SURF Redaktion
· 04.02.2026
Jaeger Stone dominierte beim Margaret River Wave Classic mit kontrollierten Aerials und präzisen Carves. Der Australier erreichte im Finale 15,84 Punkte und demonstrierte seine technische Klasse in den anspruchsvollen Bedingungen vor der Westküste. Stone nutzte jede Welle optimal aus und zeigte seine Erfahrung durch jahrelanges Surfen an diesem Riff. Nach seinem frühzeitigem Ausscheiden im Vorjahr ging er diesmal mit neuer Taktik an den Start: “Dieses Jahr lief es für mich etwas besser und die Bedingungen waren großartig. Es hat wirklich viel Spaß gemacht", erklärte ein dankbarer Stone nach seinem Triumph. Der Lokalmatador behandelte jeden Heat wie ein Finale und setzte damit die Messlatte für die internationale Konkurrenz. Seine Performance unterstrich, dass er trotz des starken Nachwuchses weiterhin zur absoluten Weltspitze zählt. Stone überlegt nun, 2026 bei ausgewählten Tour-Stops anzutreten, insbesondere in Fiji und Chile.
Die größte Überraschung des Contests lieferten wohl die Nachwuchsfahrer Simon Thule aus Dänemark und Jake Ghiretti aus Margaret River: Das Duo eliminierte den fünffachen Weltmeister Philip Köster im Halbfinale. Thule und Ghiretti zeigten eine Masterclass im Wellenlesen und kritischen Aerials. Köster stürzte mehrfach und musste sein Material wechseln. Auch Julian Salmonn aus Deutschland, der zuvor mehrfach über 14 Punkte erreichen konnte und beeindruckende Wave 360s zeigte, scheiterte im Finale an den schweren Bedingungen und landet auf Rang vier.
Das Finale entwickelte sich zum Duell zwischen Stone und Ghiretti. Thule eröffnete stark mit soliden Aerials, doch Ghiretti konterte mit einer Welle, auf der er drei Aerials hintereinander sprang. Die Judges vergeben dafür 8,73 Punkte – die höchste Einzelwertung des gesamten Contests. Der 2025er Junior Champion aus Margaret River festigte damit seinen zweiten Platz im Gesamtklassement. Seine Leistung bestätigt seinen Status als eines der größten australischen Nachwuchstalente. Stone behielt jedoch die Oberhand durch seine konstant hohen Wertungen auf mehreren Wellen. Salmonn, der früh am Tag noch brillierte, fand im Finale nicht mehr zu seiner Form zurück und musste sich mit dem undankbaren vierten Platz begnügen.
Jaeger Stone erwägt, im kommenden Jahr wieder an ausgewählten internationalen Events teilzunehmen.
Bei den Frauen lieferte die 17-jährige Sarah Kenyon aus Geraldton eine Sensation. Die amtierende Junior-Weltmeisterin schlug die hocherfahrenen Profis in den soliden Wellen von Margaret River. Mit ihrem starken Hintergrund im Wellenreitsport fand Kenyon die längeren, sauberen Wellen und setzt mehrere enge Snaps sowie einen Aerial. Am Ende gewann sie mit 0,6 Punkten Vorsprung zu Altmeisterin Jane Seman. Die junge Australierin hat nicht damit gerechnet, so früh in ihrer Karriere gegen die etablierte Elite zu gewinnen: "Es war wirklich aufgeregend, hier zu gewinnen, denn es ist ein Traum, von dem ich nicht dachte, dass ich ihn so bald erreichen würde", sagte eine überglückliche Kenyon. Ihre ausgiebige Zeit in Margaret River hat sich ausgezahlt.
Die Zweitplatzierte Jane Seman zeigte während des gesamten Wettbewerbs aggressive Manöver und attackierte mächtige Wellenlippen, konnte jedoch im Finale nicht die längeren Wellen finden, die mehrere Scoringmöglichkeiten geboten hätten. Als Organisatorin des Events und gleichzeitig Teilnehmerin zeigte sie sich begeistert über den Erfolg ihrer Schützlinge: "Meine Motivation, dieses Event zu organisieren, ist es, den Nachwuchs zu fördern, damit sie von den Top-Profis zu Hause lernen können", erklärte Seman. "Leute wie Jake und Sarah verbessern sich so schnell und haben ein so gutes Gespür für Wellen. Ich surfe wirklich gerne mit Sarah, da sie sich immer verbessern will und einfach Gas gibt. Das ist erst der Anfang für sie, und ich glaube wirklich, dass sie eine der besten aller Zeiten werden wird."
Die ehemalige Weltmeisterin Karin Jaggi aus der Schweiz zeigte exzellente Konstanz mit kraftvollen Turns auf den großen Wellen von Margaret River und sicherte sich den dritten Platz. Maria Andrés wählte einige der größten Wellen, die Margaret River zu bieten hatte, und nutzte ihre charakteristischen Power-Carves, um ins Finale einzuziehen – am Ende reichte es für den vierten Platz.
Eventorganisatorin und Zweitplatzierte und Jane Seman zeigte während des gesamten Wettbewerbs aggressive Manöver und attackierte mächtige Wellenlippen.
Für Wave-Fans gibt es erfreuliche Neuigkeiten: Jaeger Stone erwägt, im kommenden Jahr an ausgewählten internationalen Events teilzunehmen. "Ich werde überlegen, zu ein paar Events in diesem Jahr zu reisen. Ich werde definitiv nicht die komplette Tour fahren, aber Events wie Fidschi und Chile stehen schon länger auf meinem Radar, und hoffentlich habe ich dieses Jahr etwas mehr Flexibilität mit der Arbeit", erklärte Stone nach seinem Sieg.
Der Australier fügte hinzu: "Chile ist ein Ort, den ich ohnehin gerne besuchen würde, und ich bin seit einigen Jahren sehr daran interessiert, an diesem Event teilzunehmen, da die Veranstaltung jedes Jahr größer und besser zu werden scheint. Wir werden sehen, ob es klappt." Diese Aussage lässt Wave-Fans hoffen, Stone bald wieder auf internationaler Bühne zu sehen.
Pro Men:
Pro Women:
Masters:
Pro Junior Boys:
Juniors:
Grand Masters: