Stephan Gölnitz
· 28.04.2026
NeilPryde hat zwei neue Boardbag-Modelle im Programm, die robust und dennoch leicht sein sollen. Auf Rollen wurde dafür bewusst verzichtet. Die Worldtour Perfomance (379 Euro) misst 230 x 85 Zentimeter und die Worldtour Wave (349 Euro) 240x70 Zentimeter. Beide Taschen sind für 2 Boards plus 3 bis 4 Segel und Masten ausgelegt. Das größere Modell ist bereits im Februar mit dem surf-Testteam zum Freeridetest nach Tobago gereist.
Die Idee könnte bei Klempner-Kombis abgeschaut sein, bei denen das Hochdach mit einem Rohr nach vorne hinaus verlängert wird. So passt auch Roh(r)material in den geschlossenen Transporter, das die eigentliche Innenmaße übersteigt. Unsere Test-Bag misst 2,30 x 0,85 Meter Länge - perfekt für die meisten Slalom- oder Freerideboards, aber zu kurz für lange Masten. Genau dafür lässt sich ein Verlängerungsschlauch aus der Bag rollen, der - wenn nicht benötigt - sauber hinter einem halbrunden Reißverschluss versteckt bleibt. Mit ausgefahrenem Schlauch passen sogar zwei 4,90er Masten in die Tasche. Praxis-Tipp: Die Masten sollten in diesem Bereich zusätzlich gut gepolstert werden, denn auf unserem Transport zumindest wurde der exponierte Rohrausleger ziemlich arg strapaziert.
Die getestete 2,30-Meter-Bag ist geräumig, fasst locker zwei 120-Liter-Freerider (dabei auch ein 2,36 Meter langer JP Supersport) und dazu locker vier Segel und zwei Masten. Alternativ passen auch drei Boards - wenn man die Fußschlaufen runterschraubt. Die Bag wiegt inklusive der zwei fest angenähten Zwischenlagen 7,2 Kilo. Die Polsterung fällt durchschnittlich dick aus, das überwiegend verwendete Gewebe wirkt leicht aber strapazierfähig, Front und Heck sind zusätzlich solide verstärkt.
Die Worldtour Performance bietet reichlich Stauraum, hier kommt man eher ans Gewichtslimit als an die Grenzen des Fassungsvermögens. Zurrgurte, Griffe und Polsterung wirken durchdacht, zusätzliche Innentaschen sorgen für Ordnung oder können für zusätzlichen Prallschutz mit Polstermaterial beladen werden.

Redakteur surf