Tobias Frauen
· 30.01.2026
Treue Leserinnen und Leser erinnern sich vielleicht noch an “Horst”, den betagten F2 Sputnik aus unserem Generationen-Vergleich, den ein Vorbesitzer gleichen Namens mit einem Filzstift markiert hatte. Eine zeitgemäßere Methode, sein Material zu markieren, bietet das System von Booomtag (ja, mit drei O). Die zentralen Komponenten sind kleine Sticker und Anhänger, die sich per NFC oder QR-Code mit jedem Smartphone auslesen lassen. Alle wichtigen Infos zu Besitzer und Kontakt werden bei Booomtag in einer browserbasierten Anwendung hinterlegt, eine App ist nicht notwendig. Der Besitzer kann sein Material über eine unbegrenzte Anzahl von Tags registrieren und in seiner Wallet speichern. Für jedes Teil kann so ein digitales Register mit Bild, genauer Bezeichnung und weiteren Infos angelegt werden. Geht ein Teil verloren, kann der Finder ganz einfach feststellen, wem Brett oder Segel gehören und Kontakt aufnehmen. Auch Notfallkontakte können hinterlegt werden.
Der Besitzer wiederum kann sein Material als verloren melden, sich selber aber in Sicherheit - so müssen bei herrenlos aufgefundenem Equipment keine unnötigen Einsätze ausgelöst werden. Die niederländischen Seenotretter von der KNRM bieten dazu auch selbstklebende Booomtags mit QR-Code an, ähnlich den Adress-Stickern der DGzRS.
Neben den QR-Code-Stickern sind auch Anhänger im Scheckkarten-Format oder münzgroße Tags erhältlich, mit denen Taschen, Koffer oder Kleidungsstücke gekennzeichnet werden können. Einige Hersteller aus dem Kite-Bereich integrieren die Booomtags auch bereits fest ins Material - das dann im Falle eines Diebstahls als gestohlen gemeldet werden kann und für den Wiederkauf wertlos wird. Rogier Dekker, der Kopf hinter Booomtag, würde auch mit Marken aus anderen Wassersport-Sparten gerne Kooperationen aufbauen.
Mehr Infos unter booomtag.com