Test 2021: TrimmsystemeFoto: Stephan Gölnitz
Test 2021: Trimmsysteme
Den Umgang mit der Leine musst du ein bisschen üben wie mit dem Zügel auf einem feurigen Ross. Anfangs reicht es vielleicht nur für „Hü“ und „Brrr“. Mit zunehmender Übung dressierst du dein Segel aber auch mit den Zwischenstufen feinfühlig und dosiert. Immer genau so viel Power wie du gerade benötigst: Für mehr Speed auf allen Kursen, für mehr Komfort und maximale Kontrolle auch bei stark böigem Wind.

Trimmsysteme am Gabelbaum (adjustable outhaul) haben immer noch das Profi-Image, dabei bieten sie auch dem Amateur einen ganz simplen Nutzen: Du musst dir beim Aufbau nicht den Kopf zerbrechen, wie du das Schothorn trimmst. Selbst wenn du auf dem Wasser nochmals die Gabelhöhe verstellst (und sich dadurch automatisch die Schothornspannung verändert), lässt sich das sofort wieder anpassen. Und bei wechselnden Windverhältnissen sowieso. Auch wenn du nicht – so wie Racer Andrea Cucchi (Interview im PDF-Download) – auf permanent maximale Leistung aus bist und du erstmal nur zwischen den extremen Gängen (voll aufgefiert und voll dichtgeholt) wechselst, vergrößerst du die Range deines Segels enorm.

Andrea Cucchi, Racer und Point-7-Boss: „Das Adjustable wird zu meinem verlängerten Arm“.Foto: HerstellerAndrea Cucchi, Racer und Point-7-Boss: „Das Adjustable wird zu meinem verlängerten Arm“.

Im Test sind fünf verschiedene Trimmsysteme. Alle Ergebnisse und Informationen gibt's im PDF-Download am Ende des Artikels:

  • NeilPryde XC Race Carbon Boom
  • Unifiber Adjustable Outhaul System Race
  • Unifiver Adjustable Outhaul System Easy
  • Severne Adjustable Outhaul System
  • Point-7 Adjustable Outhaul Set
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Foto: Stephan Gölnitz

Gut gerollt ist leicht getrimmt

Alle Trimmsysteme erfordern ein Endstück mit mindestens drei Rollen und einen Rollenblock am Segel. Der wird einfach in die Schothornöse eingeschraubt.

Hier der „Unifiber Outhaul Double Pulley“ für knapp 20 Euro, <a href="https://www.unifiber.net/" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">www.unifiber.net</a>  zum einfachen Einhängen.Foto: Stephan GölnitzHier der „Unifiber Outhaul Double Pulley“ für knapp 20 Euro, www.unifiber.net zum einfachen Einhängen.Bei der NeilPryde-Gabel verbleibt der Tampen permanent in der Gabel, ein Rollenblock im Segel ist natürlich ebenfalls erforderlich. <a href="https://www.neilpryde.com/" target="_blank" rel="noopener noreferrer nofollow">www.neilpryde.com</a>Foto: Stephan GölnitzBei der NeilPryde-Gabel verbleibt der Tampen permanent in der Gabel, ein Rollenblock im Segel ist natürlich ebenfalls erforderlich. www.neilpryde.com
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Stephan Gölnitz

Stephan Gölnitz

Redakteur surf

Stephan Gölnitz stammt aus Bochum und kam 1996 als Testredakteur zum surf-Magazin nach München. Der Diplom-Ingenieur für Werkstofftechnik begleitet seit seinem Volontariat nahezu alle Materialtests – auf dem Wasser und seit über zehn Jahren auch als Fotograf – mit Stationen u. a. am Gardasee, in Langebaan, Ägypten und Tobago. Privat surft er am liebsten mit dem Foil am Walchensee, gelegentlich in der Welle, und widmet sich außerdem dem SUP auf Fluss- und Mehrtagestouren.

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