Neopren selber reparierenPatagonia hilft und repariert auf der kostenlosen Wetsuit Repair Tour

Stephan Gölnitz

 · 18.08.2026

Neopren selber reparieren: Patagonia hilft und repariert auf der kostenlosen Wetsuit Repair TourFoto: Mike Guest
Patagonia Wetsuit Repair Tour 2026
Am 25. und 26. September 2026 macht die Wetsuit Repair Tour von Patagonia Station im Bahnwärter Thiel in München. Das zweitägige Event bietet kostenlose Reparaturen für Neoprenanzüge und Surfbekleidung, Upcycling-Workshops, Surfboard-Reparaturkurse und Film-Screenings. Alle Einnahmen aus den spendenbasierten Veranstaltungen gehen an die Deutsche Umwelthilfe und weitere Meeresschutz-NGOs. Termine für weitere Events in Deutschland findest du weiter unten.

Themen in diesem Artikel

  • Die Wetsuit Repair Tour von Patagonia kommt in die bayerische Hauptstadt. Am 25. und 26. September 2026 verwandelt sich der Bahnwärter Thiel in der Tumblingerstraße 45 in einen Hotspot für Surfer und Wassersportler. Das Konzept: Reparieren statt wegwerfen. Professionelle Techniker flicken vor Ort undichte Nähte, Risse und Löcher in Neoprenanzügen und Surfbekleidung – kostenlos und markenunabhängig. Die Reparaturzeiten sind am Freitag von 10 bis 16 Uhr und am Samstag von 10 bis 17 Uhr. Pro Person wird ein frisch gewaschenes Kleidungsstück oder ein sauberer Wetsuit angenommen. Schuhe, Hartwaren und Leashes bleiben ausgeschlossen. Das Prinzip gilt nach dem First-come-first-served-Prinzip. Die Tour macht neben München an weiteren Standorten in Großbritannien, den Niederlanden, Belgien, Frankreich, Spanien, Portugal, Deutschland und der Schweiz halt. Das Rahmenprogramm in München geht über reine Reparaturen hinaus und bietet praktische Skills für die Surf-Community.

Weitere Deutschland-Termine der Patagonia Wetsuit Repair Tour

Handwerk lernen im Upcycling-Workshop

Am Freitag von 17 bis 19 Uhr steht in München ein Wetsuit Upcycling Workshop auf dem Programm. Teilnehmer lernen, wie sie mit einfachen Handnähtechniken aus altem Neoprenmaterial ein Sonnenbrillencase oder eine Trinkflaschenhalterung nähen können. Der Workshop vermittelt grundlegende Fertigkeiten, um die Lebensspanne von Wetsuits zu verlängern, die bereits zu viele Wellen gesehen haben. Die Veranstaltung richtet sich an alle, die einen neuen handwerklichen Skill erlernen möchten. Die Teilnahme ist kostenlos oder spendenbasiert. Phoebe Strachan, eine der Patagonia Ambassadors, wird während des Events für Talks und Workshops vor Ort sein. Die sechsfache schottische Surfmeisterin leitet den örtlichen Surfclub in Schottland und trainiert als Co-Trainerin die schottische Junioren-Surfmannschaft. Als gelernte Tischlerin und Outdoor-Liebhaberin verkörpert sie einen Lebensstil, der Abenteuer, Gemeinschaft und Natur verbindet.

Surfboard-Reparatur für Anfänger und Fortgeschrittene

Am Samstag folgen zwei Surfboard Repair Workshops in München. Der Basic Repairs Workshop läuft von 14 bis 15 Uhr und zeigt, wie kleinere Schäden und Dings an Wellenreitboards selbst repariert werden können. Der Advanced Repairs Workshop von 16 bis 17 Uhr geht tiefer ins Detail. Hier lernen Teilnehmer, größere Reparaturen zu übernehmen – etwa wenn eine Finnenbox rausgebrochen ist. Die Workshops vermitteln professionelle Techniken für die eigenständige Boardpflege. Beide Kurse sind kostenlos oder spendenbasiert zugänglich. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, eine Anmeldung wird empfohlen. Die Workshops richten sich an Surfer aller Könnensstufen, die ihre Ausrüstung selbst instand halten möchten.

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Film-Screening und Panel-Diskussion am Samstagabend

Der Samstagabend gehört dem Kino. Ab 18:30 Uhr öffnen die Türen, um 19 Uhr beginnt die Movie Night mit zwei Filmen. "Sensing Home" nimmt das Publikum mit auf eine Reise entlang der australischen Küste – ein Mix aus Surf und inspirierenden Menschen und Ökosystemen. "Bamb'Amaza" erzählt die Geschichte von Othandwayo aus dem Kapstädter Stadtteil Imizamo Yethy. Der Film zeigt, welche Lektionen das Wasser jenseits der Wellen bereithält. Im Anschluss an die Screenings findet eine Panel-Diskussion zum Thema Inklusion im Surfsport statt. Phoebe Strachan diskutiert gemeinsam mit Vertretern von Provide The Slide und Open Ocean, wie Surfer ihre Leidenschaft mit einem Mehrwert für die Gesellschaft verbinden können. Die Veranstaltung in Münchenendet gegen 21:30 Uhr.

Meeresschutz durch Reparatur

Alle Veranstaltungen sind kostenlos oder auf Spendenbasis zugänglich. Die Einnahmen fließen vollständig an die Deutsche Umwelthilfe und weitere NGOs, die sich für den Meeresschutz einsetzen. Die Deutsche Umwelthilfe setzt sich seit vielen Jahren gegen zerstörerische Fischereimethoden wie die Grundschleppnetzfischerei in Meeresschutzgebieten ein. Unter dem Deckmantel der Tradition erlaubt die Politik Krabbenfischerei mit Grundschleppnetzen im UNESCO Weltnaturerbe Wattenmeer, das zugleich Nationalpark und europäisches Natura-2000-Schutzgebiet ist. Weniger als drei Prozent der Weltmeere sind vollständig vor menschengemachten Schäden geschützt. Die Wetsuit Repair Tour setzt auf das Prinzip: Wer seine Bekleidung repariert statt neue zu kaufen, reduziert den Konsum. Das schont Geldbeutel und Planeten.

Programm:

Freitag, 25. September 2026:

  • 10:00-16:00 Uhr: Kostenlose Reparaturen für Wetsuits und Bekleidung
  • 17:00-19:00 Uhr: Wetsuit Upcycling Workshop

Samstag, 26. September 2026:

  • 10:00-17:00 Uhr: Kostenlose Reparaturen für Wetsuits und Bekleidung
  • 14:00-15:00 Uhr: Surfboard Repair Workshop – Basic Repairs
  • 16:00-17:00 Uhr: Surfboard Repair Workshop – Advanced Repairs
  • 18:30 Uhr: Einlass Movie Night
  • 19:00-21:30 Uhr: Film-Screening "Sensing Home" & "Bamb'Amaza" plus Panel Talk

Praktische Informationen:

Location:

  • Veranstaltungsort: Bahnwärter Thiel
  • Adresse: Tumblingerstraße 45, 80337 München

Teilnahme:

  • Reparaturen: Kostenlos, ein sauberes Kleidungsstück pro Person
  • Workshops: Kostenlos oder spendenbasiert
  • Film-Screening: Kostenlos oder spendenbasiert
  • Anmeldung: Empfohlen für Workshops

Wichtige Hinweise:

  • First-come-first-served Prinzip bei Reparaturen
  • Nur frisch gewaschene Kleidungsstücke
  • Keine Schuhe, Hartwaren oder Leashes
  • Frühe Ankunft empfohlen zur Vermeidung von Wartezeiten
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Stephan Gölnitz

Stephan Gölnitz

Redakteur surf

Stephan Gölnitz stammt aus Bochum und kam 1996 als Testredakteur zum surf-Magazin nach München. Der Diplom-Ingenieur für Werkstofftechnik begleitet seit seinem Volontariat nahezu alle Materialtests – auf dem Wasser und seit über zehn Jahren auch als Fotograf – mit Stationen u. a. am Gardasee, in Langebaan, Ägypten und Tobago. Privat surft er am liebsten mit dem Foil am Walchensee, gelegentlich in der Welle, und widmet sich außerdem dem SUP auf Fluss- und Mehrtagestouren.

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