Praktisch für die ReiseAufblasbarer Dachträger von HandiRack im Test

Stephan Gölnitz

 · 26.12.2025

Auch zwei Boards übereinander liegen stabil.
Foto: Stephan Gölnitz
Der praktische Träger lässt sich schnell und sicher an vielen Fahrzeugen befestigen.
​Vier Wochen hat der aufblasbare HandiRack Dachträger unsere Boards über hunderte Kilometer transportiert - ohne zu murren, ohne Probleme und ohne sichtbare Spuren an Auto oder Material zu hinterlassen. Wir zeigen aber auch, worauf du dennoch achten solltest.

Bei Leihautos der kleinen Klassen bleibt für Boards meist nur der Platz auf dem Dach. Aufblasbare Träger lassen sich glücklicherweise sogar im Flugzeug mitnehmen. Der HandiRack wiegt insgesamt zwei Kilo - plus eine kleine Handpumpe. Zur Not lässt sich der Träger aber auch - allerdings ziemlich mühsam - mit dem Mund aufblasen, aber hoher Enddruck ist nicht erforderlich. In der sehr robust wirkenden Hülle befindet sich ein Luftschlauch, der den Träger lediglich stramm in Form beringen muss, dann schmiegt er sich gut ans Dach an. Mit den breiten Gurten wird der Träger quer durch das Auto festgezurrt, bei nicht allzu breiten Fahrzeugen überlappt der breite Stoff des Trägers dabei noch die Türdichtung als Schutz vor dem Gurt. Schon bei handwarmem Anziehen sitzt der Träger so sicher und rutschfest auf dem Dach. Der HandiRack kostet 89 Euro und ist z. B. hier erhältlich.

Für den Transport lässt sich der Träger kompakt einrollen. Zwei Gurte und die Pumpe sind dabei.Foto: Stephan GölnitzFür den Transport lässt sich der Träger kompakt einrollen. Zwei Gurte und die Pumpe sind dabei.

Schonend zum Dach so gut es geht

Die Boards werden anschließend mit separaten Gurten direkt am Träger festgezurrt, dafür sind reichlich solide Metallringe am Träger an den umlaufenden Gurten angenäht. Die Boards werden daher nicht auf das Dach gepresst wie bei der manchmal zu sehenden rustikalen Methode ohne zusätzlichen Träger. Wer seine Boards in der Boardbag einfach nach dem Motto “don’t be gentle it’s a rental” blanko aufs Dach legt und mit Gurten durch die Türen festzieht, muss sich über ein eingebeultes Dach nicht wundern. (Glücklicherweise lassen sich solche Dellen oft wieder von innen ausdrücken - keine Garantie dafür!) Mit zwei Boards nebeneinander war bei unseren Testfahrten die Belastung einwandfrei verteilt, mit den Boards gestapelt musste man etwas behutsamer an den Gurten ziehen. Zwei Boards (58 und 54 Zentimeter breit) passen noch gut nebeneinander. Im Innenraum erwies sich der Suzuki Swift im Kopfraum vorne als äußerst hoch und geräumig, auf Fahrer- und Beifahrerseite blieb reichlich Kopffreiheit zu den Gurten. Erfahrungsgemäß kann das in sportlich flach geschnittenen Kombis auch eng werden. Hier bitte die Sicherheit im Auge behalten. Der hintere Gurt schränkt die Nutzung der Sitzbank mehr ein, üblicherweise liegen da ja aber Segel und Gabeln, die das nicht stört. Die wichtigsten Tipps:

  • Dach vor der Montage und auch zwischendrin frei von Sand und sauber halten
  • Im Innenraum auf ausreichend Kopffreiheit zu den Gurten achten
  • Last möglichst gleichmäßig über die Breite verteilen
  • Autoverleiher erlauben unter Umständen keinen Dachtransport
Die Türdichtung ist vor dem Spanngurt geschützt.Foto: Stephan GölnitzDie Türdichtung ist vor dem Spanngurt geschützt.
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surf-Fazit: Der HandiRack sorgt mit den beiden Doppelträgern für eine breitere und solidere Auflage und mehr Abstand zum Dach als sehr einfach aufblasbare Träger mit nur jeweils einem Schlauch. Zwei Waveboards passen easy drauf, schmale Boards sogar nebeneinander mit seperater Verspannung. Die Boards liegen sicher und stabil und rühren sich auch bei 100 km/h kaum.

Extra-Tipp: Wir haben einen Träger während des Fluges in der Boardbag aufgeblasen vorne auf dem Board festgezurrt - als zusätzlichen Airbag gegen Transport-”Unfälle”.


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