HüfttrapezGunSails Trace im Test - Alleskönner

Tobias Frauen

 · 26.10.2026

Das GunSails Trace wurde überarbeitet
Foto: Manuel Vogel
Das GunSails Trace im Detail.
Das GunSails Trace ist ein alter Bekannter in der Trapez-Range, jetzt ist das Modell überarbeitet worden. Wir konnten das Hüfftrapez ausprobieren und mit dem Vorgänger vergleichen.

Themen in diesem Artikel

GunSails hat seine Trapeze überarbeitet, das Modell Trace bleibt dabei das Top-Modell in der Range. Die wesentlichen Unterschiede zu den Schwester-Modellen Relay und Lean sind dabei die größere Auflagefläche am Rücken und die zwei Gurte auf jeder Seite. Die Grundcharakteristik bleibt erhalten: Ein festes Hüfttrapez mit die Abstützung für einen breiten Einsatzbereich.

Unterschiede liegen im Detail

Die Unterschiede zum Vorgänger liegen vor allem Im Detail: So wurde der Verschluss minimal überarbeitet, das Grundprinzip bleibt jedoch gleich: Eine flexible Metallplatte verschließt den Haken und wird zum Lösen mit einer Schlaufe leicht angehoben. Funktioniert gut, und mit etwas Bauch einziehen auch ohne Lösen der Gurte. Auffälligste Änderung ist, dass der Haken jetzt nur noch rechts zu öffnen ist, auf der linken Seite laufen die Gurte direkt durchs Metall. Dadurch lässt sich der Haken nicht mehr schnell abnehmen, etwa zum Trimmen oder zum besseren Verstauen. Dafür gibt es ein Teil weniger, das kaputt gehen kann. Ansonsten sind die Änderungen rein optischer Natur, wie graue Ränder und etwas etwas veränderte Struktur außen.

Das neue Trace (links) wurde nur in Details überarbeitetFoto: Tobi FrauenDas neue Trace (links) wurde nur in Details überarbeitet

Das Rückenpolster auf der Innenseite blieb unverändert: Eine große, strukturierte Fläche, die in der Vertikalen nur minimal vorgekrümmt ist. Die Anpassung an die individuelle Rücken-Kontur erfolgt über die vier Gurte, die die Last gut verteilen. Die Schale selber ist relativ fest, eine gute Option für alle, die viel Stabilität suchen, aber ein “echtes” Hartschalenztrapez scheuen. Die Auflagefläche am Rücken reicht beinahe von den Schulterblättern bis zu den Lendenwirbeln und bietet genug Abstützung auch bei ganz großen Segeln. Der Rand ist dabei mit dem Update nochmals weicher geworden, jedoch auch der Vorgänger drückte nie, selbst über einem ein dünnen Lycra getragen.

Fester Sitz und gute Abstützung

Mit einem festen Sitz und großer Auflagefläche ist das GunSails Trace naturgemäß nicht ganz so luftig wie knappere Modelle, es wird jedoch nie als störend oder einengend empfunden. Ganz im Gegenteil, das Trace gibt immer das Gefühl von viel Abstützung und Schutz. Gleichzeitig sitzt der Haken einen Tick weiter oben als bei einigen schmaleren Wave-Modellen. Ein breiter Neoprengurt mit Klett hält das Trapez dort, wo es hingehört. Ein Tipp ist dabei das separat erhältliche “Protection Pad” für den Haken, das das Tragegefühl nochmals verbessert. Beim Vorgänger war auch die Verarbeitung tadellos, auch nach mehr als fünf Jahren im regelmäßigen Einsatz zeigt das Trapez noch kaum Gebrauchsspuren.

surf-Fazit zum Hüfttrapez GunSails Trace

Feintuning auf hohem Niveau: Das GunSails Trace macht alles, was ein gutes Trapez können soll, und das auf sehr hohem Niveau. Das war beim alten Modell so, das findet sich auch bei der Neuauflage wieder. Für absolute Spezialisten oder besondere körperliche Anforderung gibt es sicherlich passendere Optionen, ein Großteil aller Windsurfer dürfte aber mit dem Trace glücklich werden, es ist ein perfekter Allrounder. Außerdem ist der Preis mit 149,90 Euro relativ moderat, auch die Qualität lässt keine Wünsche offen.

Das GunSails Trace ist in den Größen S, M, L und XL erhältlich, Infos unter gunsails.com


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Tobias Frauen

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Redakteur surf

Tobi verantwortet alles Digitale – von der surf-Webseite bis zu den Social-Media-Kanälen – und sorgt täglich für frischen Bild- und Videocontent. Seine Surf-Wurzeln reichen vom Münsterland über Ijsselmeer, Brouwersdam und Sylt bis nach Kiel und Heidkate. Heute lebt er seit über zehn Jahren in Hamburg als „Weekend Warrior“ und ist so oft wie möglich mit Campingbus und Familie unterwegs – bevorzugt an Ostsee, SPO, Dänemark sowie in Finnland, Schweden oder UK.

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