholt, ihren Platz in den Top 10 des Events zurückzuerobern, sie gewann ihren Heat vor Line Bang Wittrup, Annagiulia Piccaglia und Maria Behrens.
Da Alexia Kiefer Quintana und Maria Morales mit jeweils einem Sieg bei den U21-Junioren gleichauf lagen, wurde im letzten Lauf der gesamten Veranstaltung der Titel entschieden. Bei dieser Gelegenheit dominierte Kiefer Quintana, die bei den Profis den dritten Platz belegte, und gewann sowohl in der Sprung- als auch in der Wellen-Wertung.
Der amtierende Weltmeister Marcilio Browne kämpfte sich bei den Herren vom letzten Platz so weit wie möglich nach vorne und wurde Neunter, gefolgt von Victor Fernandez, Moritz Mauch und Miguel Chapuis auf den Plätzen zehn bis zwölf.
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