Ho’okipa zeigte sich zum Auftakt von seiner anspruchsvollen Seite. Ein schwer zu lesender, wechselhafter Windswell verlangte den jungen Fahrern einiges ab. Trotzdem ging es auf dem Wasser früh ordentlich zur Sache – mit aggressiven Hits, Aerials und einigen knappen Entscheidungen. Neben den Tagessiegen standen dabei auch wichtige Punkte für den Saisonendspurt auf dem Spiel.
Im Finale der Junior Boys ließ Javier Escribano Toribio nichts anbrennen. Der 17-jährige Spanier kontrollierte den Heat von Beginn an, erwischte einige der größten Sets und überzeugte mit präzisen Hits und Tail Slides. Mit 9,43 Punkten holte er seinen ersten Sieg beim Aloha Classic und baute seine Führung in der Weltrangliste auf 3.965 Punkte aus.
Der 15-jährige Grieche Jason Papanikolaou landete mit schnellem und flüssigem Waveriding auf Rang zwei – nur 0,16 Punkte vor dem Franzosen Raphael Dumesnil. Loic Antoine Harfagar aus Chile wurde Vierter.
Die Pro Junior Boys ermittelten ihren Sieger in drei Leaderboard-Finals. Ryu Noguchi sicherte sich mit einem Heat-Sieg und zwei zweiten Plätzen den Gesamterfolg. Der 19-jährige Japaner punktete mit viel Speed, starken Aerials und aggressiven Turns – und übernimmt damit die Führung in der Weltrangliste.
Cesar Filippi aus Frankreich steigerte sich im Laufe der Serie und gewann das dritte Finale mit sauber getimten Aerials. Das reichte für Platz zwei. Der Deutsche Leon Maethner, Sieger des Maui Pro im April, startete mit einem Sieg stark, musste sich am Ende aber mit Rang drei begnügen. Gregory Stathopoulos aus Griechenland wurde Vierter.
Bei den Pro Junior Girls blieb es bis zum Schluss spannend: Alle drei Finals hatten eine andere Siegerin. Sarah Kenyon setzte gleich zum Auftakt ein Ausrufezeichen und erzielte mit 8,97 Punkten den höchsten Heat-Score der Serie. Dank ihrer konstanten Leistungen holte sich die 18-jährige Australierin den Gesamtsieg.
Sol Degrieck aus Belgien gewann das zweite Finale, Natsuki Wakasa aus Japan das entscheidende dritte. In der Endabrechnung lag Degrieck nur einen Punkt hinter Kenyon, Wakasa folgte mit einem weiteren Punkt Rückstand. Fumi Akita aus Japan wurde Vierte. Kenyon und Degrieck teilen sich nun punktgleich die Führung der Pro-Junior-Girls-Weltrangliste.
Auch die jüngsten Teilnehmer zeigten, was sie draufhaben. Rocco Swift setzte sich mit gerade einmal 0,26 Punkten Vorsprung gegen den zwölfjährigen Akash Glickenhaus durch. Trotz kräftigem Shorebreak und der berüchtigten Felsen von Ho’okipa attackierten die Super Groms selbst für sie kopfhohe Lippen und überzeugten mit erstaunlich guter Wellenwahl.
In der Challenger-Runde sicherten sich Francisco Goya, Cesar Filippi, Zdenek Maryzko und Antony Ruenes die vier freien Plätze im Pro-Men-Hauptfeld. Die Männer starten, sobald Wind und Wellen mitspielen.
Das Aloha Classic läuft bis zum 30. Oktober 2026 in Ho’okipa auf Maui. Gefahren wird abhängig von den Bedingungen täglich zwischen 11 und 17 Uhr Ortszeit. Einen Livestream gibt es auf worldwindsurftour.com. Das Grand Final in Chile folgt vom 14. bis 29. November.
Junior Boys:
Pro Junior Boys:
Pro Junior Girls:
Super Groms:

Redakteur surf
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