In insgesamt sechs Größen (550/675/800/925/1050/1200 cm2 Fläche) ist das Modell Crest verfügbar, konzipiert wurde das Foil zum Wingfoilen, Pronesurfen aber auch für die Kombination mit Parawings oder Foilassist. Wir konnten das Crest D/Lab in der Größe mit 1050 cm2 Fläche ausprobieren.
Der neue Duotone Crest D/Lab Frontflügel ist als “mono-bloc” konzipiert, heißt konkret: Der Flügel und der vordere Teil der Fuselage bestehen aus einem Teil, gleiches gilt für den Heckflügel/Stabilizer. Das heißt, dass die Flügel nicht mehr aufgeschraubt werden müssen, was bei der Montage eine Zeitersparnis bedeutet, zudem hat man keine Probleme mehr mit lockeren oder festkorrodierten Schrauben. Die beiden Teile der Fuselage werden bei der Montage über drei solide Bolzen am Mast fixiert, fertig! Damit bei der Demontage nicht alle Einzelteile auseinanderfallen, sind Vorder- und Hinterteil der Fuselage über eine kleine Zusatzschraube verbunden.
Die Aspect Ratio (=das Verhältnis von Fläche zu Spannweite) beträgt beim Crest Frontflügel, je nach Größe, zwischen 8,8 und 9,3, damit fällt der Frontflügel kompakter aus als das Alternativmodell Glide 2.0, aber gestreckter als das Modell Carve. Wie gewohnt, erscheinen die Komponenten von Duotone sehr passgenau und machen einen hochwertigen Eindruck. Ausgeliefert werden die Flügel mit passenden Schrauben und einem guten Tool für die Montage.
Wir haben das Foil in Kombination mit dem edlen Aero Mid QM Carbonmast samt Schnellmontage-System getestet. Da die gesamte Duotone-Range modular aufgebaut ist, kann man das Foil natürlich auch mit Alumasten (zum Beispiel AL 3BS QM) kombinieren, das spart rund 700 Euro.
Im Vergleich zum Glide 2.0 Flügel kommt das Crest D/Lab ähnlich früh ins Fliegen. Der Übergang aus der Verdrängerfahrt hin zum Abheben erfolgt erfreulich berechenbar, dank seines mittel-dicken Profils wird das Foil sofort stabil angeströmt, weshalb ungeplante Strömungsabrisse kein Thema sind. Einmal in der Luft zeigt sich sofort, dass das Duotone Crest Foil nicht zum stumpfen Geradeausfahren designt wurde, sondern eher für Turns und Manöver, denn sowohl die Längs- als auch die Querachse wollen mit etwas Feingefühl stabilisiert werden. Sobald man dieses mitbringt, kommt man in den Genuss einer druckvollen Beschleunigung, das Speedniveau ist nicht herausragend, aber gut und liegt nach unserem Empfinden etwas über dem des Glide 2.0 Flügels.
Voll in seinem Element ist das Crest Foil dann in Manövern: Egal ob smoothe Halsen, enge Wenden oder Foil-360s, das Crest macht alle Radien mit, lässt sich leichtfüßig in die Kurve steuern und bleibt auch bei engen Haken unglaublich verlässlich angeströmt. Sogar wenn man mit viel Druck in die Kurve presst und das Wingtip an die Oberfläche kommt, quittiert das Foil dies nie mit einem Strömungsabriss, sondern zieht unbeirrt weiter durch den Turn. In Verbindung mit dem guten Glide ist das Foil sowohl in Dünungswellen als auch in moderater Brandung absolut ideal.
Das Crest D/Lab Foil punktet vor allem unter den Füßen von Wingfoilern, die einen Flügel zum Downwinden, für spielerische Manöver und moderate Welle suchen. Es bietet eine super Kombination aus Glide und Drehfreudigkeit, gepaart mit absoluter Kontrolle in den Turns. Auch als quirliges Foil fürs Flachwasser und Manöver eignet sich das Crest ideal. Voraussetzung ist, dass man etwas Feingefühl mitbringt und die Basismanöver schon sitzen, man also dem Einsteigerstadium bereits entwachsen ist.
Unsere Empfehlung: Wer maximale Kontrolle, einfaches Fahrverhalten und/oder maximalen Glide für Miniwellen sucht, wählt den Glide 2.0 Flügel. Am anderen Ende der Skala bietet das Modell Carve den höchsten Topspeed, maximal enge Haken in der Brandungswelle und das beste Sprungpotenzial für Freestyler. Das Duotone Crest verkörpert nicht weniger als die goldene Mitte.
Smoothe Turns, Manöver, Kontrolle im Turn
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Redakteur surf